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WorksheetsIVb.1: Neu- und Frühgeborene pflegen (Fokus: FG)
Total questions: 14
Worksheet time: 14mins
Lange galt, dass Frühgeborene noch keine Schmerzen fühlen können. Diese Aussage ...
...ist korrekt. Die Nerven des Frühgeborenen vor allem unter der 30. SSW sind noch nicht ausreichend myelinisiert.
...ist völlig unzutreffend. Sie nehmen Schmerzen diffus und vermutlich sogar stärker war, als wir es tun.
...ist fragwürdig. Niemand untersucht das Schmerzempfinden von Frühgeborenen momentan ausreichend.
Welche Aussagen über die Hirnblutung beim Frühgeborenen sind korrekt? (Mehrfachauswahl)
Je unreifer das Kind, desto höher die Hirnblutungsgefahr
Die Durchführung der therapeutischen Hirnblutungsprophylaxe ist vor allem in den ersten 72 Lebensstunden relevant
Hirnblutungen beim Frühgeborenen hinterlassen selten bleibende Schäden, sie kann als zweitrangiges Gesundheitsproblem betrachtes werden
Das Ausmaß der Hirnblutung wird in Graden eingeteilt
Das pflegerische Prinzip des minimal Handlings in der Neonatologie kann effektiv Schmerz- und Stressmomente beim Frühgeborenen reduzieren und ist deshalb aktive Entwicklungsförderung.
Korrekt
Unsinn, Entwicklungsförderung bedeutet immer aktives Handeln am Kind
Die langfristige Trennung von Eltern und Kind durch die neonatologische Behandlung (meist im Inkubator) kann...
...zu mittelfristigen Bindungsproblemen führen, die nach der Behandlung viel Aufarbeitung benötigen
...führt nachgewiesen dazu, dass das Kind im frühen Jugendalter suchtanfälliger ist (z.B. für Nikotin und Alkohol)
...die Laktogenese der Mutter aktiv beeinflussen
...die Infektionsanfälligkeit des Kindes nachgewiesen reduzieren
Frühgeborene sind in besonderem Maße anfällig für eine NEK. NEK bedeutet:
Nekrotische Enterokolitis
Neonatal - entzündliche Koronarerkrankung
Neoplastische Entwicklung im Keinhirn
Frühgeburtlichkeit lässt sich wie folgt einteilen (Mehrfachauswahl):
Extreme Frühgeburtlichkeit <28+0 SSW
Frühe Frühgeburtlichkeit 28+0 SSW - 34+0 SSW
Frühe Frühgeburtlichkeit 28+0 SSW - 31+6 SSW
Moderate Frühgeburtlichkeit 32+0 SSW - 36+6 SSW
Moderate Frühgeburtlichkeit 36+0 - 37+6 SSW
Die Ernährungssituation von extremen Frühgeborenen ...
...ist zunächst zweitrangig, da sie keinen nennenswerten Kalorienverbrauch haben
...sollte zunächst parenteral kombiniert mit oraler Stimulation erfolgen
...sollte ausschließlich mit oralen Trinkangeboten mit Muttermilch erfolgen
...muss unbedingt fettarm gestaltet werden, da das Frühgeborene Fette noch nicht verstoffwechseln kann
Im Fallbeispiel "Tanja" wurde ein ethische Falldiskussion geführt. Welche Aussagen über Falldiskussionen sind korrekt? (Mehrfachauswahl)
Ethische Falldiskussionen können durch einen Moderator geleitet werden. Dies hat den Vorteil, dass alle Beteiligten gleichauf Redeanteile haben.
Ethische Falldiskussionen bieten Raum für Fakten, ebenso wie für persönliche Gefühle.
Ethische Falldiskussionen in der Neonatologie legen schwerpunktmäßig Fokus auf die Meinung der Mediziner. Eltern haben weniger Mitspracherecht.
Die Pflege wird grundsätzlich nicht an Falldiskussionen beteieligt.
Stresszeichen vom Frühgeborenen können sein (Mehrfachauswahl):
Grimassieren
Bradykardien
Sättigungsabfälle
Salutieren
Schreien
Das RDS (Respiratory Disstress Syndrom) beim Frühgeborenen (Mehrfachauswahl)...
...ist eine der häufigsten Gesundheitsstörungen der Frühgeborenenperiode
...resultiert aus der unreifen Lungenstruktur und einem Surfactantmangel
...kann weitergehend zum Umbau von funktionalem Lungengewebe führen, sodass das Krankheitsbild der BPD entsteht
...kann medikamentös nicht behandelt werden
Das Therapieverstehen der Eltern bestimmt die Genesung des Kindes maßgeblich mit, denn auch sie haben aktiven Anteil am Behandlungsprozess (z.B durch Kanguruhen).
Korrekt, Eltern können ihr Kind aktiv begleiten
Falsch, das ist ein neonatologisches Märchen, welches man Eltern gerne erzählt, um ihnen die Ohnmacht zu nehmen
Man nutzt die bildgebende Diagnostik des (a) um die Verdachtsdiagnose RDS zu belegen.
Um die Eltern schonend an die Situation auf der Neonatologie heranzuführen, empfiehlt es sich z.B. (Mehrfachauswahl)...
...Bezugspflege durchzuführen
...das Kind stets beim Namen zu nennen und seine Ressourcen anzusprechen
...die Eltern zunächst nicht an das Kind herantreten zu lassen, im ihnen den Anblick von Zu- und Ableitungen und den Gerätschaften zu ersparen
...den Eltern eine offene Gesprächskultur anzubieten
Das Apnoe-Bradykardie-Syndrom hat keinen Einfluss auf die neurologische Entwicklung des Kindes. Wie bewerten Sie diese Aussage?
Sie ist korrekt. Das kindliche Hirn kann kurze Ischämien gut verarbeiten.
Sie ist falsch. Das kindliche Hirn sollte keinen anhaltenden Hypoxien ausgesetzt werden. Deswegen werden die Kinder bei Apnoen nach circa 20-30 Sekunden stimuliert.
