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Fragen zur öffentlichen Sicherheit

Total questions: 78

Worksheet time: 2hrs 51mins

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Date
1.

Sicherheitsmitarbeiter dürfen…

a)

ohne Einwilligung des Betroffenen dessen Handtasche nach Drogen oder Diebesgut durchsuchen

b)

einen zur Fahndung ausgeschriebenen, flüchtigen Straftäter festnehmen

c)

einen auf frischer Tat betroffenen Dieb, dessen Identität nicht sofort feststellbar ist, vorläufig festnehmen

2.

Im Grundgesetz sind die sogenannten Verfassungsprinzipien verankert. Eines davon ist das „Demokratieprinzip". Das bedeutet:

a)

In Deutschland herrscht direkte Demokratie, alle Entscheidungen werden durch direkte Befragung der Bürger geregelt

b)

Das Volk wählt in geheimen Wahlen seine Volksvertreter, die dann z.B. im Bundestag die Gesetze bestimmen

c)

Es gibt kein Staatsoberhaupt auf Lebenszeit oder auf Grund Geburt

d)

Es gibt eine Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern

3.

Die Grundrechte des Grundgesetzes …

a)

dienen dem Staat zur Durchsetzung seiner hoheitlichen Rechte

b)

dienen dem Bürger zum Schutz vor Übergriffen des Staates

c)

dienen dem Staat zum Schutz vor rechtswidrigen Handlungen seiner Bürger

4.

Was ist der Zweck der vorläufigen Festnahme gemäß § 127 StPO?

a)

Die Sicherung einklagbarer Rechtsansprüche

b)

Die Sicherstellung der Strafverfolgung

c)

Die Verhinderung oder Beendigung von Straftaten

d)

Die Unterbindung von Störungen und die Abwehr von Gefahren

5.

Die Strafprozessordnung befasst sich mit …

a)

der Beschreibung einzelner Verbrechen und Vergehen und den dafür vorgesehenen Strafandrohungen

b)

den Maßnahmen und Voraussetzungen für die Ermittlung von Straftaten

c)

der Durchführung des Strafverfahrens von der Anzeige bis zur Strafvollstreckung

6.

Auf welche gesetzlichen Zuständigkeiten haben Sicherheitsmitarbeiter zu achten?

a)

Es brauchen keine gesetzlichen Zuständigkeiten beachtet werden, da Sicherheitsmitarbeiter Ordnung und Sicherheit auch zum Gemeinwohl der Öffentlichkeit durchsetzen

b)

Es sind die gesetzlichen Zuständigkeiten der Polizei und anderer Sicherheits-, Ordnungs- oder Gefahrenabwehrbehörden zu beachten.

c)

Gesetzliche Zuständigkeiten können im Bedarfsfall in besonders gefährdeten Regionen zwischen Behörden und Sicherheitsmitarbeitern abgestimmt werden.

7.

Der Staat hat eine Schutzpflicht gegenüber den Bürgern, daher gilt das Gewaltmonopol des Staates. Das bedeutet

a)

Das Recht zur Gewaltanwendung hat grundsätzlich nur der Staat.

b)

Der Staat kann seine Befugnisse an private Sicherheitsdienstleister voll übertragen.

c)

In Notfällen dürfen Bürger Selbstjustiz üben

8.

Was kennzeichnet das öffentliche Recht?

a)

Das Prinzip der Über- und Unterordnung zwischen Staat und Bürger

b)

Das Prinzip der Gleichordnung zwischen Bürger und Bürger

c)

Das Prinzip der Gleichordnung zwischen Staat und Bürger

d)

Das Prinzip der Über- und Unterordnung zwischen Bürger und Bürger

9.

Was beinhaltet das Grundgesetz?

a)

Die wichtigsten zivilrechtlichen Bestimmungen

b)

Die materiellen und formellen strafrechtlichen Vorschriften

c)

Die gewerberechtlichen Rechte und Pflichten im Bewachungsgewerbe

d)

Die rechtliche und politische Grundordnung der BRD

10.

In welche drei „Gewalten" teilt sich unser Staat laut Grundgesetz auf?

a)

Staat, Volk, Medien

b)

Exekutive, Legislative, Judikative

c)

Judikative, Legislative, Rechtsprechung

d)

Gericht, Staatsanwaltschaft, Polizei

11.

Was ermöglicht das „Opportunitätsprinzip" der Staatsanwaltschaft?

a)

Besondere Einstellung des Strafverfahrens durch die Staatsanwaltschaft bei Tötungsdelikten

b)

Eröffnung des Hauptverfahrens ohne Teilnahme der Staatsanwaltschaft auf dem Privatklageweg

c)

Einstellung des Strafverfahrens bei geringer Schuld nach Ermessensgebrauch durch die Staatsanwaltschaft

d)

Verbindliche Vorladung von Zeugen durch die Staatsanwaltschaft im Gerichtsverfahren

12.

Vervollständigen Sie den folgenden Satz: Die Grundrechte (Artikel 1 bis 19 GG) sind in erster Linie Abwehrrechte …

a)

… des Bürgers gegenüber staatlicher Machtentfaltung

b)

… des öffentlichen Rechts gegenüber den Bürgern

c)

… des Privatrechts gegenüber unerlaubten Handlungen

d)

… des Staates gegen Verletzung von Rechtsgütern durch Straftaten

13.

Welche der folgenden Schutzgüter gelten als sogenannte so genannte „Universalrechtsgüter" (Rechtsgut der Allgemeinheit)

a)

Ehre

b)

Leib und Leben

c)

Eigentum und Besitz

d)

Öffentliche Sicherheit

e)

Hausrecht

14.

Welche generellen Unterschiede gibt es zwischen dem Tätigwerden der Polizei und gewerblicher Sicherheitsdienste?

a)

Sicherheitsdienste haben keine besonderen Eingriffsbefugnisse und dürfen ohne Einverständnis der Betroffenen z.B. keine Durchsuchung oder Beschlagnahme durchführen

b)

Sicherheitsdienste dürfen Zwangsmittel nur im Rahmen der Verfolgung von schweren Straftaten und bei Gefahr im Verzug einsetzen

c)

Sicherheitsdienste verfügen in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr über hoheitliche Befugnisse, wenn die Bediensteten die IHK-Sachkundeprüfung gemäß § 34a GewO mit Erfolg bestanden haben

d)

Sicherheitsdienste dürfen ausschließlich auf privatem Gelände, die Polizei hingegen nur im öffentlichen Verkehrsraum tätig werden

15.

Welche Aussage zur inneren Sicherheit ist richtig?

a)

Die Gewährleistung der inneren Sicherheit, insbesondere die Abwehr von Gefahren, ist in erster Linie eine staatliche Angelegenheit

b)

Die Gewährleistung der inneren Sicherheit und Ordnung ist eine der wichtigsten Aufgaben von privaten Sicherheitsdiensten

c)

Für die Abwehr von Gefahren ist jeder Bürger stets selber verantwortlich und hat die erforderlichen Gegenmaßnahmen zu treffen

d)

Der einzelne Bürger braucht für die Durchsetzung seiner Rechte die staatliche Hilfe nicht in Anspruch nehmen

16.

In Deutschland unterliegt die Polizei einem Strafverfolgungszwang. Wie bezeichnet man diesen Grundsatz?

a)

Opportunitätsprinzip

b)

Verbotsprinzip

c)

Legalitätsprinzip

d)

Ordnungsprinzip

e)

Polizeistaatsprinzip

17.

Welche der folgenden Maßnahmen dürfen von privaten Sicherheitskräften auch gegen den Willen der Betroffenen vorgenommen werden?

a)

Festnahme

b)

Beschlagnahme

c)

Vernehmung

d)

Durchsuchung

e)

Präventivgewahrsam

18.

Welche Aussage zum Föderalismus in Deutschland ist richtig?

a)

Der Föderalismus beschränkt die politische Macht durch Gewaltenteilung

b)

der Föderalismus beinhaltet die ungleichmäßige Macht Verteilung im Staat

c)

der Föderalismus bezeichnet die Zentralisierung der macht in einem Einheitsstaat

d)

der Föderalismus ist ein Oberbegriff für die horizontale Gewaltenteilung

19.

Welche hoheitlichen Aufgaben können von Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsunternehmens erfüllt werden? Es können…

a)

… diejenigen hoheitlichen Aufgaben erfüllt werden, welche für den Eigen Schutz notwendig sind, um individual Rechtsgüter zu schützen

b)

… nur hoheitliche Aufgaben Im Rahmen der „ vorläufigen Festnahme" gemäß § 127 (1) StPO erfüllt werden

c)

… Hoheitliche Aufgaben erfüllt werden, die vom Auftraggeber verlangt und vertraglich vereinbart werden

d)

… grundsätzlich dürfen keine hoheitlichen Aufgaben von Mitarbeitern einer privaten Sicherheitsfirma erfüllt werden

20.

Welche wichtige Rechtsgrundlage leitet sich durch Artikel 13 und 14 Grundgesetz ab?

a)

Recht auf Eigentum

b)

Schadensersatzpflicht

c)

vorläufige Festnahme

d)

die Würde des Menschen

e)

Notwehr und Nothilfe

21.

Zu welcher „Staatsgewalt" gehört die Polizei?

a)

gesetzgebende Gewalt

b)

vollziehende Gewalt

c)

rechtssprechende Gewalt

d)

Höhere Gewalt

22.

Welche der folgenden Pflichten kann eindeutig dem öffentlichem Recht zugeordnet werden?

a)

Ein Gewerbe anmelden

b)

Vertragspflichten einhalten

c)

Die Garantenpflicht übernehmen

d)

Einen Schaden ersetzen

e)

Schmerzensgeld zahlen

23.

Welche der beschriebenen Handlungen darf ein Kaufhausdetektiv durchführen?

a)

Durchsuchung der mitgeführten Tasche eines Tatverdächtigen, falls sich darin die gestohlene Ware befindet,

b)

Festnahme eines auf frischer Tat betroffenen Straftäters, dessen Identität unbekannt ist, bis zum Eintreffen der gerufenen Polizei

c)

Fesseln eines Ladendiebes mit Handfesseln, falls dies im Rahmen der Kriminal- und Gewaltprävention notwendig erst

d)

vorläufige Festnahme eines bekannten Straftäters, nach wiederholter Begehung von Straftaten, um ein Hausverbot zu erteilen

24.

Wodurch können hoheitliche Teilaufgaben auf private Sicherheitsmitarbeiter übertragen werden?

a)

durch die Ausübung des Hausrechts

b)

durch eine staatliche Beleihung

c)

durch eine Dienstanweisung

d)

durch die Jedermannsrechte

25.

Was ist nicht die Aufgabe der Polizei?

a)

Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung?

b)

Pflicht zur Aufklärung und Verfolgung von Straftaten

c)

Amts- und Vollzugshilfe für andere Behörden

d)

Erteilung und Durchsetzung von Hausverboten

26.

Wer ist nach dem Wortlaut von Artikel 1 des Grundgesetzes, verpflichtet die Würde des Menschen zu achten und zu schützen?

a)

Alle Menschen

b)

Alle Deutschen

c)

Alle staatliche Gewalt

d)

Die Sicherheitsbehörden

e)

Die Bundesregierung

27.

Welche Grundrechte sind Menschenrechte?

a)

Freiheit der Berufswahl

b)

Versammlungsfreiheit

c)

Gleichheitsgrundsatz

d)

Religionsfreiheit

28.

Welches der folgenden Rechte aus dem Grundgesetz (Grundrechte) ist ein Jedermannsrecht?

a)

Vorläufige Festnahme nach § 127 StPO

b)

Rechtfertigender Notstand nach § 34 StGB

c)

Allgemeine Handlungsfreiheit nach Artikel 2 Grundgesetz

d)

Meinungs- und Informationsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz

e)

Versammlungsfreiheit nach Artikel 8 Grundgesetz

29.

Welchen Zweck erfüllt der Föderalismus in Deutschland?

a)

Beschränkung politischer Macht durch die Gewaltenteilung

b)

Erleichterung politischer Entscheidungen auf Bundesebene

c)

Probleme der einzelnen Länder sollen durch den Bund gelöst werden

d)

Stärkung der Demokratie durch gleichmäßige Machtverteilung

30.

Welche Aussage zum Föderalismus in Deutschland ist richtig?

a)

In Deutschland gibt es 16 Bundesländer mit einer eigenen Landesregierung und eigenen Landesparlamenten

b)

beim Föderalismus liegt die alleinige Entscheidungsgewalt über wichtige Gesetzgebungen bei der Bundesregierung

c)

Föderalismus ist ein staatliches Organisationsprinzip, bei denen die staatlichen Aufgaben zwischen Bund und Ländern aufgeteilt sind,

d)

Föderalismus ist eine Regierungsform, bei der die regierende Partei mit unbeschränkter Macht ausgestattet ist,

31.

Was bedeutet „Gewaltmonopol des Staates"?

a)

Legitimierte Gewaltausübung durch staatliche Organe (Gericht, Polizei etc.) zur Durchsetzung von Rechten und Ansprüchen

b)

jeder Bürger hat durch das Gewaltmonopol das Recht seine berechtigten Ansprüche grundsätzlich auch mit Gewalt durchzusetzen

c)

willkürliche Machtausübung einzelner Bürger und Selbstjustiz soll mit dem Gewaltmonopol des Staates

d)

für gewerbliche Sicherheitskräfte hat das Gewaltmonopol eine geringe Bedeutung, da ihre Eingriffsbefugnisse durch die Jedermannsrechte eindeutig geregelt sind

32.

Ein privater Sicherheitsmitarbeiter wird im Rahmen seiner Dienstausübung von einem Straftäter angegriffen. Dabei wird der Sicherheitsmitarbeiter verletzt und seine Dienstkleidung beschädigt. Welche der folgenden Maßnahmen des Sicherheitsmitarbeiters beziehungsweise des Sicherheitsunternehmens sind dem privaten Recht zuzuordnen?

a)

Festnahme gemäß §127 Abs. 1 StPO

b)

Strafanzeige wegen Sachbeschädigung

c)

Klage wegen Schadensersatz

d)

Strafantrag wegen Körperverletzung

e)

Handlung nach Selbsthilferecht

33.

Welche Aufgabe hat die Staatsanwaltschaft?

a)

Der Staatsanwaltschaft obliegen die Ermittlungen in zivilrechtlichen Angelegenheiten, insbesondere bei unerlaubten Handlungen

b)

der Staatsanwaltschaft obliegen die Leitung des Ermittlungsverfahren sowie die Erhebung der Anklage beim Strafgericht

c)

die Staatsanwaltschaft ist Teil der Rechtspflege und als Behörde für die Strafverfolgung zuständig

d)

die Staatsanwaltschaft ist als oberste Polizeibehörde zuständig für die Verfolgung und Verurteilung von Straftaten und Schadens Ersatzansprüchen

34.

Welche Aussage zu den sogenannten Grundrechten ist richtig?

a)

Die Grundrechte gelten unmittelbar und direkt für das Sicherheitspersonal

b)

Die Grundrechte sind abwehrrechte des Bürgers gegen staatliche Machtentfaltung

c)

Die Grundrechte (Artikel 1 - 19) sind grundsätzlich veränderlich und widerrufbar

d)

Die Grundrechte lassen sich einteilen in Menschenrechte und Bürgerrechte

35.

Welche der folgenden Rechte sind Grundrechte?

a)

Unverletzlichkeit der Wohnung

b)

Recht auf Strafverfolgung

c)

Gleichheit vor dem Gesetz

d)

Bürgerliches Recht

36.

In Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar". Welche der folgenden Handlungen sind keine Verletzung der Würde des Menschen?

a)

Seelische und körperliche Misshandlung

b)

Besteuerung des Existenzminimums

c)

Sicherungsverwahrung eines Straftäters

d)

Rassismus und Diskriminierung

e)

Recht auf freie Berufswahl

37.

Welche der folgenden Rechte werden auch als Ausnahmerechte bezeichnet?

a)

Notwehr, Nothilfe

b)

Recht auf Vergeltung

c)

Recht auf aktive Sterbehilfe

d)

Vorläufige Festnahme durch Jedermann

38.

Welche der folgenden Rechtsgüter werden durch Vorschriften des StGB geschützt?

a)

Ehre

b)

Eigentum

c)

Schikaneverbot

d)

Gedankenfreiheit

e)

Gesundheitsproblem

39.

Was bedeutet „staatliches Gewaltmonopol"?

a)

Gewalt ist als äußerstes Mittel grundsätzlich den staatlichen Organen vorbehalten

b)

Die Rechtsordnung verpflichtet jeden Bürger Gefährdungen der Allgemeinheit auch mit Gewalt abwehren zu können

c)

Gewaltanwendung durch einzelne ist nur ausnahmsweise zulässig und auf Notsituationen beschränkt

d)

Das staatliche Sicherheitsmonopol entspringt der rechtsstaatlichen Verpflichtung die Sicherheit aller Bürger zu garantieren

40.

Welche Rechtsbereiche werden dem Privaten Recht zugeordnet?

a)

Sozialrecht

b)

Arbeitsrecht

c)

Gewerberecht

d)

Handelsrecht

41.

Welche grundsätzlichen Aufgaben hat die Polizei in Deutschland?

a)

Leitung des Ermittlungsverfahrens (Anklagebehörde)

b)

Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten

c)

Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung

d)

Durchsetzung privater Rechte (z.B. Hausrecht)

42.

Wozu ist die Staatsanwaltschaft nach dem „Legalitätsprinzip" verpflichtet?

a)

Die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet, legale Handlungen zu überwachen

b)

Bei Kenntnis von dem Verdacht einer Straftat ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten

c)

Bei hinreichendem Tatverdacht ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet, Anklage vor dem zuständigen Gericht zu erheben

d)

Bei Vorliegen einer Strafanzeige ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet, den Beschuldigten festzunehmen

43.

Wann wird der Staat privatrechtlich tätig?

a)

Wenn er mit einem Bewachungsunternehmen einen Dienstvertrag über die Dienstleistung Bewachung abschließt.

b)

Gar nicht. Der Staat tritt gegenüber Privaten immer im Verhältnis der Überordnung auf.

c)

z.B. bei einem Kauf, weil er gegenüber dem Verkäufer als Gleichgeordneter auftritt.

44.

Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass in der freiheitlichen Demokratie die Würde des Menschen der oberste Wert und somit unantastbar ist. Das heißt…

a)

Alle staatliche Gewalt (die öffentliche Hand) muss dem Menschen eine möglichst weitgehende Entfaltung seiner Persönlichkeit sichern.

b)

Die Würde des Menschen ist zwar grundsätzlich unantastbar, kann aber dennoch zur Durchsetzung politischer Interessen eingeschränkt werden

c)

Die Würde des Menschen wird nicht vom Staat verliehen, sondern wird als vorgegebenes, angeborenes Recht des Menschen verstanden.

45.

Welche Rechtsvorschriften sind als Gesetze eingestuft?

a)

die Strafprozessordnung

b)

die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23

c)

die Gewerbeordnung

d)

die Bewachungsverordnung

46.

Die Bundesrepublik Deutschland ist gemäß Grundgesetz ein Bundesstaat. Was bedeutet dies im Sinne des Föderalismus?

a)

Im Bundesstaat sind die staatlichen Aufgaben zwischen Bund und Ländern aufgeteilt. Die Länder haben z.B. im Polizei und Sicherheitsrecht eigene Gesetzgebungskompetenzen

b)

Der Bundesstaat wird zentral von der Hauptstadt Berlin aus regiert. Alle politischen Entscheidungen gelten einheitlich für die Bundesrepublik Deutschland

c)

Nur der Bund als Zentralstaat darf Gesetze beschließen und verabschieden. Die Bundesländer müssen diese Gesetze ausführen

d)

Die Bundesländer wirken über den Bundesrat bei der Gesetzgebung mit

47.

Welche grundsätzlichen Aussagen zum Bundes- und Landesrecht in der Bundesrepublik Deutschland sind richtig?

a)

Das Bundesrecht bricht Landesrecht

b)

Das Landesrecht umfasst z.B. das Polizeirecht

c)

Das Bundesrecht und das Landesrecht sind gleichgestellt

d)

Das Bundesrecht betrifft nur das Straf- und Gewerberecht

48.

Welche Grundrechte des Grundgesetzes sind Bürgerrechte?

a)

Schutz der Menschenwürde

b)

freie Berufswahl

c)

Gleichheit vor dem Gesetz

d)

Versammlungsfreiheit

49.

Welche Aussagen zu den Befugnissen von Sicherheitsmitarbeitern sind richtig?

a)

Sie dürfen bei der Durchführung von Bewachungsaufgaben gegenüber Dritten Notwehr- und Notstandsrechte und vom Auftraggeber vertraglich übertragene Selbsthilferechte ausüben

b)

Sie besitzen nach bestandener Sachkundeprüfung gemäß § 34a Gewerbeordnung die Befugnisse von Hilfspolizeibeamten

c)

Sie dürfen im öffentlichen Verkehrsraum als Citystreife hoheitliche Rechte und Befugnisse ausüben

d)

Sie müssen die Grundsätze der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit bei der Inanspruchnahme von Rechtfertigungsgründen beachten

50.

Das öffentliche Recht regelt …

a)

die Voraussetzungen für die Strafbarkeit menschlichen Fehlverhaltens

b)

die Rechtsbeziehungen der Bürger zum Staat und zu seinen Einrichtungen

c)

die Rechtsbeziehungen von natürlichen und juristischen Personen untereinander

d)

die Schadensersatzpflicht nach unerlaubten Handlungen

51.

Die Durchsuchung von Geschäftsräumen durch die Polizei …

a)

ist ihrem Wesen nach, ein Eingriff in die Grundrechte „Allgemeines Persönlichkeitsrecht" und „Unverletzlichkeit der Wohnung"

b)

ist nur während der Geschäftszeiten und bei Vorlage einer schriftlichen Durchsuchungsanordnung zulässig

c)

ist zulässig, wenn diese Maßnahme durch einen Richter oder bei Gefahr im Verzuge durch ein anderes gesetzliches Organ angeordnet wird

52.

Was müssen Sicherheitsmitarbeiter beachten, wenn sie zur Durchsetzung ihrer Aufgaben mit Gewalt vorgehen wollen?

a)

Die Voraussetzungen und Grenzen der infrage kommenden Rechtfertigungsgründe

b)

Die Weisungen ihres Auftraggebers oder Vorgesetzten

c)

Die Grundsätze der Erforderlichkeit und der Verhältnismäßigkeit

d)

Die Erlaubnis der örtlich zuständigen Gewerbebehörde

53.

Die Grundrechte des Grundgesetzes

a)

binden alle staatliche Gewalt als unmittelbar geltendes Recht

b)

stellen eine objektive Werteordnung dar, die auf alle Bereiche des Rechts ausstrahlt

c)

gelten absolut und dürfen nicht eingeschränkt werden

54.

Welche Handlungen sind dem öffentlichen Recht zuzuordnen?

a)

Bewachungsunternehmer schließen Bewachungsverträge ab

b)

Polizeibeamte beschlagnahmen Beweismittel zum Zwecke der Strafverfolgung

c)

Die zuständige Gewerbebehörde untersagt einem Bewachungsgewerbetreibenden die Beschäftigung einer Wachperson wegen Unzuverlässigkeit

d)

Sicherheitsmitarbeiter A wehrt eine Besitzstörung ab

55.

Welche Aussagen zur Polizei und zum Sicherheitsgewerbe sind richtig?

a)

Das Sicherheitsgewerbe ist für die öffentliche und private Sicherheit und Ordnung zuständig

b)

Das Sicherheitsgewerbe arbeitet auf der Grundlage des Bewachungsgewerberechts

c)

Die Polizei ist Ländersache. Deshalb erfüllt sie nur solche Aufgaben, die die Bundesländer vorschreiben

d)

Die Polizei ist Ländersache. Sie erfüllt Aufgaben, die nach Bundes- und Landesrecht vorgeschrieben sind

56.

Welche Rechte haben Sicherheitsmitarbeiter?

a)

Sie dürfen andere Personen gegen deren Willen nach versteckten Waffen durchsuchen

b)

Sie dürfen im öffentlich-rechtlichen Verkehrsraum den Straßenverkehr regeln

c)

Sie dürfen im Auftrag des Hausrechtsinhabers Taschen- und Fahrzeugkontrollen bei Dritten mit deren Zustimmung durchführen

d)

Sie dürfen Angriffe auf die Rechtsgüter „Hausrecht" und „Eigentum" mittels Notwehr abwenden

57.

Welche Aussage/n zu den Gleichheitssätzen gemäß Art. 3 GG ist/sind richtig?

a)

Männer und Frauen sind gleichberechtigt

b)

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich

c)

Die Gleichheitssätze dürfen aus Altersgründen ei

58.

Welche Aussage/n zu den Rechtfertigungsgründen ist/sind richtig?

a)

Rechtfertigungsgründe erlauben ausnahmsweise ein grundsätzlich verbotenes Tun

b)

Rechtfertigungsgründe entschuldigen begangene Straftaten

c)

Rechtfertigungsgründe können Jedermannsrechte oder übertragbare Selbsthilferechte sein

59.

Welche Aussage/n zum Rechtsstaatsprinzip ist/sind richtig?

a)

Die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden

b)

Die Politik hat Vorrang vor dem Recht. Das staatliche Handeln wird durch die Parteien bestimmt

c)

Die vollziehende Gewalt darf keinen Zwang gegen Bürger anwenden

d)

Die vollziehende Gewalt darf keine Maßnahmen treffen, die gegen bestehende Gesetze verstoßen

60.

Welche Institutionen gehören zur Exekutive?

a)

Polizei

b)

Gerichte

c)

Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder

d)

Bundestag

61.

Sicherheitsmitarbeiter sind befugt, …

a)

Personen zu einem konkreten Sachverhalt zu befragen

b)

Personen zu einer begangenen Straftat zu vernehmen

c)

Personen, die eine Veranstaltung besuchen wollen, ohne deren Einwilligung präventiv zu durchsuchen

d)

Personen vorläufig festzunehmen, wenn sie auf frischer Tat betroffen worden sind und ihre Identität nicht sofort feststellbar ist

62.

Ein Menschenrecht/Menschenrechte im Sinne des Grundgesetzes ist/sind …

a)

die Unverletzlichkeit der Wohnung

b)

die freie Berufswahl

c)

das Wahlrecht

d)

die Gewährleistung des Eigentums

63.

In welche Grundrechte des Grundgesetzes darf nur aufgrund eines Gesetzes eingegriffen werden?

a)

Freiheit der Berufswahl

b)

Recht auf körperliche Unversehrtheit

c)

Gleichheit vor dem Gesetz

d)

Menschenwürde

64.

Das private Sicherheitsgewerbe unterscheidet sich von staatlichen Sicherheitsorganen. Welche Merkmale treffen auf private Sicherheitsdienstleister zu?

a)

Private Sicherheitsdienstleister und deren Mitarbeiter besitzen nach Landesrecht die Eigenschaft und die Befugnisse von Hilfspolizisten

b)

Private Sicherheitsdienstleister gewährleisten Sicherheit und Ordnung grundsätzlich im privaten Bereich

c)

Die Durchsetzung von Maßnahmen kann sich auf Jedermannsrechte und auf übertragbare Selbsthilferechte stützen

d)

Private Sicherheitsdienstleister sind auf der Grundlage privatrechtlicher Vereinbarungen für die öffentliche Sicherheit und Ordnung verantwortlich

65.

Welche Rechte dürfen Sicherheitsmitarbeiter eigenverantwortlich bei der Durchführung von Bewachungsaufgaben ausüben?

a)

Notwehr- und Notstandshandlungen

b)

Vorläufige Festnahme

c)

Durchsuchen von Personen und Sachen

d)

Beschlagnahmen und Sicherstellen

66.

Sicherheitsmitarbeiter dürfen bei der Durchführung von Bewachungsaufgaben gegenüber Dritten verschiedene Rechte und Befugnisse eigenverantwortlich ausüben. Was müssen die Sicherheitsmitarbeiter dabei beachten?

a)

Die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen und Grenzen dieser Rechte und Befugnisse

b)

Im Wesentlichen die Grundsätze der Erforderlichkeit und der Verhältnismäßigkeit

c)

Die Durchführungsanweisungen der örtlichen Sicherheits- und Polizeibehörden

67.

Die Grundrechte des Grundgesetzes …

a)

gelten absolut und dürfen nicht eingeschränkt werden

b)

binden alle staatliche Gewalt als unmittelbar geltendes Recht

c)

stellen eine objektive Werteordnung dar, die auf alle Bereiche des Rechts ausstrahlt

68.

Welche Handlungen sind dem bürgerlichen Recht zuzuordnen?

a)

Bewachungsunternehmer schließen Bewachungsverträge ab

b)

Polizeibeamte beschlagnahmen Beweismittel zum Zwecke der Strafverfolgung

c)

Sicherheitsmitarbeiter S nimmt den Einbrecher E gemäß StPO vorläufig fest

d)

Sicherheitsmitarbeiter A wehrt eine Besitzstörung ab

69.

Das staatliche Gewaltmonopol …

a)

darf ausschließlich von den Justiz- und Polizeibehörden des Bundes und der Länder ausgeübt werden

b)

erlaubt staatlichen Organen unter Beachtung gesetzlicher Regelungen Zwangsmaßnahmen gegen Sachen, Tiere und Menschen

c)

verbietet mit Ausnahme der Rechtfertigungsgründe private Gewaltanwendung

70.

Welche Rechte haben Sicherheitsmitarbeiter bei der Durchführung von Bewachungsaufgaben?

a)

Sie dürfen gegenüber Dritten die Rechte eigenverantwortlich ausüben, die jedermann im Falle einer Notwehr oder eines Notstandes zustehen

b)

Sie können alle Rechte nutzen, solange sie keine strafbaren Handlungen begehen

c)

Sie dürfen die vom jeweiligen Auftraggeber vertraglich übertragenen Selbsthilferechte ausüben

d)

Sicherheitsmitarbeiter dürfen zur Durchführung von Bewachungsaufgaben ausschließlich Jedermannsrechte anwenden

71.

Welches Grundrecht/Welche Grundrechte des Grundgesetzes ist/sind Menschenrechte?

a)

Schutz der Menschenwürde

b)

Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis

c)

Berufsfreiheit

72.

Welche Aussage/n zu den Rechtfertigungsgründen ist/sind richtig?

a)

Rechtfertigungsgründe entschuldigen begangene Straftaten

b)

Rechtfertigungsgründe erlauben ausnahmsweise ein grundsätzlich verbotenes Tun

c)

Rechtfertigungsgründe können Jedermannsrechte oder übertragbare Selbsthilferechte sein

73.

In Deutschland ist eines der Verfassungsprinzipien das „Bundesstaatsprinzip". Danach herrschen in Deutschland ein „föderales System". Was bedeutet der Begriff „Föderalismus"?

a)

Föderalismus bedeutet eine Teilung der Kompetenzen in Bund und Länder

b)

Föderalismus bedeutet, dass in einem Zentralstaat alles vom Parlament bestimmt wird, z.B. vom Bundestag in Berlin

c)

Durch Föderalismus wird eine zu große Konzentration der Macht verhindert

d)

Föderalismus ist eine Art von Sozialismus

74.

Während der Staat hoheitlich handelt, handeln Private im Rahmen der Rechtfertigungsgründe. Welche sind das?

a)

Selbsthilferechte

b)

Unfallverhütungsvorschriften

c)

in der Dienstanweisung festgelegte Befugnisse

d)

Notstandsrechte

75.

Welche Aussage/n zum Rechtsstaatsprinzip ist/sind richtig?

a)

Die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden

b)

Die Politik hat Vorrang vor dem Recht. Das staatliche Handeln wird durch die Parteien bestimmt

c)

Die vollziehende Gewalt darf keinen Zwang gegen Bürger anwenden

d)

Die vollziehende Gewalt darf keine Maßnahmen treffen, die gegen bestehende Gesetze verstoßen

76.

Die Rechtsordnung…

a)

setzt sich aus allen staatlich festgelegten Regeln zusammen

b)

besteht aus dem öffentlichen Recht und aus dem Gewohnheitsrecht

c)

soll allen Bürgern nützlich sein sowie Gerechtigkeit und Rechtssicherheit gewährleisten

77.

Die Menschenwürde ist unantastbar. Dieses Grundrecht…

a)

bestimmt die Grenzen der staatlichen Gewalt

b)

verpflichtet den Staat, den einzelnen Bürger vor Verletzungen der Menschenwürde zu bewahren

c)

bindet nur den Gesetzgeber, die Grundrechte zu beachten

78.

Rechtfertigungsgründe…

a)

entschuldigen begangene Straftaten

b)

erlauben ausnahmsweise ein grundsätzlich verbotenes Tun

c)

können Jedermannsrechte oder übertragbare Selbsthilferechte sein