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Bildungsungleichheit

Total questions: 63

Worksheet time: 16hrs 35mins

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Class
Date
1.

Wie lauten die Rahmenbedingungen für Mehrsprachigkeit in der Schule?

a)

SuS haben einen Rechtsanspruch auf Unterstützung beim Sprachenlernen

b)

SuS haben KEINEN Rechtsanspruch auf Unterstützung beim Sprachenlernen

c)

Die Bundesländer regeln die Förderung über die DaZ-Förderung und "muttersprachlichen Ergänzungsunterricht"

d)

Die einzelnen Regierungsbezirke regeln über DaZ-Förderung und "muttersprachlichen Ergänzungsunterricht

2.

Welche Bilingualen Modelle gibt es?

a)

Spracherhaltprogramme

b)

Sprachengleichgewichtsdimension

c)

Two-way-Immersion

d)

Sprachkompetenzförderung

3.

Welche Aussagen zum "Spracherhaltprogramm" treffen zu?

a)

Das Modell ist für ausgewählte Sprachgruppen

b)

Das Modell ist für sprachlich gemischte Gruppen

c)

Die Familiensprache wird als Fach und bestimmte Schulfächer in der Familiensprache unterrichtet

d)

Die Unterrichtszeit wird etwa zu gleichen Teilen auf eine Minderheiten- und die Mehrheitssprache aufgeteilt

4.

Welche Aussagen zum "Two-way-Immersion" Modell treffen zu?

a)

Das Modell ist für sprachlich gemischte Gruppen

b)

Das Modell ist für ausgewählte Sprachgruppen

c)

Die Unterrichtszeit wird etwa zu gleichen Teilen auf eine Minderheitensprache und die Mehrheitensprache aufgeteilt

d)

Die Familiensprache wird als Fach und bestimmte Schulfächer in der Familiensprache unterrichtet

5.

Welche Aussagen zur "time-on-task-Hypothese" stimmen?

a)

Sie wurde widerlegt

b)

Sie besagt: Ein mehr an Unterrichtszeit in der L2 bringt ein Mehr an Lernfortschritt in der L2

c)

Sie besagt: Ein Mehr an der Unterrichtszeit in der L2 bringt ein Mehr an Lernfortschritt des Inhaltes

d)

Bilinguale Modelle können entgegen der Hypothese den Transfer zwischen Erst- und Zweitsprache unterstützen und somit auch das schulische Lernen

e)

Unterrichten in Minderheitensprachen geschieht auf Kosten der Merhheitssprache

6.

Definieren Sie das "sprachliche Register"

a)

funktionelle sprachliche Varietät.

b)

Der Sprachgebraucht variiert in Abhängigkeit vom sozialen Kontext

c)

Der Sprachgebraucht variiert in Abhängigkeit der Person

d)

institutionelle sprachliche Varietät

7.

Was sind Qualitätsmerkmale für durchgängige Sprachbildung im Unterricht?

a)

In allen Schulformen, in allen Fächern, zwischen Institutionen

b)

In allen Schulstufen, in allen Fächern, zwischen Individuen

c)

In allen Schulstufen, in allen Fächern, zwischen Institutionen

8.

Welche sind die Diskurse um Bildungssprache & sprachliches Register?

a)

nach Bernstein, Cummins, Koch und Schleppegrell

b)

nach Holger, Cummins, Schleppegrell und Singer

c)

"vertikaler Kontextgebundener Diskurs"

d)

"konzeptionelle Mündlichkeit

e)

academic language profiency

9.

Welche Formen der Diskriminierung gibt es?

a)

institutionell vs. individuell

b)

passiv vs. aktiv

c)

direkt vs. indirekt

d)

kollektiv vs. einzeln

10.

Welche Erwartungseffekte von Lehrerinnen und Lehrern stimmen?

a)

niedrige Leistungserwartungen führen zu einer vollen Entfaltung des Potentials

b)

negative Stereotypen sind nicht wesentlich ausgeprägt

c)

der Anteil von Lehrern aus eingewanderten Minderheiten ist gering

d)

Die Empfehlungen der Lehrkräfte sind eine wichtige Grundlage für die Schullaufbahnentscheidung

11.

Wie beeinflussten Leistungserwartungen von Lehrern die Schulerfolgschancen von SuS?

a)

Sozio-emotionales Klima, Umgangsformen, Input, Output

b)

Sozio-emotionales Klima, Feedback, Klassenführungsqualität

c)

Feedback, Input, Output, Anerkennung

d)

Sozio-emotionales Klima, Feedback, Input, Output

12.

Was besagt der "stereotype threat"?

a)

Die Angst, einen bestehenden Stereotypen eines Individuums, das einer bestimmten Gruppe angehört zu bestätigen, indem man ihm tatsächlich schlechte Leistung attestiert

b)

Die Angst, einen bestehenden Stereotypen über eine Gruppe, der man angehört zu bestätigen, in dem man z.B. tatsächlich schlechte Leistung bringt

13.

Was bedeutet institutionelle Diskriminierung ?

a)

Die Ursachen für Benachteiligungen liegen im organisatorischen Handeln der Schule.

b)

Sie sind auf Handlungspraktiken zurückzuführen, die in die individuelle und organisatorischen Strukturen eingelassen sind

c)

Die Ursachen für Benachteiligungen liegen im institutionellen Handeln der Schule.

d)

Sie sind auf Entscheidungspraktiken zurückzuführen, die in die institutionellen und organisatorischen Strukturen eingelassen sind

14.

Welche zählen zu den Strukturen, die institutionelle Diskriminierung herbeiführen? (Gomolla & Radtke)

a)

Schuleingangstests

b)

Leistungstests

c)

Sitzenbleiben

d)

Klassen überspringen

e)

Verteilung auf Schulformen und Sonderschulen

15.

Welche Aussagen zur Struktur unseres Schulsystems stimmen?

a)

Die frühe Zuweisung minimiert die Ungleichheiten zwischen den SuS mit unterschiedlichen Hintergründen

b)

Der Leistungsunterschied wird bei Lernenden größer, je mehr Schulformen es gibt

c)

bei gleichen Leistungen haben SuS ohne MH eine deutlich höhere Chance auf eine Gymnasialempfehlung

16.

Welche Aussagen zur Erhöhung der Ungleichheit durch das Schulsystem stimmen?

a)

heterogene Lerngruppen sind lernförderlicher als homogene

b)

differenzielle Entwicklungsmilieus minimieren die Ungleichheit

c)

die Durchlässigkeit ist überwiegend nur von unten nach oben gegeben.

17.

Welche Aussagen zu Gemeinschaftsschulen stimmen?

a)

Der "Schulfrieden" NRW hat keine eigene Oberstufe und kooperiert mit dem Gymnasium. Die Lehrpläne orientieren sich an Real/Gym

b)

Der "Schulfrieden" Bremen ist eine inklusive Schule mit allen Abschlüssen, die Übergansquote in die Oberstufe ist begrenzt

c)

Der "Schulfrieden" NRW hat eine eigene Oberstufe und kooperiert mit dem Gymnasium. Die Lehrpläne orientieren sich an Real

d)

Der "Schulfrieden" Bremen ist eine inklusive Schule mit allen Abschlüssen bis auf das Abitur, die Übergansquote in die Oberstufe ist nicht begrenzt

18.

Welche Aussagen zu Gemeinschaftsschulen stimmen?

a)

Die PRIMUS-Schule beinhaltet die Klassen 1-10 und arbeitet ohne äußere Differenzierung

b)

die Sekundarschule NRW ist eine Ganztagsschule mit mind. zwei getrennten Bildungswegen

c)

Im Hamburger Bildungssystem gibt es seit 2010 eine Schulform für alle, bis die SuS 12 Jahre als sind

19.

Welche ist die Definition für Migration nach Ottmer?

a)

Wanderung, die den Zweck verfolgt, in einem anderen Land zu arbeiten (und die zumeist von der Hoffnung begleitet ist, die eigene Lebenssituation zu verbessern).

b)

Räumliche Bewegung von Menschen, die weitreichende Konsequenzen für die Lebensverläufe der Wandernden haben und aus denen sozialer Wandel resultiert

c)

Eine Person hat dann einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren ist

d)

Meist verbunden mit einem längerfristigen Aufenthalt andersorts mit Verlagerung des Lebensmittelpunktes von Kollektiven, Individuen oder Familien

20.

Wer hat einen Migrationshintergrund?

a)

Personen, die selbst oder deren Eltern nach 1949 nach Deutschland eingewandert sind, ungeachtet ihrer gegenwärtigen Staatsbürgerschaft

b)

Personen, die selbst oder deren Eltern nach 1949 nach Deutschland eingewandert sind, mit nicht-deutscher Staatsbürgerschaft

c)

Personen, die selbst oder deren Eltern vor 1949 nach Deutschland eingewandert sind, ungeachtet ihrer gegenwärtigen Staatsbürgerschaft

d)

Personen, die selbst nach 1949 nach Deutschland eingewandert sind, ungeachtet ihrer gegenwärtigen Staatsbürgerschaft

21.

Welche Aussagen zu Fakten & Daten von Menschen mit Migrationshintergrund stimmen?

a)

der schulische Abschluss verbessert sich sowohl bei Migranten als auch bei SuS ohne MH

b)

die Unterschiede sind in allen Schulformen groß

c)

im Studium gibt es keine großen Unterschiede

d)

Menschen mit MH haben häufiger keinen Abschluss

22.

Wie lauten die Indikatoren für Bildungsungleichheit?

a)

Bildungserfolg

b)

Bildungsgrad der Eltern

c)

Schulformverteilung

d)

Schulleistung

e)

Anzahl der Geschwister

23.

Welche Effekte von Bildung gibt es?

a)

private Erffekte

b)

öffentliche Effekte

c)

individuelle Effekte

d)

psychische Effekte

e)

bildungspolitische Effekte

24.

Welche Aussagen zu Effekten von Bildung stimmen zu?

a)

Bildung befähigt zu einem selbstbestimmten Leben (privat)

b)

Bildung unterstützt Exklusion (öffentlich)

c)

Bildung ermöglicht die Teilnahme am Arbeitsmarkt und sozialer Partizipation (privat)

d)

Bildung ermöglicht die Teilnahmen an kulturellen und politischen Prozessen (privat)

e)

Bildung mindert die positive Einstellung von Bürgern zur Demokratie (öffentlich)

25.

Wie lässt sich das meritokratische Prinzip definieren?

a)

Güter und Beurteilungen werden anhand individueller Leistungen, unabhängig der sozialen oder ethnischen Herkunft getätigt

b)

Güter und Beurteilungen werden anhand institutioneller Leistungen, abhängig der sozialen oder ethnischen Herkunft getätigt

c)

Güter und Beurteilungen werden anhand kulturellen Kapitals, beispielsweise auf Grundlage von wissenschaftlichen Titeln getätigt

d)

Güter und Beurteilungen werden anhand ökonomischen Kapitals unabhängig der sozialen oder ethnischen Herkunft getätigt

26.

Welche Kritik wird an der Umsetzung des meritokratischen Prinzips getätigt?

a)

Begabungsunterschiede werden als Bildungsunterschiede angesehen

b)

Es geht nicht um die tatsächliche Kompetenz, sondern um deren Nachweise

c)

Es trägt zur Stabilisierung statt zur Reduzierung ungleichheitsproduzierender institutioneller Arrangements bei

27.

Was bedeutet Chancengleichheit laut der Vorlesung?

a)

Das Prinzip der Chancengleichheit besagt, dass alle Bürgerinnen und Bürger die gleiche Chance bekommen sollen, möglichst viel aus ihrem Leben zu machen

b)

Chancengleichheit meint gleiche Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für alle ohne Rücksicht auf Herkunft und soziale Verhältnisse (Prozessgerechtigkeit)

c)

Chancengleichheit ist gegeben, wenn es keine systematischen Zusammenhänge zwischen sozialer Gruppenzugehörigkeit und Bildungserfolgen gibt (Ergebnisgerechtigkeit)

28.

Welche Erklärungsansätze für Bildungsungleichheit zählen zur "Familie"

a)

Kultur

b)

Humankapital und Bildungsentscheidungen

c)

Diskriminierung und Erwartungen

d)

Struktur des Bildungssystems

e)

Sprache und Mehrsprachigkeit

29.

Welche Effekte von Mehrsprachigkeit konnten bewiesen werden?

a)

Mehrsprachigkeit ist positiv für semantisches und phonologisches Bewusstsein

b)

Mehrsprachigkeit kann zu einer defizitären Sprachmischung führen

c)

Mehrsprachigkeit erhöht die Empathiefähigkeit

d)

Mehrsprachigkeit hat positive Einflüsse auf die exekutiven Funktionen

30.

Dass mehrsprachige Kinder bei den PISA-Ergebnissen schlecht abschnitten könnte folgende Gründe haben...

a)

...Schuleingangsuntersuchungen

b)

...mangelnde Sprachdiagnostik

c)

...mangelndes Interesse an Forschungsthemen

d)

...mangelndes Wissen über Mehrsprachigkeit

e)

...Unterscheidung von Sprachtherapie und Sprachförderung

31.

Welche Mythen über individuelle Mehrsprachigkeit sind vorherrschend?

a)

Sprachen zu mischen ist ein Defizit

b)

Deutsch muss für Gelingen zur Familiensprache werden

c)

Kinder müssen erste eine Sprache erwerben, sonst droht "Halbsprachigkeit"

d)

Es darf keine andere Sprache gesprochen werden außer Deutsch, um Sprachbarrieren zu überbrücken

32.

"Lebensweltliche Mehrsprachigkeit" erfasst die Spezifika des Spracherwerbs im Kontext der Migration. Er erfasst

a)

die soziale Konstellation von Mehr- & Minderheitensprache

b)

die statische Entwicklung von Sprache

c)

Sprachmischung als Normalität

d)

die Situationsabhängigkeit der Sprachenwahl

e)

die muttersprachlichen Bedingungen beim Erlernen der deutschen Sprache

33.

Welche Sprachhierarchie ist zutreffend?

a)

Nationalsprachen, Fremdsprachen, Autochthone Minderheitensprachen, Allochtone Minderheitensprachen

b)

Nationalsprachen, Fremdsprachen, Allochtone Minderheitensprachen, Autochthone Minderheitensprachen

34.

Welche wissenschaftlichen Argumente für einen Paradigmenwechsel der Mehrsprachigkeit gibt es (Arbeitsgruppe interkulturelle Erziehungswissenschaft)?

a)

psycholinguistische Perspektive

b)

transnationale Perspektive

c)

sozial-emotionale Perspektive

d)

psychophonologische Perspektive

e)

sozial-politische Perspektive

35.

Wie lauten die drei Ebenen, auf denen die gleichberechtigte Teilhabe als Prinzip der gleichberechtigten Gesellschaft durch Sprachförderung gesichert werden muss? (von innen nach außen)

a)

pädagogisches Handeln, strukturelle Veränderungen, Bildungspolitische Maßnahmen

b)

strukturelle Veränderungen, pädagogisches Handeln, Bildungspolitische Maßnahmen

c)

Bildungspolitische Maßnahmen, pädagogisches Handeln, strukturelle Veränderungen

36.

Wie lässt sich der Begriff "Kultur" definieren?

a)

Kultur beschreibt die Gesamtheit der menschlichen Handlungsweisen in Abhängigkeit ihrer ethnischen Herkunft

b)

Kultur beschreibt die Gesamtheit der Ausdrucks- und Lebensformen, die eine Gruppe teilt

c)

Der Mensch ist ein Wesen, das in selbstgesponnene Bedeutungsgewebe verstrickt ist. Dieses Gewebe ist die Kultur

37.

Was bedeutet "Historizität" im Kontext von Ethnie?

a)

das Verständnis von Ethnie verändert sich über die Zeit

b)

typische Merkmale werden konstruiert

c)

Ethnie wird im gesellschaftlichen Kontext zielgerichtet definiert

38.

Was bedeutet "Askriptivität" im Bezug auf Ethnie?

a)

das Verständnis von Ethnie verändert sich im Laufe der Zeit

b)

typische Merkmale werden konstruiert

c)

Ethnie wird im gesellschaftlichen Kontext zielgerichtet definiert

39.

Wie lässt sich Ethnie definieren?

a)

als manifestes Konstrukt

b)

durch Historizität, Askriptivität und pol./soz. Ziele

c)

durch Historizität, Deskriptiv und pol./soz. Ziele

d)

als Entstehung eines Gemeinschaftsglaubens an eine gemeinsame Abstammung

40.

Was besagt die "Kulturkonflikthypothese"?

a)

soziale Probleme und schulische Misserfolge werden auf kulturelle Unterschiede zurückgeführt

b)

Kinder und Jugendliche können nur einer Kultur angehören

c)

die Kulturkonflikthypothese gilt als belegt

41.

Welche Kritik wird an der "Kulturkonflikthypothese" geäußert?

a)

Defizitperspektive

b)

dynamischer Kulturbegriff

c)

soziale Hierarchien bleiben unberücksichtigt

42.

Welche gehören zu den "primären Effekten" der Theorie d. rationalen Wahl?

a)

Kinder aus höheren Sozialschichten erbringen aufgrund günstigerer Voraussetzungen bessere Leistungen in der Schule

b)

Je besser die soziale Lage, desto höher die Erwartungen

c)

Materielle Kosten fallen je nach vorhandenen Ressourcen anders ins Gewicht

d)

die relative Risikovarietät will eher sozialen Abstieg vermeiden ohne zu hohe Kosten in risikoreiche Bildungswege zu investieren

43.

Welche Thesen gelten als belegt?

a)

Die Rückkehrorientierung von Familien hat einen negativen Einfluss auf das Bildungsbestreben

b)

Migranten haben eine hohe Bildungsaspiration für ihre Kinder

c)

Schulische Nachteile können durch emigrationsbedingte kulturelle Defizite erklärt werden

d)

Der Ansatz "Theorie der rationalen Wahl" erklärt die Strategien sozialer Positionierung im Kontext von Migration häufig nicht

44.

Was besagt die "Humankapitaltheorie"?

a)

Der Bildungserwerb kann als kurzfristige Investitionsstrategie angesehen werden.

b)

Der Bildungserwerb kann als langfristige Investitionsstrategie angesehen werden.

c)

Investitionen in Ausbildung und Erziehungen zahlen sich nur bei gutem Einkommen aus

d)

Die Humankapitaltheorie hat für zugewanderte weniger Erklärungskraft

e)

Die Humankapitaltheorie hat für zugewanderte mehr Erklärungskraft

45.

Wovon hängt die Bereitschaft der Eltern ab, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren?

a)

Bildungsabschlüsse der Eltern

b)

Einkommen der Eltern

c)

Familienstatus

d)

Anzahl der Geschwister

e)

Scheidungsfälle

46.

Welche zentralen Begriffe werden mit Pierre Bourdieu in Verbindung gesetzt?

a)

Kapital

b)

sozialer Raum

c)

politische Entscheidungen

d)

Habitus

e)

Humankapital

47.

Was zählt zum kulturellen Kapital nach Bourdieu

a)

Eigentumsrecht

b)

schulische Titel

c)

Adelstitel

d)

Kenntnisse und kulturelle Güter

48.

Was zählt zum sozialen Kapital nach Bourdieu?

a)

Eigentumsrecht

b)

schulische Titel

c)

Adelstitel

d)

Kenntnisse und kulturelle Güter

49.

Wie lässt sich "Habitus" nach Bourdieu definieren?

a)

eine Verknüpfung, wie jemand spricht, isst, lacht, was er liest und was er mag.

b)

System von Dispositionen, die das individuelle & kollektive Handeln strukturieren

c)

Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata

d)

Angeeignete Gewohnheiten des Individuums oder einer Gruppe

e)

Die Repräsentation des Selbst durch bestimmte und situationsabhängige Verhaltensweisen

50.

Welche Ziele hat die "Rationale Pädagogik" nach Bourdieu?

a)

sie "schenkt von Beginn an nichts"

b)

sie unterstützt die am wenigsten Bevorzugten

c)

sie hält das was einige geerbt haben nicht für erworben

d)

sie will methodisch und kontinuierlich die Wirkung der sozialen Faktoren kultureller Ungleichheit maximieren

51.

Welche Rolle spielt die Schule nach Bordieu für Ungleichheiten?

a)

die Schule konstruiert soziale Unterschiede

b)

Bildung macht frei

c)

das Schulsystem überzeugt die Verlierer von ihrer eigenen Schuld

d)

Chancengleichheit durch Bildung ist die Realität

e)

indem es die Schule unterlässt, durch methodische Unterweisung allen das zu vermitteln, was einige aus ihrem Elternhaus haben, sanktioniert sie Ungleichheit, obwohl sie allein sie verringern könnte

52.

Welche sind "deskriptive Aussagen?"

a)

SuS mit MH gehen häufiger zur HRGe als SuS ohne MH

b)

SuS mit MH haben seltener einen Bildungsabschluss als SuS ohne MH

c)

die Vergabe der Empfehlungen sollte unabhängig vom sozialen Hintergrund erfolgen

d)

SuS mit MH sollten genauso behandelt werden, wie SuS ohne MH und andersherum

53.

Was zählt aus Sicht der interkulturellen Pädagogik (IKP) zur Ergebnisqualität der Schule?

a)

in einer guten Schule erreichen SuS unabhängig von ihrer sozialen Herkunft mögl. gute Fachleistungen

b)

Blick weg von SuS mit MH hin zu gesamtgesellschaftlicher Entwicklung: plurale, differenzierte Gesellschaft als Normalität

c)

Bildungsgerechtigkeit bezieht sich auf SuS mit und ohne MH

d)

die IKP untersucht & hinterfragt die Defizitperspektive und wie sie geändert werden kann

e)

Schule muss einen Beitrag zur Schaffung von Bildungsquailtät leisten

54.

Bildungsgerechtigkeit aus verschiedenen Perspektiven. Welche Zuweisung stimmt?

a)

staatliche Einrichtungen -> Gleichheit; pädagogische Einrichtungen -> Bedarf; Selektion/Allokation -> Leistung

b)

staatliche Einrichtungen -> Bedarf; pädagogische Einrichtungen -> Gleichheit; Selektion/Allokation -> Leistung

c)

staatliche Einrichtungen -> Leistung; pädagogische Einrichtungen -> Bedarf; Selektion/Allokation -> Gleichheit

55.

Welche Bedeutung hat die Autonomie nach Sen & Nussbaum bei Bildungsgerechtigkeit?

a)

Bildung soll dazu befähigen, nach eigenen Wertvorstellungen zu leben

b)

Die faire Verteilung von Gütern soll im Vordergrund stehen

c)

Die Befähigung eigene Lebensentwürfe zu entwickeln soll im Vordergrund stehen

d)

Bildung soll dazu befähigen, andere Wertvorstellungen zu hinterfragen

56.

Wie lautet das erste Prinzip der Bildungsgerechtigkeit nach Giesinger (2012)?

a)

Das Bildungssystem sollte in erster Linie darauf ausgerichtet sein, allen zur Erreichung gewisser Bildungsziele zu verhelfen

b)

Bildungsungleichheiten sollen so sein, dass sie sich zum Vorteil der am wenigsten bevorzugten auswirken

c)

Das Prinzip des fairen Wettkampfes (Leistungsprinzip) muss oberhalb der von allen zu erreichenden Schwelle liegen

57.

Wie lautet das zweite Prinzip der Bildungsgerechtigkeit nach Giesinger (2012)?

a)

Das Bildungssystem sollte in erster Linie darauf ausgerichtet sein, allen zur Erreichung gewisser Bildungsziele zu verhelfen

b)

Bildungsungleichheiten sollen so sein, dass sie sich zum Vorteil der am wenigsten bevorzugten auswirken

c)

Das Prinzip des fairen Wettkampfes (Leistungsprinzip) muss oberhalb der von allen zu erreichenden Schwelle liegen

58.

Wie lautet das dritte Prinzip der Bildungsgerechtigkeit nach Giesinger (2012)?

a)

Das Bildungssystem sollte in erster Linie darauf ausgerichtet sein, allen zur Erreichung gewisser Bildungsziele zu verhelfen

b)

Bildungsungleichheiten sollen so sein, dass sie sich zum Vorteil der am wenigsten bevorzugten auswirken

c)

Das Prinzip des fairen Wettkampfes (Leistungsprinzip) muss oberhalb der von allen zu erreichenden Schwelle liegen

59.

Wie lässt sich Transmigration definieren?

a)

Wechsel zwischen verschiedenen Lebensorten in unterschiedlichen Ländern als Normalität

b)

soziale Prozesse konstruieren gesellschaftliche Strukturen innerhalb nationaler Grenzen

c)

Transnationale Netzwerke als vorübergehende Referenzstrukturen

d)

Erfahrungshorizonte, die über nationale Bedeutungszusammenhänge hinausgehen

60.

Welche Aussagen zur Forschung brasilianischer und deutscher transnationaler Familien treffen zu?

a)

die Auswanderung aus Brasilien hat seit 1960 kontinuierlich zugenommen

b)

Europa ist nach den USA das beliebteste Ziel (25 %, davon 75 % Frauen)

c)

Europa ist nach den USA das beliebteste Ziel (30 %, davon 65 % Frauen)

d)

die Auswanderung aus Brasilien hat seit 1980 kontinuierlich zugenommen

e)

Es handelt sich um heterogene soziale Kontexte und eine umdokumentierte Migration

61.

Wie lauten die Forschungsfragen des Forschungsprojekts Brasilien & Europa (Transnationale Migration)

a)

Wie beeinflussen Bildungsinteresse und Strategien die Migrationsentscheidungen und Verläufe?

b)

Wie tragen soziale Praktiken von Migranten zur Transnationalisierung bei?

c)

Wie beeinflussen Migrationsentscheidungen und Verläufe das Bildungsinteresse und die Strategien?

d)

Welche Auswirkungen hat die Transmigration auf das deutsche Bildungssystem?

62.

Wie lässt sich transnationales Humankapital definieren?

a)

Ermöglicht auch Partizipation in anderen Nationalstaaten, in denen zunehmende Kompetenzen gefordert werden.

b)

Wissen, Kenntnisse, ..., die jemanden befähigen, jenseits des eigenen Nationalstaates zu agieren.

c)

Ermöglicht auch Partizipation in eigenem Nationalstaat, indem zunehmende Kompetenzen gefordert werden.

d)

Wissen, Kenntnisse, ..., die jemanden befähigen, im eigenen Nationalstaat zu agieren.

63.

Was sind transnationale soziale Räume?

a)

plurilokal, diffus und vergänglich

b)

plurilokal, diffus und beständig

c)

Identitätsstiftend

d)

weisen über den Sozialzusammenhang von Nationalgesellschaften hinaus

e)

beschreiben die Räumen innerhalb des eigenen Nationalstaates, die auf andere Staaten übertragen werden