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Vortrag Wagner

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Hard

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I. Wagner

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24 Slides • 1 Question

1

Vortrag Wagner

EXEKUTIVE FUNKTIONEN

KOGNITIVE KONTROLLFUNKTIONEN



Abb.1


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2

Der präfrontale Kortex - das Kontrollzentrum im Gehirn

  • -->Sitz des exekutiven Systems

  • Verbunden zu sensorischen Kortexregionen, kortikalen und subkortikalen motorischen Arealen sowie zu Gehirnstrukturen, die emotionale und motivationale Prozesse steuern

  • Abb.2

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3

NEUROPLASTIZIZÄT: Individualität - "Ich" sitzt im Gehirn

  • .......ist die Summe aller Anpassungen durch neurologische Vernetzung und Verstärkung

  • Bei einer Hirntransplantation erfreut sich der Vorbesitzer

  • Leib-Seele-Diskurs entschieden?

4

Exekutive Funktionen teilen sich in:

  • ARBEITSGEDÄCHNIS

  • INHIBITION (Hemmung)

  • KOGNITIVE FLEXIBILITÄT

5

Arbeitsgedächtnis

Einfluss auf Aufmerksamkeit

speichert und verarbeitet verbale und visuell-räumliche Informationen innerhalb weniger Sekunden

--> selektive Funktion relevanter Informationen

--> verknüpfende Funktion auf der Beziehungsebene

führt zu Entscheidungen/ Handlungsauswahl --> ruft Informationen aus dem Zwischen- oder Langzeitspeicher ab


Abb.2

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6

Beispiel Testverfahren Arbeitsgedächnis

  • N-Back Aufgaben

  • Blockspannen Aufgabe

  • ..........

7

Beispiele für das Arbeitsgedächnis im Sport

  • Aktives Üben: zum Beispiel verbal eine vorgegebene Zahlenfolge (rückwärts) aufzählen oder "Ich packe meinen Koffer und nehme mit...."

  • visuell-räumlich: (rückwärts) eine vorgegebene Abfolge wiedergeben (Hilfsmittel sind aufgestellte Klötze/Figuren. Verschiedene Figuren werden nacheinander berührt. Der Trainierende muss diese dann rückwärts berühren)

  • ÜBERFORDERUNG VERMEIDEN: z.B. beim Turnen für eine Bewegungsabfolge nur wenige Schlagwörter/Knotenpunkte benennen

8

Inhibition

"Hemmung" oder Impulskontrolle

--> von Bedeutung bei der Fehlererkennung und Fehlerkorrektur

--> Einfluss auf die Aufmerksamkeitskontrolle/ Fokus/ Ausblenden von Störreizen/ Selektion von Aufgaben oder zielrelevanter Informationen



Abb.3

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9

Beispiel Testverfahren Inhibitition

  • Stopp-Signal-Aufgabe

  • ........

10

Beispiel der Inhibition im Sport

Was denkst du wird passieren?

11

Multiple Choice

Der Trainer gibt seinen Spielern, die in einer Reihe an der Grundlinie stehen, folgende Aufgabe: "Ihr rollt den Ball auf Pfiff und wartet bis dieser an der Mittellinie ist. Dann lauft ihr los, nehmt den Ball auf und prellt bis zur anderen Grundlinie. Wer zu erst hinten ist hat gewonnen."


Was passiert im Anschluss?

1

Die meisten Spieler warten bis der Ball an der Mittellinie ist und laufen dann erst los.

2

Die meisten Spieler laufen direkt los, nachdem sie den Ball nach Pfiff losgerollt haben.

12

Kognitive Flexibilität

baut auf dem Arbeitsgedächtnis und den inhibitorischen Prozessen auf

-->Fokus der Aufmerksamkeit gezielt wechseln und sich schnell auf neue Situationen einstellen zu können.


Fähigkeiten, die in allen Mannschaftssportarten auch als Umstellungsfähigkeit bezeichnet wird.




Abb.4

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13

Beispiel Testverfahren Kognitive Flexibilität

  • Task Switch

  • .....

14

Beispiel kognitive Flexibilität im Sport

/Sportartspezifisches Koordinationstraining?!

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Unterscheidung zwischen kalten und heißen exekutive Funktionen

  • Kalte EF: abstrakte Aufgaben in neutralen Kontexten

  • Heiße EF: risikoreiche Entscheidungsprozesse, implizieren Regulation von Emotionen und Motivationsprozessen

  • Konsequenzen:

  • -->Aufgaben müssen altersentsprechend angepasst werden

  • z.B. gelingt Kindern und Jugendlichen die Selbstregulation in neutralen Kontexten einfacher

  • z.B. Kindergartenalter ist die Inhibition des Lesens noch nicht ausgereift

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Wesentliche neurologische Entwicklungen und deren Bedeutung auf das Lernen

  • Anstieg der synaptischen Dichte und Verstärkung entsteht durch Gebrauch =WIEDERHOLUNG + NEUE ERFAHRUNGEN

  • Myelinisierung und damit die Schnelligkeit der Weiterleitung eines Erregungspotentials ist erst im jungen Erwachsenenalter vollständig aktiv = SÄUGLING agiert im ROLLATORTEMPO vs. OMA fährt PORSCHE

  • Botenstoffe für neurologische Prozesse wie SEROTONIN, DOPAMIN, NORADRENALIN und geschlechtsspezifische HORMONE sind stark von der ENTWICKLUNGSPHASE, GENETISCH und von der LEBENSWEISE abhängig

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"Wie die meisten Mütter begriff auch Kate nicht das ganze Ausmaß der Veränderungen, die sich im Gehirn ihres heranwachsenden Sohns abspielten."

"Machen Sie sich keine Sorgen. Es dauert ungefähr acht bis neun Jahre, dann hat das jugendliche Gehirn den Umbau hinter sich gebracht, der mit Beginn der Pupertät eingesetzt hat."

Louann Brizendine, Das männliche Gehirn- Warum Männer anders sind als Frauen, 1Aufl. 2010, S.55

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weitere Konsequenzen für die Praxis 1

  • Das Arbeitsgedächtnis bei jungen Menschen mit geringer ausgebildetem präfrontalem Kortex und wenig trainierten exekutiven Funktionen läuft bereits beim Ewerb von Grundtechniken und verinnerlichen von Regeln auf Hochtouren

  • --> Erst nach dem Verinnerlichen/Automatisierung/Speicherung im Langzeitgedächnis ist mehr Kapazität für andere Dinge Platz, wie zum Beispiel Entscheidungen je nach situativem Kontext treffen

  • --> Verlust der Aufmerksamkeit kann mit Hilfe von Achtsamkeitsübungen, kurzen hohen Belastungen kurzfristig verbessert oder wieder hergestellt werden

  • --> Reflexion unterstützt ebenfalls die Aufmerksamkeitssteuerung, z.B. Co-Trainerfunktion, aktive Fehlerkorrektur bei anderen Lernenden

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weitere Konsequenzen für die Praxis 2

  • Emotion und Kognition sind eng verbunden

  • --> Faires Verhalten aktiviert das Belohnungszentrum (intrinsische Motivation)

  • --> Emotionen in Wettbewerbsformen am stärksten involviert

  • --> Stress demotiviert und hemmt Lernen entsprechend

  • --> Regeln und Rituale unterstützen die Selbstregulation

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Dysexekutives Syndrom ADS/ADHS

Training der EF kann die Symptome mindern und präventiv wirken

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Trainieren der Exekutiven Funktionen

noch ein Beispiel aus dem Handball

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Geschafft!........Danke :)

„Das ist der größte Fehler bei der Betrachtung von Krankheit, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo beides doch nicht getrennt werden kann.“ (Plato)


Abb.6

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Mehr zum Thema Lernen aus neurowissenschaftlicher Sicht

Professor Manfred Spitzer

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Quellenangaben:

Abb.1: https://entwickler.de/online/web/psychologie-app-webdesign-579860402.html

Abb.2: https://exf-sports.jimdo.com/neuroscience/gehirn/


Abb.3/4/5: https://exf-sports.jimdo.com/neuroscience/exekutive-funktionen/

Abb.6: https://www.impulscare.at/im-puls-praxis/psychologie/


1) https://exf-sports.jimdo.com/neuroscience/exekutive-funktionen/

2) https://exf-sports.jimdo.com/neuroscience/exekutive-funktionen/

3) https://exf-sports.jimdo.com/neuroscience/exekutive-funktionen/

4) Sport im Fokus Ekikutive Funktionen Trainieren Leistung Optimieren Mentale Stärke Ausbildung, Hrsg. Spiel und Sport plus e.V.,Verlag Bildung plus, 1.Auflage, Heidelberg 2017, S.28

5) https://www.impulscare.at/im-puls-praxis/psychologie/

6) http://www.znl-fex.de/Fex_Broschuere.pdf

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EXEKUTIVE FUNKTIONEN

KOGNITIVE KONTROLLFUNKTIONEN



Abb.1


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