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Leseverstehen

Total questions: 9

Worksheet time: 18mins

Name
Class
Date
1.

 An unserer Schule läuft seit einem Halbjahr das Projekt „Klasse ohne Plastik“. In allen Klassen stehen wiederverwendbare Behälter, der Kiosk verkauft Getränke nur noch in Pfandflaschen, und in der Mensa wurden Einwegbesteck und dünne Tüten abgeschafft. In Workshops lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man Brotboxen sinnvoll nutzt, wie man Obst ohne Folie mitnimmt und wie man im Supermarkt Verpackung vermeidet. Die Schulleitung betont, dass die Maßnahmen nicht nur Müll reduzieren, sondern auch Kosten sparen. Einige Eltern kritisieren die Umstellung als umständlich, doch die Hausmeister melden bereits deutlich weniger Abfall in den Pausen. Das Projekt wird am Ende des Schuljahres mit einer Ausstellung der besten Ideen abgeschlossen. Worum geht es im Text hauptsächlich?

a)

Um das vollständige Verbot von Schulbuffets

b)

Um die Verringerung von Einwegverpackungen im Schulalltag

c)

Um den Ersatz aller Getränke durch Leitungswasser

d)

Um die Geschichte des Recyclingunterrichts

2.

Das Stadtmuseum öffnet werktags von 10–18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr. Am ersten Mittwoch des Monats ist der Eintritt frei, jedoch nur für die Dauerausstellung. Schülergruppen erhalten immer 50 % Ermäßigung, wenn sie sich mindestens zwei Tage vorher anmelden. Die neue Sonderausstellung zu Stadtplänen des 19. Jahrhunderts kostet zusätzlich drei Euro. Besucher, die mit der Tram kommen, steigen an „Rathaus/Markt“ aus; von dort sind es fünf Minuten zu Fuß. Während der Ferien gelten die gleichen Zeiten, nur montags ist grundsätzlich geschlossen. Für Führungen am Wochenende ist eine Online-Buchung erforderlich, spontane Gruppen werden dann nicht angenommen. An welchem Tag ist der kostenlose Zutritt zur Dauerausstellung möglich?

a)

An jedem Donnerstag

b)

Am ersten Mittwoch im Monat

c)

An allen Ferientagen

d)

An jedem Montag

3.

In vielen Großstädten entstehen kleine Nachbarschaftsparks auf bislang versiegelten Flächen. Zwischen Bänken, schmalen Laufwegen und Hochbeeten treffen sich Menschen unterschiedlicher Altersgruppen. Kinder können dort sicher Rad fahren, ältere Besucher sitzen im Schatten, und am Wochenende finden offene Gartenkurse statt. Stadtplaner erklären, dass solche Orte nicht nur Grün liefern, sondern Begegnungen schaffen: Wer zusammen gießt, kommt ins Gespräch. Kritiker bemängeln, die Flächen seien zu klein; dennoch zeigen Umfragen, dass Anwohner seltener lange Wege zu großen Parks auf sich nehmen müssen. Der Erfolg hängt davon ab, ob sich Freiwillige dauerhaft engagieren und ob die Stadt ausreichend Pflege organisiert. Welche zentrale Aussage trägt der Text?

a)

Große Parks sind grundsätzlich überflüssig geworden.

b)

Nur Kinder profitieren von neuen Grünflächen.

c)

Kleine Parkinseln steigern Lebensqualität durch Bewegung und Begegnung

d)

Stadtgärten ersetzen den gesamten Straßenverkehr.

4.

Die Schulkonferenz hat einen „verbindlichen“ Leitfaden zum Umgang mit Smartphones beschlossen. Im Unterricht bleiben Geräte ausgeschaltet; in Pausen sind sie in bestimmten Zonen erlaubt. Lehrkräfte dürfen Ausnahmen genehmigen, wenn digitale Tools didaktisch nötig sind. Der Begriff „verbindlich“ steht bewusst im Text, weil frühere Empfehlungen als unverbindlich missverstanden wurden. Wer wiederholt gegen die Regeln verstößt, muss ein Reflexionsgespräch führen; bei Klassenfahrten kann die Nutzung weiter eingeschränkt werden. Die Schülervertretung stimmte zu, betonte aber, dass Regeln regelmäßig überprüft werden sollen.

Was bedeutet „verbindlich“ hier am ehesten?

a)

rechtlich verpflichtend festgelegt

b)

freundlich vorgeschlagen

c)

zeitlich befristet

d)

technisch schwer umsetzbar

5.

Ein Unternehmen testete drei Monate lang hybrides Arbeiten. Teams durften selbst festlegen, an welchen Tagen sie ins Büro kommen. In Befragungen gaben viele an, zu Hause konzentrierter zu schreiben, aber im Büro schneller Entscheidungen zu treffen. Die IT meldete kaum Supportanfragen, dafür stieg der Bedarf an Besprechungsräumen an zwei Wochentagen. Die Geschäftsführung will das Modell nicht zurückdrehen, verlangt aber verbindliche Teamabsprachen, um Erreichbarkeit zu sichern.

Frage: Welche Folgerung ist am plausibelsten?

a)

Alle Mitarbeitenden arbeiten künftig ausschließlich remote.

b)

Das Büro wird sofort geschlossen.

c)

Das Unternehmen hält am Mischmodell fest, will aber klare Präsenzrhythmen vereinbaren.

d)

Supportprobleme machen das Modell unmöglich.

6.

Die Stadt ersetzt einen Teil der Dieselbusse durch Elektrobusse und installiert nächtliche Ladepunkte im Depot. Laut Verkehrsplanung bleiben die Takte gleich, doch die Wartung wird anders organisiert. Schulungen für Fahrerinnen und Fahrer sind eingeplant. Anwohner entlang der Linien hoffen auf leisere Fahrten, Spediteure kritisieren die Kosten. Ein wissenschaftliches Begleitprojekt misst Lärm und Abgase vor und nach der Umstellung.

Frage: Was ist als Folge am ehesten zu erwarten?

a)

Geringere Geräuschbelastung auf den betroffenen Strecken

b)

Sofortiger Wegfall aller Betriebskosten

c)

Halbierung der Fahrpläne

d)

Verbot von Nachtlinien

7.

In einem Kommentar lobt die Autorin die neue Schulmensa für frische Speisen und transparente Lieferketten. Sie kritisiert jedoch, dass vegetarische Optionen an manchen Tagen ausverkauft seien und die Preise für einige Familien hoch erscheinen. Abschließend fordert sie, das System nachzujustieren, statt es abzuschaffen.

Frage: Welche Haltung beschreibt den Ton am besten?

a)

rein ablehnend ohne Alternativen

b)

vollständig neutral und distanziert

c)

enthusiastisch ohne Kritikpunkte

d)

überwiegend zustimmend mit konkreten Vorbehalten

8.

Im Jahresbericht steht: „Die Schule zählt 842 Schülerinnen und Schüler.“ Weiter heißt es: „Das neue Wahlfach Theater ist der wichtigste Beitrag zur Persönlichkeitsbildung.“ Außerdem: „Im letzten Quartal nahmen 63 % der 9. Klassen an Projekten außerhalb der Schule teil.“

Frage: Welche Aussage ist eine Wertung und keine überprüfbare Tatsache?

a)

Es gibt 842 Lernende.

b)

Das Theaterfach sei der bedeutendste Beitrag zur Persönlichkeitsbildung.

c)

63 % der Neuntklässler nahmen an externen Projekten teil.

d)

Die Zahlen stammen aus dem Jahresbericht.

9.

Ein Blogbeitrag eines Fahrradvereins bewertet neue Straßenregeln. Er hebt Vorteile für Radfahrende hervor und verweist vor allem auf Vereinsumfragen. Polizeistatistiken zu Unfällen werden knapp erwähnt, jedoch ohne Vergleich mit früheren Jahren. Der Autor ist zugleich Sprecher des Vereins und war an der Kampagne beteiligt.

Frage: Welche Einschätzung passt am ehesten?

a)

Der Text ist interessengeleitet; die Auswahl der Belege begünstigt die eigene Position.

b)

Der Beitrag ist unabhängig und vollständig datenbasiert.

c)

Vereinsumfragen gelten automatisch als amtliche Statistik.

d)

Die Autorrolle spielt für die Beurteilung keine Rolle.