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MTE Werkstoffeigenschaften

Total questions: 30

Worksheet time: 15mins

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1.

Eine Maschine besteht aus vielen Bauteilen mit unterschiedlichen Aufgaben. Welche Aussage beschreibt den Zweck der Werkstoffauswahl am treffendsten?

a)

Jeder Werkstoff wird allein nach seinem Preis ausgewählt.

b)

Jedes Bauteil wird aus einem Werkstoff gefertigt, dessen Eigenschaften zur Aufgabe des Bauteils passen.

c)

Die Werkstoffauswahl richtet sich nur nach der verfügbaren Lagerbestände.

d)

Alle Bauteile sollten aus demselben Werkstoff bestehen, um Fertigung zu vereinfachen.

2.

Ordnen Sie die Eigenschaftsart der passenden Fragestellung zu: „Ist der Werkstoff aufgrund seines Gewichts, seiner Schmelztemperatur oder seiner elektrischen Leitfähigkeit geeignet?“ Welche Eigenschaftsgruppe liefert hier die Antwort?

a)

Mechanisch-technologische Eigenschaften

b)

Fertigungstechnische Eigenschaften

c)

Chemisch-technologische Eigenschaften

d)

Physikalische Eigenschaften

3.

Betrachten Sie die abgebildete Säulenbohrmaschine. Welcher Werkstoff ist für das Bauteil „Maschinentisch“ angegeben und welches Eigenschaftsprofil erklärt diese Wahl am ehesten?

a)

Maschinentisch aus Aluminium; wegen sehr hoher elektrischer Leitfähigkeit

b)

Maschinentisch aus Gusseisen; wegen hoher Steifigkeit und Schwingungsdämpfung als mechanische Eigenschaften

c)

Maschinentisch aus Kunststoff; wegen guter Korrosionsbeständigkeit als chemische Eigenschaft

d)

Maschinentisch aus Holz; wegen einfacher spanender Bearbeitung

4.

Welche Eigenschaftsgruppe beantwortet die Frage: „Mit welchem Fertigungsverfahren lässt sich das Bauteil kostengünstig fertigen?“

a)

Verschleißeigenschaften

b)

Mechanisch-technologische Eigenschaften

c)

Fertigungstechnische Eigenschaften

d)

Physikalische Eigenschaften

5.

Ein 1 dm³-Würfel eines Materials hat die Masse m. Welche Größe beschreibt die Dichte, und wie lautet die zugehörige Grundformel?

a)

Sie beschreibt den Quotienten aus Volumen und Masse; Formel: ρ = V/m

b)

Sie beschreibt den Quotienten aus Masse und Volumen; Formel: ρ = m/V

c)

Sie beschreibt die Summe aus Masse und Volumen; Formel: ρ = m + V

d)

Sie beschreibt das Produkt aus Masse und Volumen; Formel: ρ = m · V

6.

Welcher Stoff hat gemäß den angegebenen Beispielen die höchste Dichte?

a)

Stahl (7,8 kg/dm³)

b)

Aluminium (2,7 kg/dm³)

c)

Blei (11,3 kg/dm³)

d)

Wasser (1 kg/dm³)

7.

Ein reines Metall beginnt bei einer bestimmten Temperatur zu schmelzen. Wie heißt diese Größe und in welcher Einheit wird sie angegeben?

a)

Schmelzbereich; Einheit Pascal (Pa)

b)

Schmelzpunkt; Einheit Grad Celsius (°C) oder Kelvin (K)

c)

Erweichungstemperatur; Einheit Grad Fahrenheit (°F)

d)

Siedepunkt; Einheit Grad Celsius (°C)

8.

Ordnen Sie die folgenden Materialien nach aufsteigendem Schmelzpunkt gemäß den Angaben: Eis, Aluminium, Eisen.

a)

Eis (0°C) < Aluminium (659°C) < Eisen (1536°C)

b)

Aluminium (659°C) < Eis (0°C) < Eisen (1536°C)

c)

Eisen (1536°C) < Aluminium (659°C) < Eis (0°C)

d)

Eis (0°C) < Eisen (1536°C) < Aluminium (659°C)

9.

Welche Aussage zur elektrischen Leitfähigkeit trifft zu?

a)

Sie beschreibt die Fähigkeit eines Stoffes, Wärmeenergie zu leiten; gute Leiter sind Kunststoffe.

b)

Sie beschreibt die Fähigkeit eines Stoffes, den elektrischen Strom zu leiten; gute Leiter sind Silber, Kupfer, Aluminium.

c)

Sie beschreibt die Fähigkeit eines Stoffes, magnetische Flüsse zu leiten; gute Leiter sind Glas und Keramik.

d)

Sie beschreibt die Fähigkeit eines Stoffes, Wasser zu leiten; gute Leiter sind Aluminium und Keramik.

10.

Der thermische Längenausdehnungskoeffizient α gibt laut Definition an ...

a)

die Längenänderung eines 1 m langen Körpers bei einer Temperaturänderung von 1°C

b)

die Volumenänderung eines 1 m³ großen Körpers bei einer Temperaturänderung von 10°C

c)

die Masseänderung eines Körpers bei Erwärmung um 1 K

d)

die Wärmeleitfähigkeit eines Metalls in W/(m·K)

11.

Welche Materialien gelten hier sowohl für elektrische Leitfähigkeit als auch für Wärmeleitfähigkeit als gute Leiter?

a)

Kunststoffe, Glas, Keramik

b)

Silber, Kupfer, Aluminium

c)

Wasser, Eis, Luft

d)

Stahl, Blei, Keramik

12.

Welches Verhalten beschreibt „elastische Verformung“ eines Werkstoffs?

a)

Der Werkstoff kehrt nach Wegnahme der Kraft in seine ursprüngliche Form zurück.

b)

Der Werkstoff behält nach der Belastung die Verformung dauerhaft bei.

c)

Der Werkstoff bricht bereits bei geringer Belastung.

d)

Der Werkstoff wird härter und widersteht dem Eindringen eines Prüfkörpers besser.

13.

Ein Bleirundstab wird gebogen und zeigt keine Rückfederung. Welche Eigenschaft wird dadurch illustriert?

a)

Elastizität des Werkstoffs

b)

Plastizität des Werkstoffs

c)

Zähigkeit des Werkstoffs

d)

Härte des Werkstoffs

14.

Welche Aussage beschreibt Zähigkeit korrekt?

a)

Werkstoffe mit großer Zähigkeit brechen relativ leicht.

b)

Zähigkeit bezeichnet den Widerstand gegen das Eindringen eines Prüfkörpers.

c)

Zähigkeit beschreibt Materialien mit großem Widerstand bei elastisch-plastischer Verformung.

d)

Zähigkeit ist die Fähigkeit, nach Belastung ohne bleibende Verformung in die Ausgangsform zurückzukehren.

15.

Keramik und Glas werden im Materialkundekontext typischerweise als welches Eigenschaftsprofil eingeordnet?

a)

Zäh und hart

b)

Spröde

c)

Elastisch-plastisch

d)

Weich und duktil

16.

Was ist unter Härte eines Werkstoffs zu verstehen?

a)

Die maximal mögliche Belastung bis zum Bruch

b)

Der Widerstand gegen bleibende (plastische) Verformung

c)

Der Widerstand gegen das Eindringen eines Prüfkörpers

d)

Die prozentuale Verlängerung eines Werkstoffs

17.

Ordnen Sie die dargestellten Beanspruchungsarten dem passenden Begriff zu: Welche Skizze zeigt Torsion?

a)

Die Skizze mit axialer Zugkraft und Pfeilen nach oben und unten am Bauteil

b)

Die Skizze mit drehender Belastung über einen Wellenquerschnitt (verdrehter Schaft)

c)

Die Skizze einer durch Pfeile nach innen und außen gedrückten Platte (Druck)

d)

Die Skizze eines Balkens, der seitlich durch F gebogen wird

18.

Welche Größe im Spannungs-Dehnungs-Diagramm kennzeichnet die maximal mögliche Belastung eines Bauteils, bis es bricht?

a)

Streckgrenze Re

b)

Zugfestigkeit Rm

c)

Bruchdehnung A

d)

Dehnung ε

19.

Welche Definition trifft auf die Streckgrenze Re zu?

a)

Maximale Belastung eines Bauteils bis zum Bruch

b)

Maximale Belastung ohne bleibende (plastische) Verformung

c)

Prozentuale Verlängerung des Werkstoffs

d)

Bleibende Dehnung nach dem Bruch

20.

Wofür steht die Dehnung ε im Zugversuch?

a)

Für die maximal mögliche Spannung in N/mm²

b)

Für die prozentuale Verlängerung eines Werkstoffs

c)

Für den Widerstand gegen Eindringen eines Prüfkörpers

d)

Für die bleibende Dehnung nach dem Bruch

21.

Welche Aussage beschreibt Verschleißfestigkeit korrekt?

a)

Fähigkeit eines Werkstoffs, sich ohne äußere Kraft plastisch zu verformen

b)

Widerstandsfähigkeit eines festen Körpers gegen mechanischen Abrieb

c)

Eignung eines Werkstoffs für das Schweißen unter Lichtbogen

d)

Fähigkeit eines Werkstoffs, durch Wärmebehandlung seine Härte zu erhöhen

22.

Zur Verbesserung der Verschleißfestigkeit von Metallen wird häufig die Körperoberfläche ...

a)

gegossen oder geschmiedet

b)

gehärtet oder beschichtet

c)

gelöst oder geätzt

d)

geschliffen oder poliert

23.

Was gilt als Kriterium für gute Gießbarkeit eines Werkstoffes?

a)

Die Schmelze ist zähflüssig und bildet beim Erstarren große Hohlräume (Lunker).

b)

Die Schmelze füllt die Gussform vollständig, ist dünnflüssig und erstarrt ohne Hohlräume.

c)

Der Werkstoff lässt sich bei Raumtemperatur plastisch verformen.

d)

Der Werkstoff ist elektrisch leitfähig und gut schweißbar.

24.

Welche Verfahren sind typische Beispiele für Umformbarkeit im Sinne der plastischen Verformung?

a)

Drehen, Fräsen, Feilen

b)

Schweißen, Löten, Kleben

c)

Schmieden, Biegen, Walzen

d)

Gießen, Sintern, Druckgießen

25.

Die Zerspanbarkeit gibt an ...

a)

unter welchen Bedingungen Werkstoffe mit spanenden Verfahren gefertigt werden können.

b)

wie gut ein Werkstoff durch Gießen eine Form ausfüllt.

c)

ob ein Werkstoff durch Wärmebehandlung härtbar ist.

d)

in welchem Maß ein Werkstoff gegen Abrieb widerstandsfähig ist.

26.

Welche Einflussgröße wird im Text explizit als Kriterium für die Schweißbarkeit genannt?

a)

Kohlenstoffgehalt

b)

Kristallgittertyp

c)

Oberflächenrauheit

d)

Magnetisierbarkeit

27.

Wann nennt man einen Werkstoff härtbar?

a)

Wenn er sich durch plastische Verformung in ein Werkstück umformen lässt.

b)

Wenn seine Härte und Festigkeit durch gezielte Wärmebehandlung gesteigert werden können.

c)

Wenn er bei spanenden Verfahren geringe Schnittkräfte erfordert.

d)

Wenn er beim Gießen keine Lunker bildet.

28.

Welche Aussage beschreibt Korrosion korrekt? Wählen Sie die beste Definition aus dem Kontext: „Die von der Oberfläche ausgehende Zerstörung des Werkstoffes durch chemische oder elektrochemische Vorgänge, wie z. B. feuchte Luft, Industrieatmosphäre, verschmutztes Wasser oder andere aggressive Stoffe, wird Korrosion genannt.“

a)

Ein rein mechanischer Verschleißprozess ohne Einfluss der Umgebung

b)

Eine durch hohe Temperaturen verursachte Formänderung des Werkstoffs

c)

Eine chemische bzw. elektrochemische Zerstörung des Werkstoffs durch Umwelteinflüsse

d)

Eine reversible Oberflächenverfärbung ohne Materialabbau

29.

Welche Werkstoffgruppe gilt gemäß Liste als korrosionsbeständig und wird typischerweise zum Schutz gegen Umwelteinflüsse eingesetzt?

a)

Unlegierte Stähle

b)

Niedrig legierte Stähle

c)

Nichtrostende Stähle (NIRO‑Stähle)

d)

Gusseisen

30.

Ein Bauteil soll sowohl hoher Temperatur als auch aggressiver Industrieatmosphäre ausgesetzt werden. Welche Kombination aus Eigenschaft und Maßnahme ist fachlich sinnvoll, um die Lebensdauer zu erhöhen?

a)

Nur Brennbarkeit prüfen und Material mit hoher Entflammbarkeit wählen

b)

Auf Verzunderungsbeständigkeit achten und zusätzlich eine Oberflächenbeschichtung gegen Korrosion vorsehen

c)

Korrosionsverhalten ignorieren und ausschließlich unlegierten Stahl einsetzen

d)

Nur eine Beschichtung gegen Korrosion vorsehen; Temperaturverhalten spielt keine Rolle