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Sprachtheorien

Total questions: 10

Worksheet time: 7mins

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1.

Ein sprachliches Zeichen setzt sich nach Ferdinand de Saussure aus folgenden Aspekten zusammen (Mehrfachauswahl möglich):

a)

Lautbild und Vorstellung

b)

langage und parole

c)

Signifikat und Signifikant

d)

Arbitrarität und Konventionalität

2.

Wie heißt der Begründer des Strukturalismus?

a)

Benjamin Lee Whorf

b)

David Crystal

c)

Ferdinand de Saussure

d)

Dieter E. Zimmer

3.

Die Strömung des "Sprachdeterminismus" geht davon aus, dass...

a)

...Sprache und Denken sich gegenseitig bedingen

b)

...die Sprache vom Denken abhängt.

c)

...Sprache und Denken getrennt voneinander ablaufen.

d)

...die Sprache unsere Wahrnehmungen und somit unser Denken organisiert.

4.

Der Zusammenhang zwischen Lautbild und Vorstellung ist nach F. de Saussure konventionalisiert. Das bedeutet,... (Mehrfachauswahl möglich)

a)

...dass die Verknüpfung von Sprache und Lautbild willkürlich ist.

b)

...dass die Verknüpfung eines Lautbildes mit einer bestimmten Vorstellung durch die Erziehung, die Medien usw. generiert wird.

c)

...dass die Verknüpfung von Vorstellung und Lautbild auf der Einigung der Mitglieder einer Sprachgemeinschaft basiert.

d)

...dass man frei entscheiden kann, welche Worte man für welchen Begriff wählt.

5.

Die Verknüpfung von Vorstellung und Lautbild ist nach Ferdinand de Saussure arbiträr. Das bedeutet,... (Mehrfachauswahl möglich)

a)

...dass der Zusammenhang zwischen Vorstellung und Lautbild sich historisch entwickelt hat.

b)

...dass der Zusammenhang zwischen Vorstellung und Lautbild willkürlich ist.

c)

...dass der Zusammenhang zwischen Vorstellung und Lautbild nicht auf logischen Regeln basiert.

d)

...dass der Zusammenhang zwischen Vorstellung und Lautbild durch die Gesellschaft generiert wird.

6.

Auf welche der folgenden Beispiele trifft das Kriterium der Arbitrarität zu? (Mehrfachauswahl möglich)

a)

Metaphern ("Mein Herz brennt").

b)
c)
d)
7.

Was sagt das "linguistische Relativitätsprinzip" nach Benjamin L. Whorf über Sprache aus? (Mehrfachauswahl möglich)

a)

Sprache organisiert unser Denken. Die Wahrnehmung und Deutung der Realität hängt von der Sprache ab, die ich spreche.

b)

Es lassen sich objektive und allgemeingültige Schlüsse über die Welt ziehen.

c)

Menschen unterschiedlicher Sprachgemeinschaften deuten die Welt jeweils anders.

d)

Die Sprache (=Linguistik) ist relativ gleich für jeden.

8.

Markiere alle Belege, die die Sapir-Whorf-Hypothese stützen (Mehrfachauswahl möglich):

a)

Im Bereich der Abstrakta lassen sich Vorstellungen finden, deren Bezeichnung in bestimmten Sprachen einzigartig sind und für die es keine adäquate Übersetzung gibt.

b)

Die Piraha kennen lediglich die Zahlwörter "eins", zwei" und "viele". Darüberhinaus gelingt es ihnen nicht, Gegenstände oder Personen zu zählen.

c)

Menschen werden bereits mit Denkfähgkeiten geboren, die ihre Interaktion und ihre Wahrnehmung beeinflussen.

d)

Durch Verbalisierungen werden Denkprozesse gestützt und erleichtert.

e)

Die Inuit kennen eine Vielzahl an Begriffen für Schnee, weshalb ihre Vorstellung von diesem Wetterphänomenviel komplexer und differenzierter ist.

9.

Markiere alle Argumente, welche die Sapir-Whorf-Hypothese stimmig widerlegen (Mehrfachauswahl möglich):

a)

Die Lebenswelt der meisten Menschen ähnelt sich, weshalb es im Bereich der Konkreta zahlreiche gemeinsame Sprachkategorien und Begriffe gibt.

b)

Wenn eine Sprache ausstirbt, gehen damit auch ihre Denkweise und Kultur verloren.

c)

Denkkategorien bilden sich aufgrund des Bedarfs und der kulturellen Prägung.

d)

Jede Sprache ist ein Spiegelbild der Kultur, die sie beeinflusst.

10.

Bei Menschen mit einer Aphasie ist das Sprachzentrum des Gehirns nach einer Erkrankung (z.B. Schlaganfall, Hirnblutung, Tumor) oft schwer geschädigt (Aphasie bedeutet "ohne Sprache"). Betroffene können jedoch logisch denken, Situationen richtig erfassen und klar beurteilen. .

Welche Rückschlüsse lassen sich anhand dieses Beispiels über den Zusammenhang von Sprache und Denken ziehen? (Mehrfachauswahl möglich)

a)

Die Sprachfähigkeit hat nur begrenzten Einfluss auf die Denkfähigkeit.

b)

Sprache und Denken hängen nicht zusammen und verlaufen völlig unabhängig voneinander.

c)

Dieses Beispiel stellt ein Kontra-Argument zur Position von Benjamin L. Whorf dar.

d)

Dieses Beispiel stellt ein Pro-Argument zur Position von Benjamin L. Whorf dar.