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2. Test: Rechtliche Grundlagen

Total questions: 35

Worksheet time: 1hrs 10mins

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Class
Date
1.

Ein Kunde entscheidet sich, Winterreifen bei Ihnen zu kaufen. Wann ist die Zahlung fällig, wenn im Kaufvertrag zwischen den beiden Parteien nichts vereinbart wurde und die gesetzliche Regelung gilt?

a)

30 Tage Zahlungsziel

b)

Sofort

c)

10 Tage Zahlungsziel

d)

Zahlung vor Übergabe

e)

30 Tage Zahlungsziel abzüglich 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen

2.

Sie haben sich für einen bestimmten Lieferanten entschieden. Die Winterreifen werden zum vereinbarten Zeitpunkt geliefert. Nach der Lieferung stellen Sie fest, dass jedoch das Vorjahresmodell „GO 2019“ geliefert wurde. Wie gehen sie vor, wenn Sie ein vorrangiges Recht in Anspruch nehmen wollen?

a)

Sie behalten die Reifen, um sie auf Kosten des Lieferanten zu entsorgen.

b)

Sie fordern von dem Lieferanten einen nachträglichen Rabatt.

c)

Sie telefonieren mit dem Lieferanten und bestehen auf Ersatzlieferung.

d)

Sie bieten Ihrem Kunden die Reifen unter der Bezeichnung „Go 2020“ an.

e)

Sie nehmen bei einem anderen Lieferanten einen Deckungskauf vor.

3.

Beim Einlagern bestellter Stoßstangen bemerken Sie, dass eine stark zerkratzt ist. Wie reagieren Sie richtig?

a)

Da es sich um einen offenen Mangel handelt, lagern Sie die Stoßstange ein und senden dem Lieferanten unverzüglich eine Mängelrüge.

b)

Da es sich um einen offenen Mangel handelt, lagern Sie die Stoßstange ein und besprechen dies nächste Woche mit dem Abteilungsleiter.

c)

Da es sich um einen versteckten Mangel handelt, lagern Sie die Stoßstange ein und senden dem Lieferanten nächste Woche, wenn Ihr Abteilungsleiter wieder da ist, eine Mängelrüge zu.

d)

Da es sich um einen versteckten Mangel handelt, lagern Sie die Stoßstange ein und brauchen bis auf weiteres nichts tun.

e)

Da es sich um einen offenen Mangel handelt, schicken Sie die Stoßstange unverzüglich unfrei

an den Lieferanten zurück.

4.

Durch welche Handlung kommt kein Kaufvertrag zwischen Ihrem Autohaus und Ihrem Kunden zustande?

a)

Zwei übereinstimmende Willenserklärungen, die nur mündlich abgegeben wurden

b)

Bestellung der Reifen während eines telefonisch unterbreiteten Angebots

c)

Bestellung der Reifen zu geänderten Bedingungen und anschließender Lieferung

d)

Bestellung der Reifen und Bestellungsannahme zu geringfügig geänderten Bedingungen

e)

Antrag in Schriftform und mündliche Annahme des Antrags nach zwei Tagen durch den Kunden

5.

Im Rahmen einer Sortimentserweiterung haben Sie sich für drei mögliche Anbieter entschieden und möchten nun Anfragen versenden. Welche Erläuterung zur Anfrage ist falsch?

a)

Eine Anfrage ist unverbindlich, also ohne rechtliche Verpflichtung.

b)

Es gibt allgemeine Anfragen und spezielle Anfragen.

c)

Je genauer die Anfrage formuliert ist, desto einfacher ist der spätere Angebotsvergleich.

d)

Anfragen unterliegen Formvorschriften, wodurch die Beweisbarkeit der Anfrage gewährleistet wird.

e)

Durch eine Anfrage soll festgestellt werden, ob und zu welchen Preisen ein Produkt bezogen werden kann.

6.

Welche Beschreibung im Zusammenhang mit Angeboten ist falsch?

a)

Schriftliche Angebote per Brief sind ca. 1 Woche gültig.

b)

Verkaufsinseln mit konkreten Produkten sind verbindliche Angebote.

c)

Handzeichen bei Versteigerungen gelten als Abgabe eines verbindlichen Angebots.

d)

Angebote unter Anwesenden gelten nur solange die Unterredung andauert.

e)

Schaufensterangebote, Plakate auf Litfaßsäulen und Radiospots sind Anpreisungen.

7.

Sie haben sich für einen Lieferanten entschieden. Durch welche Handlung kommt ein Kaufvertrag zustande?

a)

Mit Zusendung einer Anfrage aufgrund einer Anpreisung

b)

Mit der Zusendung eines Angebots mit Freizeichnungsklausel

c)

Mit der Zusendung einer Preisliste aufgrund einer Anfrage

d)

Mit der Zusendung eines verbindlichen Angebots auf eine Anfrage

e)

Mit der Zusendung einer Auftragsbestätigung aufgrund einer Bestellung

8.

Beim Einlagern bestellter Stoßstangen bemerken Sie, dass eine stark zerkratzt ist. Wie reagieren Sie richtig?

a)

Da es sich um einen offenen Mangel handelt, lagern Sie die Stoßstange ein und senden dem Lieferanten unverzüglich eine Mängelrüge.

b)

Da es sich um einen offenen Mangel handelt, lagern Sie die Stoßstange ein und besprechen dies nächste Woche mit dem Abteilungsleiter.

c)

Da es sich um einen versteckten Mangel handelt, lagern Sie die Stoßstange ein und senden dem Lieferanten nächste Woche, wenn Ihr Abteilungsleiter wieder da ist, eine Mängelrüge zu.

d)

Da es sich um einen versteckten Mangel handelt, lagern Sie die Stoßstange ein und brauchen bis auf weiteres nichts tun.

e)

Da es sich um einen offenen Mangel handelt, schicken Sie die Stoßstange unverzüglich unfrei

an den Lieferanten zurück.

9.

Im Rahmen einer Hauptuntersuchung wurde im Prüfungsbericht ein Mangel in Form eines defekten Frontscheinwerfers festgestellt und damit wurde die Prüfplakate nicht zugeteilt. Um welche Kategorie von Mangel handelt es sich hierbei?

a)

Das Fahrzeug ist verkehrsunsicher.

b)

Es liegt kein Mangel vor.

c)

Es liegt ein geringer Mangel vor.

d)

Es liegt ein gefährlicher Mangel vor.

e)

Es liegt ein größerer Mangel vor.

10.

Das Sortiment soll erweitert werden. Hierzu sollen Anfragen an Lieferanten schreiben. Welche Aussage zur Anfrage entspricht der Rechtslage?

a)

Eine Anfrage per E-Mail muss eine digitalisierte Unterschrift haben.

b)

Eine telefonische Anfrage muss schriftlich bestätigt werden.

c)

Eine Anfrage ist unverbindlich.

d)

Eine schriftliche Anfrage ist verbindlich.

e)

Eine mündliche Anfrage ist nur solange verbindlich wie das Gespräch dauert.

11.

Sie bestellen für einen Kunden abweichend von der bei Ihnen sonst üblichen schriftlichen Bestellung- vier Felgen bei einem Lieferanten zum Stückpreis von 70,00 EUR telefonisch. Als Zahlungs- und Lieferbedingungen haben wurde vereinbart: „Lieferung innerhalb von 4 Tagen frei Haus, Zahlung innerhalb 30 Tagen ohne Abzug oder innerhalb von 8 Tagen mit 2 % Skonto.“

Die Felgen kommen zwei Tage später an und werden ohne Beanstandungen entgegengenommen.

Wie ist das Zustandekommen des Kaufvertrages zwischen Ihrem Autohaus und dem Lieferanten  rechtlich richtig dargestellt??

a)

Ein Kaufvertrag ist zustande gekommen, da der telefonischen Bestellung ein Katalog des Lieferanten vorausgegangen ist.

b)

Ein Kaufvertrag ist zustande gekommen, weil die Felgen telefonisch bestellt und zwei Tage später vom Lieferanten geliefert wurden.

c)

Ein Kaufvertrag kommt erst zustande, wenn Sie die Bestellung nachträglich noch einmal schriftlich dem Lieferanten zukommen lassen.

d)

Ein Kaufvertrag ist zustande gekommen, da Ihre Bestellung während des Telefonats von dem

Lieferanten bestätigt wurde.

e)

Ein Kaufvertrag ist zustande gekommen, da Ihr Autohaus die Felgen ohne Beanstandung angenommen hat.

12.

Bei der Überprüfung der Eingangsrechnung zu o.g. Felgen stellen Sie fest, dass Versandkosten berechnet wurden. Sind Sie damit einverstanden?

a)

Ja, weil auf der Rückseite der Rechnung der Rechnung die AGBs abgedruckt sind und darin

steht, dass die Lieferungen immer auf Kosten und Gefahr des Käufers erfolgen.

b)

Nein, weil Warenschulden Bringschulden sind und der Lieferer nach HGB verpflichtet ist, die Felgen zu liefern.

c)

Nein, weil bei Ihrer telefonischen Bestellung ausdrücklich frei Haus vereinbart wurde.

d)

Nein, weil die Lieferung innerhalb von 30 Tagen erfolgen sollte.

e)

Ja, weil Warenschulden Holschulden sind und der Lieferer nach HGB nicht verpflichtet ist, die Felgen zu liefern.

13.

Sie wenden sich mit einem Brief an einen bestimmten Anbieter, in dem Sie um ein Angebot für bestimmte Artikel bitten. Geben Sie an, welche rechtliche Bedeutung die Anfrage für das Zustandekommen eines Kaufvertrages hat.  

a)

Es handelt sich um eine rechtlich verbindliche Willenserklärung.

b)

Durch dieses Schreiben und ein Angebot ist der Kaufvertrag geschlossen.

c)

Dieses Schreiben gilt als Bestellung, wenn die nachgefragte Ware lieferbar ist.

d)

Durch dieses Schreiben und die darauf unmittelbar folgende Auftragsbestätigung ist  der Kaufvertrag abgeschlossen.

e)

Dieses Schreiben ist kein Bestandteil des Kaufvertrages.

14.

Das auf Ihr Schreiben hin erfolgte Angebot geht Ihnen zu und sieht eine Lieferung „frei Haus“ vor. Welche Bedeutung hat dies für die Bezahlung der Transportkosten?

a)

Der Anbieter übernimmt die gesamten Transportkosten.

b)

Es fallen keine Transportkosten an.

c)

Der Hersteller der Teile übernimmt die Transportkosten vollständig.

d)

Ihr Autohaus und der Anbieter übernehmen die Transportkosten je zur Hälfte.

e)

Ihr Autohaus muss die gesamten Transportkosten bezahlen.

15.

Das Angebot des Anbieters haben Sie per Post erhalten. Wie lange ist der Anbieter an dieses Angebot gebunden?

a)

Das Angebot ist überhaupt nicht bindend, da ein entsprechender Hinweis fehlt.

b)

Das Angebot ist solange bindend, wie der Anbieter unter verkehrsüblichen Umständen eine Antwort erwarten kann.

c)

Die Bindung an das Angebot erlischt nach 6 Monaten.

d)

Das Angebot ist vier Wochen bindend.

e)

Der Anbieter ist ohne zeitliche Begrenzung an das Angebot gebunden.

16.

Sie erhalten mit der Lieferung von Verbandskästen gleichzeitig auch die Rechnung mit folgendem Vermerk: „Die Lieferung steht gemäß unserer AGB bis zur vollständigen Bezahlung unter Eigentumsvorbehalt.“

Welche rechtliche Bedeutung hat die Formulierung zum Eigentumsvorbehalt?

a)

Mit der Lieferung und Übergabe der Verbandskästen erwirbt das Autohaus Eigentum daran.

b)

Durch die Lieferung des Zubehörs hat sich der Lieferant verpflichtet, das Eigentum ohne

Bedingung auf das Autohaus zu übertragen.

c)

Der Eigentumsvorbehalt dient nur zur Absicherung der Zahlung für den Lieferanten und hat keine Bedeutung für die Übertragung der Eigentumsrechte auf das Autohaus.

d)

Durch den Abschluss des Kaufvertrags mit zwei übereinstimmenden Willenserklärungen geht das Eigentum auf das Autohaus über.

e)

Mit der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises erlangt das Autohaus das Eigentum am gelieferten Zubehör.

17.

Welche Angaben muss eine Rechnung an einen Kunden über ein Navigationsgerät nach dem Umsatzsteuergesetz nicht enthalten?

a)

Steuernummer des leistenden Unternehmens

b)

Fortlaufende Rechnungsnummer

c)

Bankverbindung

d)

Aktueller Umsatzsteuersatz

e)

Name und Anschrift des Kunden

18.

Sie haben verschiedene Anbieter gefunden, an die Sie nun jeweils eine Anfrage versenden.

Welche rechtliche Bedeutung hat diese Anfrage?

a)

Eine Anfrage ist für den Anfragenden rechtlich unverbindlich.

b)

Eine Anfrage ist rechtlich genauso verbindlich wie ein Angebot für den Anbieter.

c)

Mit der Abgabe der Anfrage ist der Anfragende eine Woche an den Inhalt dieser Anfrage gebunden.

d)

Der Anfragende erwartet  vom Lieferer als Antwort auf eine bestimmte Anfrage lediglich die Zusendung der AGBs.

e)

Mit der Anfrage verpflichtet sich der Anfragende zum Kauf.

19.

Als Reaktion auf ihre Anfrage erhalten Sie von einem Anbieter eine Rückmeldung in Form eines konkreten Angebots als eine Telefonnotiz (12.11.20..), die eine Kollegin von Ihnen aufgenommen und Ihnen auf den Schreibtisch gelegt hat. Sofort im Anschluss rufen Sie den Anbieter zurück und die auf der Telefonnotiz angeführte Ansprechpartnerin wiederholt Ihnen gegenüber das zuvor gemachte Angebot.

Wie lange ist der Anbieter nach der gesetzlichen Regelung an dieses Angebot gebunden?

a)

Das Angebot kann vom Autohaus bis zum 22.11.20.. angenommen werden.

b)

Drei Tage, aber nur mit schriftlicher Bestätigung des Angebots durch den Anbieter.

c)

Der Anbieter ist nicht an dieses Angebot gebunden, da ein Angebot grundsätzlich schriftlich abzugeben ist.

d)

Wenn das Autohaus am nächsten Tag einen Auftrag per Fax sendet, ist der Anbieter noch an sein Angebot gebunden.

e)

Die Bindung des Anbieters gilt nur, solange das Telefongespräch mit Ihrem Autohaus andauert.

20.

Welche Bedeutung haben die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), de gut sichtbar im Verkaufsraum des Autohauses hängen?

a)

Die AGB geben Auskunft über die Teile- und Zubehörpreise inkl. Möglicher Rabatte.

b)

Die AGB sind vorformulierte Vertragsbedingungen Ihres Autohauses.

c)

Die AGB sind gesetzliche Regelungen, die Ihrem Autohaus vorgeschrieben sind.

d)

Die AGB sind Regeln, die für alle Autohäuser in Deutschland mit Teile- und Zubehörshop

vorgeschrieben sind.

e)

Die AGB sind Regeln, die auch dann wirksam sind, wenn ein Kunde sich nicht damit einverstanden erklärt.

21.

Eine Kundin möchte Ihre Scheibenwischer direkt bezahlen, damit sie diese später nur noch an der Teiledienst-Theke abholen muss. Sie zahlt mit ihrer Girocard.

Wann wird die Kundin nach den Bestimmungen des BGB Eigentümern der Scheibenwischer?

a)

Nachdem die Kundin im Verkaufsgespräch die Bereitschaft erklärt hat die Scheibenwischer kaufen zu wollen.

b)

Nachdem die Kundin die verbindliche Bestellung für die Scheibenwischer unterschrieben hat.

c)

Nachdem das Geld vom Konto der Kundin auf das Konto des Autohauses transferiert wurde.

d)

Nachdem die Kundin den Kaufpreis der Scheibenwischer mit ihrer Girocard im Autohaus bezahlt hat.

e)

Nachdem die Kundin die Scheibenwischer an der Teiledienst-Theke abgeholt hat.

22.

Sie bestellen für Ihr Unternehmen Kopierpapier bei der Paper AG.

Geben Sie an, welche Aussage zur Rechtsfähigkeit der Paper AG zutreffend ist.

a)

Die Paper AG ist nicht rechtsfähig, weil sie kein Rechtsobjekt ist.

b)

Die Paper AG ist rechtsfähig, weil sie eine natürliche Person ist.

c)

Die Paper AG ist rechtsfähig, weil sie eine juristische Person des privaten Rechts ist.

d)

Die Paper AG ist nicht rechtsfähig, weil sie eine juristische Person des öffentlichen Rechts ist.

e)

Die Paper AG ist rechtsfähig, weil sie eine Personengesellschaft ist.

23.

Ihr Autohaus MoKra GmbH möchte zum Bau eines neuen Lagers ein Grundstück von Klaus Ludwig (Privatperson 60 Jahre) erwerben. Prüfen Sie, welche Feststellung zur Rechts- und Geschäftsfähigkeit des Autohauses bzw. von Klaus Ludwig zutreffend ist.

a)

Klaus Ludwig ist als natürliche Person geschäftsfähig, aber nicht rechtsfähig.

b)

Klaus Ludwig ist als juristische Person rechts- und geschäftsfähig.

c)

Das Autohaus ist geschäftsfähig, aber nicht rechtsfähig.

d)

Das Autohaus ist als juristische Person rechtsfähig.

e)

Klaus Ludwig ist als natürliche Person rechtsfähig, aber nicht geschäftsfähig.

24.

Die Stadt Dortmund bestellt bei dem Autohaus MoKra GmbH drei Dienstwagen. Stellen Sie fest, ob bzw. inwiefern die Stadt Dortmund rechtswirksam handeln kann.

a)

Die Stadt Dortmund kann als natürliche Person – vertreten durch den Bürgermeister- die Dienstwagen erwerben.

b)

Die Stadt Dortmund ist keine juristische Person und kann die Dienstwagen nicht in eigenem Namen erwerben. Dies kann nur der Bürgermeister.

c)

Die Stadt Dortmund kann als juristische Person des öffentlichen Rechts die Dienstwagen in eigenem Namen erwerben.

d)

Die Stadt Dortmund kann als juristische Person des privaten Rechts die Dienstwagen in eigenem Namen erwerben.

e)

Die Stadt Dortmund ist als juristische Person nicht rechtsfähig und kann daher keine Dienstwagen in eigenem Namen erwerben.

25.

Ihr Autohaus möchte zum Bau eines neuen Lagers ein Grundstück von einer Privatperson erwerben. Prüfen Sie hierfür, welche Aussage zur Formvorschrift für die Wirksamkeit des Kaufvertrags über das Grundstücks korrekt ist.

a)

Der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden.

b)

Für den Kaufvertrag gelten keine besonderen Formvorschriften.

c)

Der Kaufvertrag ist lediglich schriftlich zu schließen, weitere Formvorschriften existieren nicht.

d)

Aufgrund der Vertragsfreiheit ist ein mündlich geschlossener Vertrag ausreichend.

e)

Der Kaufvertrag unterliegt einer öffentlichen Beglaubigung.

26.

Ihr Autohaus bestellt bei der PC Online GmbH diverse Monitore für die Abteilung Verkauf per E-Mail. Die PC Online GmbH bestätigt die Bestellung noch am gleichen Tag vollständig mit einer Auftragsbestätigung.

Stellen Sie fest, welche Art von Rechtsgeschäft Ihr Autohaus mit der PC Online GmbH getätigt hat.

a)

Ein zweiseitig verpflichtendes Rechtsgeschäft

b)

Ein einseitiges, empfangsbedürftiges Rechtsgeschäft

c)

Ein einseitiges, nicht empfangsbedürftiges Rechtsgeschäft

d)

Ein zweiseitiges, einseitig verpflichtendes Rechtsgeschäft

e)

Ein zweiseitiges, nicht verpflichtendes Rechtsgeschäft

27.

Die Süddeutsche Hausgeräte GmbH erhielt am 04.04.20.. eine Anfrage der Backfix OHG über 40 Küchenmaschinen. Am 09.04.20.. ging das in allen Teilen freibleibende Angebot der Süddeutschen Hausgeräte GmbH bei der Backfix OHG ein. Aufgrund des Angebots bestellte die Backfix OHG am Abend des 11.04.20.. eine Küchenmaschine per Fax. Ebenfalls per Fax übermittelte die Süddeutsche Hausgeräte GmbH am Morgen des 12.04.20.. der Backfix OHG die Auftragsbestätigung. Die Lieferung der Küchenmaschinen erfolgte am 16.04.20.., der Rechnungsbetrag wurde am 23.04.20.. überwiesen.

 

Ermitteln Sie das Datum (TT.MM.), an dem ein rechtswirksamer Kaufvertrag zwischen den beiden Vertragsparteien zustande gekommen ist.

(a)  

28.

Als Mitarbeiter/in im Einkauf erhalten Sie von einem neuen Anbieter ein telefonisches Angebot über 100.000 Dichtungen zu einem Gesamtpreis von 89.000 € netto. Über die Bindung des Angebots wird hierbei nicht gesprochen. Geben Sie an, welche Aussage hierzu richtig ist.

a)

Der Anbieter ist 24 Stunden an sein Angebot gebunden.

b)

Das Angebot ist grundsätzlich nur bis zum Ende des Telefongesprächs bindend.

c)

Das Angebot ist 2 Wochen bindend.

d)

Ein Angebot kann nur dann bindend sein, wenn es schriftlich erfolgt.

e)

Nach 6 Wochen erlischt die Bindung an das Angebot.

29.

Die Marketing-Abteilung Ihres Autohauses soll neue Schreibtische bekommen. Ihnen liegt aktuell eine Werbeanzeige eines Herstellers von Schreibtischen aus der Tageszeitung vom 09.05.20.. vor. Prüfen Sie, welche rechtliche Wirkung die Werbeanzeige des Herstellers hat.

a)

Die Anzeige gilt rechtlich nur für die Zeitungsabonnenten.

b)

Die Anzeige ist im rechtlichen Sinne kein Angebot, sondern nur die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

c)

Die Anzeige verpflichtet den Anbieter, sofort nach Eingang der Bestellung zu liefern.

d)

Die Anzeige bindet den Anbieter ab Erscheinungsdatum der Anzeige für 30 Tage.

e)

Die Anzeige ist ein Antrag, einen Kaufvertrag abzuschließen.

30.

Geben Sie an, in welchen zwei Fällen ein Kaufvertrag zustande gekommen ist.

a)

Verkäufer macht freibleibendes Angebot; Kunde bestellt rechtzeitig und ohne Abänderung.

b)

Verkäufer macht befristetes Angebot mit neuen Preisen; Kunde bestellt rechtzeitig zum bisherigen Preis.

c)

Kunde bestellt wie gehabt, Verkäufer sendet Auftragsbestätigung.

d)

Kunde bestellt ohne Angebot, Verkäufer lehnt ab und macht Gegenangebot.

e)

Verkäufer liefert sofort ohne Auftragsbestätigung die vom Käufer bestellte Ware.

31.

Ihr Autohaus hat von der benachbarten Klimatex GmbH eine leerstehende Lagerhalle vorübergehend angemietet. Stellen Sie die aktuellen Eigentums- und Besitzverhältnisse bezogen auf die Lagerhalle fest.

a)

Die Klimatex GmbH ist Besitzerin der Lagerhalle, da sie die tatsächliche Verfügungsgewalt hat. Das Autohaus ist Eigentümerin der Lagerhalle, da bei ihr die rechtliche Verfügungsgewalt verbleibt.

b)

Das Autohaus ist Besitzer der Lagerhalle. Es wird Eigentümerin, sobald der Mietvertrag in das Grundbuch eingetragen.

c)

Das Autohaus ist Besitzer der Lagerhalle, da es die tatsächliche Verfügungsgewalt hat. Die Klimatex GmbH bleibt Eigentümerin der Lagerhalle, da bei ihr die rechtliche Verfügungsgewalt verbleibt.

d)

Das Autohaus ist Besitzer der Lagerhalle, da es die unmittelbare Verfügungsgewalt hat. Die Klimatex GmbH bleibt Eigentümerin der Lagerhalle, da bei ihr die tatsächliche Verfügungsgewalt verbleibt.

e)

Das Autohaus ist sowohl Besitzer als auch Eigentümer der Lagerhalle, da es durch den Mietvertrag die absolute Verfügungsgewalt hat.

32.

Ihre Mitarbeiterin Frau Schuster macht einen Schreibfehler. Sie bestellt anstatt 10.000 Blatt 100.000 Blatt Kopierpapier. Das Papier wird 2 Wochen nach Auftragseingang geliefert. Prüfen Sie, in welchem Fall die Rechtslage richtig dargestellt worden ist.

a)

Der Kaufvertrag ist wirksam. Eine Anfechtung ist nicht möglich. Ihr Unternehmen muss die 100.000 Blatt Kopierpapier abnehmen.

b)

Der Kaufvertrag ist wirksam. Eine Anfechtung ist jedoch möglich.

c)

Der Kaufvertrag ist unwirksam, weil sich die Mitarbeiterin verschrieben hat.

d)

Der Kaufvertrag ist von Beginn an nichtig, weil ein Irrtum vorliegt.

e)

Der Kaufvertrag ist wirksam, weil ein Übertragungsfehler vorliegt.

33.

Geben Sie an, welches Rechtsgeschäft weder anfechtbar noch nichtig ist.

a)

Bei einem Versandhaus wird eine vergoldete Uhr bestellt. Versehentlich wird zum gleichen Preis eine goldene Uhr geliefert und vom Besteller angenommen.

b)

Ein Gebrauchtwagenhändler verkauft wissentliche einen als unfallfrei bezeichneten Wagen.

c)

Ein Bankkunde kauft 20 X-Aktien in der Erwartung steigender Kurse. Der Kurs fällt jedoch.

d)

Ein Hauseigentümer verkauft sein Haus. Der Kaufvertrag wird vom Makler beurkundet.

e)

Ein kaufmännischer Angestellter erhält eine wertvolle Briefmarkensammlung geschenkt. Zur Umgehung der Schenkungssteuer wird ein Kaufvertrag abgeschlossen.

34.

Die Bürodesign GmbH hat 100 Pakete Schrauben bei einem Lieferanten bestellt. Die Warenprüfung hat ergeben, dass in einem Paket keine Schrauben, sondern Muttern enthalten sind. Prüfen Sie, welche Pflicht die Bürodesign GmbH jetzt hat.

a)

Sie muss die Falschlieferung spätestens in 10 Tagen beim Lieferanten reklamieren.

b)

Sie muss die Muttern spätestens 3 Tage nach der Lieferung zurücksenden.

c)

Sie muss die Muttern unverzüglich zurücksenden und die Kosten zahlt der Lieferant.

d)

Sie muss die Muttern unverzüglich zurücksenden und die Kosten trägt die Bürodesign GmbH.

e)

Sie muss den Mangel unverzüglich beim Lieferanten reklamieren und die Muttern sachgemäß aufbewahren.

35.

Die Bürodesign GmbH verkauft an ein Unternehmen. Im Kaufvertrag, der am 03.11.202.. von beiden Vertragspartnern unterschrieben wurde, steht die Klausel „Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bürodesign GmbH“.

Prüfen Sie, in welcher Erklärung die Bedeutung der Vertragsklausel richtig dargestellt ist.

a)

Es handelt sich um allgemeine Vertragsbedingungen, für die ohne Einschränkung der Grundsatz der Vertragsfreiheit gilt.

b)

Es handelt sich um gesetzliche Vertragsbedingungen, die im Handelsgesetzbuch geregelt sind.

c)

Es handelt sich um vorformulierte Vertragsbedingungen der Bürodesign GmbH, die Vertragsbestandteil werden, sofern keine zwingenden gesetzlichen Regelungen entgegenstehen.

d)

Es handelt sich um vorformulierte Vertragsbestandteile, die Vorrang vor allen Regelungen des BGB haben.

e)

Es handelt sich um besondere Einkaufsbedingungen, die nur für schriftlich abgeschlossene Kaufverträge gelten.