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Einführung in die Empirische Sozialforschung und Statistik

Total questions: 86

Worksheet time: 43hrs 0mins

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1.

Beim induktiven Argumentieren wird …

a)

von der Theorie eine Prognose abgeleitet

b)

von der Beobachtung eine Theorie abgeleitet

c)

nach dem Induktionsprinzip vorgegangen

d)

ein empirischer Zusammenhang geprüft

2.

Das Induktionsprinzip besagt …

a)

dass je mehr Zusammenhänge ich beobachte, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese grundsätzlich bestehen

b)

das Erkenntnis nur über induktive Argumentation möglich ist

c)

aus einem Gesetz und einer Randbedingung eine Vorhersage logisch folgt

d)

kein Zusammenhang zwischen Beobachtungen bestehen

3.

Nach Kuhn …

a)

führt jede Falsifikationen zur wissenschaftlichen Revolutionen

b)

ist wissenschaftlicher Fortschritt unmöglich

c)

entwickelt sich die Wissenschaft über Paradigmenwechsel langsam weiter

d)

sind Paradigmenwechsel klar vorhersagbar und planbar

e)

Theorie als zu überprüfender Ausgangspunkt und für Definition von Konzepten

4.

Qualitative Sozialforschung zeichnet sich durch …

a)

Die Analyse (möglichst) vieler (möglichst) zufällig ausgewählter Untersuchungseinheiten

b)

Den Einsatz standardisierte Erhebungsinstrumente

c)

Statistische Auswertung von Verteilungen und Zusammenhängen

d)

Die Rekonstruktion des subjektiv gemeinten Sinns

5.

Quantitative Sozialforschung zeichnet sich durch …

a)

Die Analyse (möglichst) weniger (möglichst) bewusst ausgewählter Untersuchungseinheiten

b)

Den Einsatz unstandardisierte Erhebungsinstrumente

c)

Interpretation beschriebener Sinnzusammenhänge

d)

Die Anwendung statistischer Verfahren

6.

Welche Untersuchung gibt es in der empirischen Sozialforschung nicht?

a)

Explorative Untersuchung

b)

vergleichende Normprüfung vorhandener Gesetzestexte

c)

Deskriptive Untersuchung

d)

Prüfung von Hypothesen und Theorien

7.

Wenn wenig Wissen über einen Forschungsgegenstand existiert, empfiehlt sich eine …

a)

explorative Untersuchung

b)

deskriptive Untersuchung

c)

Prüfung von Hypothesen und Theorien

d)

Evaluation von Reformen

8.

Welche Fragestellung spiegelt ein erklärendes Forschungsziel wieder?

a)

Welche Art körperlicher Aktivitäten wirken fördernd vor einer Mathe-Stunde für Erstklässler?

b)

Unterscheiden sich Erstklässler in ihren mathematischen Kompetenzen bundesweit?

c)

Beeinflusst die Sprache, welche zu Hause gesprochen wird, die mathematischen Kompetenzen bundesweit?

9.

Welche der folgenden Fragen kann als (theoretische) Hypothese formuliert werden?

a)

Sollte die Schulpflicht in Deutschland abgeschafft werden?

b)

Gibt es Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen bezüglich ihrer Schulnoten im Fach Biologie?

c)

Weshalb haben einige Personen eine größere Bereitschaft als andere, ökologisch nachhaltig zu handeln?

d)

Wie viel Prozent der Schüler weltweit haben eine überdurchschnittliche Lesekompetenz? Nomologische Hypothese

10.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Wissenschaftler*innen sind aufgrund ihrer Ausbildung immun gegen Verzerrungsquellen jeglicher Art.

b)

Verzerrungen spielen in der empirischen Sozialforschung eine untergeordnete Rolle.

c)

Wissenschaftler*innen greifen auf möglichst kontrollierte methodische und transparente Verfahren zurück, um die Gefahr von Verzerrungen zu minimieren.

d)

Wissenschaftler*innen müssen lernen ihre Weltanschauungen, Werte und Emotionen im Alltag zu unterdrücken, damit diese nicht zu Verzerrungen führen.

11.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Singuläre empirische Aussagen können nur verifiziert werden.

b)

Hypothesen können verifiziert werden.

c)

Singuläre empirische Aussagen können nur falsifiziert werden.

d)

Hypothesen können nur falsifiziert werden

12.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Singuläre empirische Aussagen können nur verifiziert werden.

b)

Hypothesen können verifiziert werden.

c)

Singuläre empirische Aussagen können nur falsifiziert werden.

d)

Hypothesen können nur falsifiziert werden.

13.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Y erklärt X

b)

X ist das Explanandum

c)

X ist der Effekt

d)

X ist die Ursache für Y

14.

Betrachte folgende Hypothese: "Wenn Individuen einen sozialen Aufstieg erlebt haben, dann ist ihre Akzeptanz für Einkommensunterschiede größer." Wer sind die Merkmalsträger?

a)

Individuen, die Akzeptanz für Einkommensunterschiede besitzen

b)

Personen

c)

Individuen, die einen Aufstieg erlebt haben

d)

Städte

15.

Betrachte folgende Hypothese: "Wenn Individuen einen sozialen Aufstieg erlebt haben, dann ist ihre Akzeptanz für Einkommensunterschiede größer." Auf welche Variable bezieht sich die Hypothese?

a)

Erfahrung von sozialer Mobilität und Einstellung zu Einkommensunterschieden

b)

Erfahrung von sozialem Abstieg und Einstellung zu Einkommensunterschieden

c)

Erfahrung von sozialer Mobilität und Einkommensunterschieden

d)

Erfahrung von sozialem Aufstieg und Einkommensunterschieden

16.

Betrachte folgende Hypothese: "Wenn Individuen einen sozialen Aufstieg erlebt haben, dann ist ihre Akzeptanz für Einkommensunterschiede größer." Wie kann die Hypothese charakterisiert werden?

a)

Individualhypothese

b)

Kollektivhypothese

c)

Kontexthypothese

d)

Aggregationsregel

17.

Bestimmen Sie die Art der Hypothese: "Frauen wählen häufiger die Grünen als Männer."

a)

Kollektivhypothese

b)

Individualhypothese

c)

Kontexthypothese

18.

Bestimmen Sie die Art der Hypothese: "Je geringer die Stimmanteile der SPD in einem Wahlbezirk sind, desto größer ist der Kinderanteil in dem Bezirk."

a)

Kollektivhypothese

b)

Individualhypothese

c)

Kontexthypothese

19.

Bestimmen Sie die Art der Hypothese: "Je höher die Einkommensungleichheit, desto höher die Bereitschaft persönlich zum Umweltschutz beizutragen."

a)

Kollektivhypothese

b)

Individualhypothese

c)

Kontexthypothese

20.

Bestimmen Sie die Art der Hypothese: "Je häufiger Jugendliche soziale Medien nutzen, desto eher fühlen sie sich einsam."

a)

Kollektivhypothese

b)

Individualhypothese

c)

Kontexthypothese

21.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Eine Äquivalenzbeziehung ist potentiell leichter zu widerlegen als eine Implikationsbeziehung.

b)

Eine Implikationsbeziehung ist potentiell leichter zu widerlegen als eine Äquivalenzbeziehung.

c)

Eine Implikationsbeziehung impliziert, dass die Wirkung nur dann auftritt, wenn die Ursache beobachtet wurde.

d)

Eine Äquivalenzbeziehung impliziert, dass die Wirkung auch eintreten kann, wenn äquivalente Ursachen auftreten.

22.

Welche Konzepte sind ausschließlich latent und damit nicht direkt beobachtbar?

a)

Alter, Lebenszufriedenheit, Politische Einstellung, Einkommen

b)
  • Beruf, Geschlecht, Einkommen, Temperatur

c)

Persönlichkeit, IQ, Kulturelles Kapital, Fremdfeindlichkeit

d)

Religion, Dienstgrad, Große, Anzahl Kinderkommen

23.

Welche Ausprägungen der Variable „Höchster Bildungsabschluss" sind disjunkt & erschöpfend?

a)

Haupt-/Volksschulabschluss, Berufsausbildung, Abitur, Hochschulabschluss

b)

Ohne Abschluss, Haupt-/Volksschulabschluss, Abitur, Bachelor, Master

c)

Haupt-/Volksschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur, Bachelor, Master

d)

Ohne Abschluss, Haupt-/Volksschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur, Hochschulabschluss

24.

Welche Ausprägungen der Variable „Anzahl Bücher im Haushalt“ ist disjunkt & erschöpfend?

a)

≥ 20 bis ≤ 80, ≥ 80 bis 100, >100

b)

<20, ≥ 20 bis ≤ 80, > 80 bis ≤ 100, >100

c)

<20, ≥ 20 bis ≤ 80, ≥ 80 bis ≤ 100

d)

<20, ≥ 20 bis ≤ 80, > 80 bis 100, >100, mehr als Partner

25.

Was trifft zu?

a)

Variable Alter ist eine kollektiv und relationale Variable

b)

Schultyp ist eine individual und globale Variable

c)

Alter ist eine individual und absolute Variable

d)

Schultyp ist eine kollektiv und relationale Variable

26.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Korrespondenzregeln liefern Kriterien, die uns erlauben die Verbindung von latenten Variablen mit theoretischen Konstrukten zu machen.

b)

Theoretische Begriffe, die mit den Sinnen erfasst und gemessen werden können sind sogenannte Dispositionsbegriffe.

c)

Korrespondenzregeln liefern uns Kriterien, um manifeste Variablen zu messen.

d)

Korrespondenzregeln liefern Kriterien für die Übersetzung theoretischer Konzepte in empirische Indikatoren.

27.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Indikatoren sind Variablen, die lediglich indirekt gemessen werden, können.

b)

Werden Indikatoren für eine latente Variable zusammengefasst, dann sollten die Indikatoren möglichst viele verschiedene Dimensionen des latenten Sachverhalts abbilden.

c)

Die Operationalisierung einer latenten Variablen erfolgt durch die Zuweisung von Indikatoren, mit welchen der latente Sachverhalt gemessen werden kann.

d)

Indikatoren müssen polytom sein.

28.

Warum ist eine präzise & akkurate Messung wichtig für den Forschungsprozess?

a)

Es hilft uns das Konstrukt genauer zu definieren.

b)

Die Schritte in der Phase der Datenauswertung sind deutlich verkürzt.

c)

Man bekommt genauere Information über den gemessenen Sachverhalt.

d)

Die Hypothesen lassen sich besser bestätigen.

29.

Was bedeutet das Skalenniveau?

a)

Das Skalenniveau besagt, auf welcher Ebene die Merkmalsträger platziert sind.

b)

Das Skalenniveau bestimmt, welche mathematischen Operationen zulässig sind, um die strukturtreue Abbildung beizubehalten.

c)

Das Skalenniveau bestimmt, ob das Konstrukt diskrete oder kontinuierliche Ausprägungen aufweist.

d)

Das Skalenniveau bestimmt, ob die Messung valide ist.

30.

Man hat die folgende Stichprobe in kg: 75/ 50/ 66/ 100/ 25/ 80/ 9/ 15/ 70/ 85. Markieren Sie eine gültige Transformation für diese Variable:

a)

Alle Ausprägungen werden Zahlen von 1 bis 10 zugeordnet. (Stichprobe muss zuerst geordnet werden)

b)

T (Ausprägung) = Ausprägung + 3

c)

T (Ausprägung) = 10 + 3*Ausprägung

d)

T (Ausprägung) = 10* Ausprägung

31.

Welches Skalenniveau weist folgende Variable auf? Erreichte Punktzahl in einer Klausur

a)

Nominal

b)

Ordinal

c)

Intervall

d)

Ratioskala

32.

Welches Skalenniveau weist folgende Variable auf? Klausur-Note

a)

Nominal

b)

Ordinal

c)

Intervall

d)

Ratioskala

33.

Welches Skalenniveau weist folgende Variable auf? Raucherstatus (Raucher oder Nichtraucher)

a)

Nominal

b)

Ordinal

c)

Intervall

d)

Ratioskala

34.

Welches Skalenniveau weist folgende Variable auf? Einkommen (in Euro)

a)

Nominal

b)

Ordinal

c)

Intervall

d)

Ratioskala

35.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Objektivität ist eine notwendige & hinreichende Bedingung für Reliabilität.

b)

Reliabilität ist eine notwendige & hinreichende Bedingung von Validität.

c)

Homogenität ist eine notwendige Bedingung für Objektivität.

d)

Valide Messungen müssen die Mindestkriterien von Objektivität & Reliabilität erfüllen.

36.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Intervallskalierte Variablen können in nominalskalierte Variablen transformiert werden.

b)

Nominalskalierte Variablen können in ordinalskalierte Variablen transformiert werden.

c)

Intervallskalierte Variablen können ausschließlich in ordinalskalierte Variablen transformiert werden.

d)

Ratioskalierte Variablen können nicht in ein anderes Skalenniveau transformiert werden.

37.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Durchführungsobjektivität & Auswertungsobjektivität können nicht gleichzeitig auftreten.

b)

Ein Messinstrument weist Durchführungsobjektivität auf, wenn kein Interviewer-Effekt festgestellt werden kann.

c)

Wenn ein Messinstrument Durchführungsobjektivität aufweist, dann ist es auch reliabel & valide.

d)

Auswertungsobjektivität kann mit quantitativer Analyse schlecht erreicht werden.

38.

Nach einem Experiment mit Studierenden stellen Sie fest, dass die Versuchsgruppe, die aggressives Verhalten in einem Film beobachtet hat, in einer Gruppendiskussion eine höhere Aggressivität zeigt als die Kontrollgruppe, welche eine Komödie geschaut hat. Was trifft zu?

a)

In diesem Experiment ist die externe Validität hoch und die interne Validität niedrig.

b)

Ein Kausalsschluss kann gezogen werden, weil relevante Drittvariablen durch das Design ausgeschlossen wurden.

c)

Ein Kausalsschluss kann gezogen werden, weil ex-post alle relevanten Drittvariablen kontrolliert werden können.

d)

Da der Konsum von Filmen von persönlichen Präferenzen abhängt, sollte der Zusammenhang besser in einer Befragung untersucht werden, bei der auch diese Vorlieben erfasst werden.

39.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Ohne Randomisierung kann ein beobachteter Effekt durch Selbstselektion verursacht worden sein.

b)

Je größer die Fallzahl, desto eher misslingt die Randomisierung.

c)

Bei einem „vorexperimentellen" Design liegen Beobachtungen für alle Kategorien der unabhängigen Variablen vor.

d)

Auch vorexperimentelle Designs erlauben es, Hypothesen zu testen.

40.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Experimentelle Designs beruhen auf einer Zuteilung der Testpersonen nach einem Zufallsverfahren auf Versuchs- und Kontrollgruppe.

b)

Bei experimentellen Designs erfolgt eine Manipulation der abhängigen Variablen durch die Forschenden.

c)

Das klassische experimentelle Design kann nicht durch Reaktivität verzerrt sein falls die Randomisierung funktioniert hat.

d)

In den Sozialwissenschaften ist es bei jeglicher Fragestellung möglich, Zufallsgruppen zu bilden.

41.

Was ist ein Grund dafür, dass ein Experiment nicht durchgeführt werden kann?

a)

Die abhängige Variable lässt sich nicht manipulieren.

b)

Es wird vermutet, dass Drittvariablen einen Einfluss auf die abhängige Variable haben.

c)

Es wird vermutet, dass Drittvariablen einen Einfluss auf die unabhängige Variable haben.

d)

Die unabhängige Variable lässt sich nicht manipulieren.

42.

Es soll untersucht werden, ob die Bewertung einer Lehrveranstaltung (Lehrevaluation auf einer 5-Punkte-Skala) vom thematischen Interesse der Studenten, welche diese Lehrveranstaltung besuchen, abhängig ist. Was trifft zu?

a)

Ein experimentelles Forschungsdesign für diese Untersuchung ist adäquat, weil u.a. die abhängige Variable manipulierbar ist.

b)

Ein experimentelles Forschungsdesign für diese Untersuchung ist nicht adäquat, weil u.a. die unabhängige Variable nicht manipulierbar ist.

c)

Für diese Untersuchung ist lediglich ein vor-experimentelles Design adäquat.

d)

Der Stimulus in einem entsprechenden Versuchsaufbau ist der Besuch der Lehrveranstaltung (Ausprägungen: ja, nein).

43.

Was bedeutet „Randomisierung" im Kontext von Experimenten?

a)

Es werden Gruppen je nach Ausprägung des Stimulus gebildet.

b)

Es werden Gruppen je nach Ausprägung der abhängigen Variable gebildet.

c)

Die Zuteilung der Versuchspersonen zu den Gruppen erfolgt zufällig.

d)
  • Die Zuteilung der Versuchspersonen zu den Gruppen erfolgt je nach Ausprägung der Drittvariablen.

44.

Basierend auf der schematischen Darstellung des experimentellen Standarddesigns: Was deutet der Kausaleffekt an?

a)

Mittelwert von Y^T

b)

Korrelation zwischen X und Y_T

c)

Korrelation zwischen X und Y^K

d)

Unterschied im Mittelwert zwischen YTY^T und YKY^K

45.

Das SAMS hat eine interaktive Web-App entwickelt, die das Lernen von Themen der empirischen Sozialforschung vereinfachen und eine Verbesserung gegenüber anderen traditionellen Lernmethoden sein soll. Hypothese: Die Benutzung der Web-App wirkt sich positiv auf den Lernerfolg der Studierenden aus. 50 Studierende werden per Münzwurf ausgewählt, erhalten 100 Euro und teilen sich selbst in zwei Gruppen mit je 25 Teilnehmenden, die in zwei Räume gehen. Eine Gruppe nutzt die Web-App, die andere Gruppe Bücher, Übungen und Skript-Vorlesungen; die Untersuchung dauert 2 Stunden (1,5 Std Lernphase). Am Ende legen alle einen Test über das Thema ab, die Antworten werden benotet. Die Studierenden kennen die Hypothese nicht und wissen nicht, was die jeweils andere Gruppe macht. Um was für ein Forschungsdesign handelt es sich?

a)

Vor-experimentelles Design

b)

Standard-Experiment

c)

Quasi-Experiment

d)

Experiment mit Vorher-Nachher-Messung

46.

Sie interessieren sich für die Medienberichterstattung zur letzten Bundesligasaison. Was trifft zu?

a)

Für die Frage, ob Journalisten vor allem über Spieler ihres Lieblingsvereins berichten, bietet sich ein Laborexperiment an.

b)

Für die einfache Frage, welcher Spieler am häufigsten in Medienberichten genannt wird, genügt eine Kontingenzanalyse.

c)

Frequenzanalysen gehen über das bloße Zählen der Häufigkeit von Begriffen in Berichten hinaus.

d)

Um herauszufinden, ob eher positiv oder negativ über einen bestimmten Spieler berichtet wird, kann eine Bewertungsanalyse durchgeführt werden.

47.

Computerunterstützte Inhaltsanalyse (CUI) eignet sich für?

a)

Analyse aller Daten, die nicht-reaktiv gewonnen wurden

b)

Bewertungsanalysen

c)

Kontingenzanalysen

d)

Regressionsanalyse

48.

Weshalb ist es bei der Inhaltsanalyse sinnvoll, dass das gleiche Material von verschiedenen Personen ausgewertet wird?

a)

Höhere Reliabilität der Messung durch Überprüfung der Interkoder-Reliabilität

b)

Höhere Validität und Reliabilität der Messung durch Überprüfung der Interkoder-Vergleichbarkeit

c)

Höhere Reliabilität der Messung durch Überprüfung der Intrakoder-Reliabilität

d)

Höhere Validität der Messung durch Überprüfung der Interkoder-Validität

49.

Inhaltsanalytische Auswertungen eignen sich gut für …

a)

Kausalanalysen

b)

Analysen des sozialen Wandels

c)

Analyse von Erwerbsverläufen

d)

Trendanalysen

50.

Ein Vorteil nicht-reaktiver Verfahren ist?

a)

Reduktion bzw. Vermeidung von Verzerrungen durch soziale Erwünschtheit

b)

Befragungsdaten haben viele Vorteile, schwer eines zu nennen

c)

Datenaufbereitung und -analyse einfacher als bei Befragungsdaten

d)
  • Zufallsstichproben in der Regel kein Problem.

51.

Ein Sozialforscher interessiert sich für die Probleme hilfsbedürftiger, alter Menschen. Nach Absprache mit der Leitung eines Sozialdienstes arbeitet er als „Praktikant“ bei der Betreuung älterer Menschen mit. Nach seinen Besuchen zeichnet er seine Beobachtungen in Tagebuchform auf. Um welche Form der Beobachtung handelt es sich?

a)

Offen, teilnehmend, strukturiert.

b)

Offen, nicht-teilnehmend, unstrukturiert.

c)

Verdeckt, teilnehmend, unstrukturiert.

d)

Verdeckt, nicht-teilnehmend, strukturiert.

52.

Für welche Untersuchungsgegenstände ist die Datenerhebungstechnik Beobachtung besonders empfehlenswert?

a)

Einstellungen.

b)

Verhalten.

c)

Soziodemografische Variablen.

d)

Biomarker.

53.

Welches Erhebungsdesign wird benötigt, um zu untersuchen, welche Faktoren die Stabilität von Ehen erhöhen?

a)

Eine Querschnittsstudie, die aber mit der gesamten Bevölkerung durchgeführt wird.

b)

Eine experimentelle Studie, um Störfaktoren zu isolieren.

c)

Eine Trendstudie.

d)

Eine prospektive oder retrospektive Panelstudie.

54.

Um was für ein Erhebungsdesign handelt es sich bei den folgenden Daten? Das Diagramm zeigt eine Zeitreihe mit mehreren Erhebungszeitpunkten und zwei Linien, die die Entwicklung eines Merkmals über die Zeit darstellen.

a)

Längsschnittstudie.

b)

Beobachtungsstudie.

c)

Experiment.

d)

Querschnittsstudie.

55.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Quantitative Interviews arbeiten vorwiegend mit offenen Fragen.

b)

Vollstandardisierte Interviews sind anderen Befragungen stets vorzuziehen.

c)

Narrative Interviews arbeiten vorwiegend mit geschlossenen Fragen.

d)

Leitfadeninterviews gehören zu den teilstandardisierten Interviews.

56.

Welche Aussage ist richtig bezüglich der Befragung?

a)

Subjektive Tatbestände können nicht gut erhoben werden.

b)

Ein Nachteil der mündlichen Befragung im Vergleich zur schriftlichen Befragung ist, dass die Reaktivität i. d. R. hoch ist.

c)

Einstellungsfragen können auch langfristig retrospektiv verlässlich erhoben werden.

d)

Befragungen müssen für die Befragten kognitiv anspruchsvoll sein, um interessant zu bleiben.

57.

Was stellt bei der Frageformulierung ein Problem dar?

a)

Kurze Fragen

b)

Suggestivfrage

c)

Eindimensionale Fragen

d)

Präzise Fragen

58.

Wie lassen sich die folgenden Fragen nach Fragegegenstand einordnen? a. Wie häufig haben Sie in der letzten Woche Sport getrieben?

a)

Einstellungsfrage

b)

Überzeugungsfrage

c)

Verhaltensfrage

d)

Eigenschaftsfrage

59.

Wie lassen sich die folgenden Fragen nach Fragegegenstand einordnen? b. Wie alt sind Sie?

a)

Einstellungsfrage

b)

Überzeugungsfrage

c)

Verhaltensfrage

d)

Soziodemografische Frage

60.

Wie lassen sich die folgenden Fragen nach Fragegegenstand einordnen? c. Was glauben Sie, wie hoch die Kriminalitätsrate in Deutschland ist?

a)

Einstellungsfrage

b)

Überzeugungsfrage

c)

Verhaltensfrage

d)

Soziodemografische Frage

61.

Wie lassen sich die folgenden Fragen nach Fragegegenstand einordnen? d. Sollte ein generelles Tempolimit von 130km/h130\,\text{km/h} auf deutschen Autobahnen eingeführt werden?

a)

Einstellungsfrage

b)

Überzeugungsfrage

c)

Verhaltensfrage

d)

Soziodemografische Frage

62.

Zu welchem Zeitpunkt innerhalb einer Befragung (von Kontaktaufnahme bis Verabschiedung) sollten einfache soziodemografische Fragen (z. B. Alter, Geschlecht, Haushaltsgröße) gestellt werden?

a)

Bei Kontaktaufnahme

b)

Verabschiedung

c)

Am Anfang des Fragebogens

d)

Am Ende des Fragebogens

63.

Wie würden Sie Artefakte im Kontext von Erhebungstechniken definieren?

a)

Artefakte sind Reaktionen auf den Messvorgang.

b)

Artefakte sind eine inhaltliche Reaktion auf die gestellte Frage.

c)

Artefakte während der Befragung stammen ausschließlich von sozialer Erwünschtheit.

d)

Artefakte sind die persönlichen Merkmale von Befragten, welche abgefragt werden.

64.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Bei der Fragebogenkonstruktion sollte man Konsequenzlosigkeit der Antworten ermöglichen, sodass Forschende Deliktsgeschehen genauer identifizieren & bewältigen können.

b)

Konsequenzlosigkeit der Antworten verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Befragte ehrlich antworten.

c)

Die Anonymität der Datenerhebung gewährleistet die Konsequenzlosigkeit der Antworten nicht.

d)

Konsequenzlosigkeit der Antworten verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Befragte nur aus sozialer Erwünschtheit bestimmte Antworten geben.

65.

Welchen Vorteil haben telefonische gegenüber Face-to-face-Befragungen?

a)

Keine Interviewereffekte.

b)

Die Daten lassen sich unter sonst gleichen Bedingungen schneller erheben.

c)

Bei telefonischen Umfragen können keine Artefakte auftreten.

d)

Datenerhebung ist teurer.

66.

Bei schriftlichen Befragungen...

a)

kann die Erhebungssituation gut kontrolliert werden.

b)

sind die Kosten höher als bei einer F2F-Befragung.

c)

sind systematische Messfehler sehr unwahrscheinlich.

d)

können die Befragten überlegter antworten als bei mündlichen Befragungen.

67.

Was bezeichnet keine Technik, die bei der qualitativen Inhaltsanalyse angewandt wird?

a)

Zusammenfassung

b)

Extrapolation

c)

Explikation

d)

Strukturierung

68.

Ergänzen Sie den folgenden Satz! Bei einer Zufallsstichprobe...

a)

... sucht der Interviewer zufällig Leute auf der Straße für eine Datenerhebung aus.

b)

... wird per Zufallsprozess über die Elemente der Stichprobe entschieden.

c)

... kann der Fehler der Schätzung des Parameters der Population nicht berechnet werden.

d)

... entscheidet eine Quotierung über die Anzahl von Elementen in der Stichprobe.

69.

Um welche Auswahlverfahren handelt es sich bei der folgenden Stichprobenziehung? Aus der Liste des Einwohnermeldeamtes der Stadt Flensburg wird eine zufällige Stichprobe der Größe n gezogen.

a)

Einfache Zufallsstichprobe

b)

Geschichtete Zufallsstichprobe

c)

Klumpenstichprobe

d)

Mehrstufige Stichprobe

70.

Um welche Auswahlverfahren handelt es sich bei der folgenden Stichprobenziehung? Aus einer Liste aller Schulen in Schleswig-Holstein werden zufällig Schulen ausgewählt. In den ausgewählten Schulen werden alle Mitglieder des Lehrkollegiums in die Stichprobe aufgenommen.

a)

Einfache Zufallsstichprobe

b)

Geschichtete Zufallsstichprobe

c)

Klumpenstichprobe

d)

Mehrstufige Stichprobe

71.

Um welche Auswahlverfahren handelt es sich bei der folgenden Stichprobenziehung? Wir wollen eine Stichprobe der Personen im Alter 15–67 der Stadt Dresden haben. Aus jedem Stadtbezirk der Stadt wird eine Zufallsstichprobe der Größe n proportional zu dem Bevölkerungsanteil des Stadtbezirks gezogen.

a)

Einfache Zufallsstichprobe

b)

Geschichtete Zufallsstichprobe

c)

Klumpenstichprobe

d)

Mehrstufige Stichprobe

72.

Was ist eine Methode, um Haushalte bei mehrstufigen Zufallsstichproben auszuwählen?

a)

Random Route

b)

„willkürlicher" Auswahl.

c)

Geburtsmonat.

d)

Schwedenschluisse.

73.

Was trifft auf Klumpenstichproben zu?

a)

Sind keine richtigen Zufallsstichproben.

b)

Geringere Genauigkeit als Quotenstichprobe.

c)

Synonym für geschichtete Zufallsstichprobe.

d)

Möglichkeit einer geringeren Genauigkeit als geschichtete Zufallsstichproben.

74.

Im Zusammenhang mit einer Stichprobe beschreibt der Begriff „Undercoverage":

a)

Personengruppen, die in unsere Stichprobe erfasst werden, obwohl sie nicht der Grundgesamtheit angehören.

b)

Ausschließlich Personen, die die Teilnahme verweigern oder nicht teilnehmen können.

c)

Die Menge von Objekten, über die aufgrund der Stichprobe Aussagen getroffen werden können.

d)

Personengruppen, wenn sie nicht von der Stichprobe erfasst werden können, obwohl sie der Grundgesamtheit angehören.

75.

Welche Aussage trifft zu?

a)

Systematische Ausfälle erhöhen die Selektivität der Stichprobe.

b)

Zufällige Ausfälle erhöhen den Undercoverage.

c)

Systematische Ausfälle schaffen eine bessere Abdeckung der Grundgesamtheit durch die Inferenzpopulation.

d)

Zufällige Ausfälle erhöhen die Genauigkeit, mit der man von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit schließen kann.

76.

Was ist der Modus?

a)

Der Durchschnitt.

b)

Die Häufigkeit der häufigsten vorkommenden Kategorie.

c)

Die am häufigsten vorkommende Kategorie.

d)

Die Kategorie mit dem größten Wert.

77.

Welche der folgenden Aussagen trifft zu?

a)

Der Median wird stark durch Ausreißer beeinflusst.

b)

Das arithmetische Mittel wird stark durch Ausreißer beeinflusst.

c)

Der Median ist immer größer als das arithmetische Mittel.

d)

Der Modus ist immer größer als das arithmetische Mittel.

78.

Welches Skalenniveau hat die Variable, welche die Tabelle darstellt? Die Tabelle zeigt Antwortkategorien mit Häufigkeiten und Prozenten: „trifft gar nicht zu“, „trifft eher nicht zu“, „teils/teils“, „trifft eher zu“, „trifft völlig zu“.

a)

Nominal

b)

Ordinal

c)

Intervall

d)

Ratioskaliert

79.

Welche deskriptiven Maßzahlen sind geeignet, die Variable zu beschreiben? Die Tabelle zeigt Antwortkategorien mit Häufigkeiten und Prozenten: „trifft gar nicht zu“, „trifft eher nicht zu“, „teils/teils“, „trifft eher zu“, „trifft völlig zu“.

a)

Modus

b)

Modus und arithmetisches Mittel

c)

Modus, Median

d)

Modus, Median und arithmetisches Mittel

80.

Betrachten Sie folgende Hypothese: „Die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei beeinflusst die Teilnahme an der Wahl für das EU-Parlament." Welche Skalenniveau weist die abhängige Variable auf?

a)

Nominal

b)

Ordinal

c)

Intervallskaliert

d)

Ratioskaliert

81.

Betrachten Sie folgende Hypothese: „Die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei beeinflusst die Teilnahme an der Wahl für das EU-Parlament." Welche Skalenniveau weist die unabhängige Variable auf?

a)

Nominal

b)

Ordinal

c)

Intervallskaliert

d)

Ratioskaliert

82.

Betrachten Sie folgende Hypothese: „Die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei beeinflusst die Teilnahme an der Wahl für das EU-Parlament." Welche deskriptiven Maßzahlen sind geeignet, die Variablen zu beschreiben?

a)

Modus

b)

Modus und arithmetisches Mittel

c)

Modus, Median

d)

Modus, Median und arithmetisches Mittel

83.

Betrachte das Streudiagramm mit x003_mean auf der x‑Achse (Durchschnittsalter im Land) und d017_mean auf der y‑Achse (durchschnittlich als ideal empfundene Kinderzahl). Lässt sich hier ein Zusammenhang erkennen (mit ggf. welchem Vorzeichen)?

a)

Ja, ein Zusammenhang mit einem positiven Vorzeichen ist erkennbar.

b)

Ja, ein Zusammenhang mit einem negativen Vorzeichen ist erkennbar.

c)

Ein Zusammenhang von Kollektivmerkmalen kann nicht ermittelt werden.

d)

Nein, ein Zusammenhang ist nicht erkennbar.

84.

Welche Beschreibung der Datenlage ist korrekt? Grundlage ist das Streudiagramm mit x003_mean (Durchschnittsalter im Land) und d017_mean (durchschnittlich als ideal empfundene Kinderzahl).

a)

Je höher das Durchschnittsalter in einem Land, desto geringer ist im Durchschnitt die als ideal empfundene Kinderzahl.

b)

Je geringer das Durchschnittsalter in einem Land, desto geringer ist im Durchschnitt die als ideal empfundene Kinderzahl.

c)

Je älter eine Person ist, desto geringer ist die als ideal empfundene Kinderzahl.

d)

Die durchschnittlich als ideal empfundene Kinderzahl steht nicht in Zusammenhang mit dem Durchschnittsalter in einem Land.

85.

Was ist die Grundidee der linearen Regression?

a)

Eine Gerade wird so gewählt, dass die Summe der quadrierten vertikalen Abstände zwischen Datenpunkten und Gerade minimal ist (Kleinste‑Quadrate‑Schätzung).

b)

Eine Kurve wird gewählt, die jeden Datenpunkt exakt trifft, sodass keine Abweichungen verbleiben.

c)

Eine Gerade wird so gewählt, dass die Summe der absoluten Abstände zwischen Punkten und Gerade maximal ist.

d)

Eine Gerade wird zufällig platziert und anschließend nach subjektivem Eindruck angepasst.

86.

Was kann mit einer bivariaten Regression vorhergesagt werden?

a)

Werte der abhängigen Variable

b)

Werte der unabhängigen Variable

c)

Spannweite der abhängigen Variable

d)

Spannweite der unabhängigen Variable