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Grundlagen der Sozialisationsforschung: Lektion 8

Total questions: 6

Worksheet time: 4mins

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1.

Soziale Ungleichheit ist nicht einfach nur Ungleichartigkeit, sondern beinhaltet den privilegierten Zugang zu Ressourcen und gesellschaftsstrukturierende sowie benachteiligende Lebensbedingungen (Löw & Krüger, 2003). Welche Aussagen zur Unterscheidung nach Krickle (1992) treffen zu?

a)
  • hierarchische Assoziation: Verfügungschancen aufgrund sozialer Positionen innerhalb einer Hierarchie

b)
  • selektive Organisation: Beziehungen zwischen Gleichen begünstigen die Integrierten und weisen für Andere Ausschlusscharakter auf 

c)
  • Reichtumsdimension: Zugangschancen zu primär materiellen Produkten und Bedingungen

d)
  • Wissensdimension: Zugangschancen zur primär symbolischen Kultur

2.

Löw und Krüger (2003) unterscheiden zwischen Klasse, Schicht und Milieu. Was stimmt?

a)

Milieu =
Eine Gruppierung von Menschen, die in ähnlichen Umständen leben, ähnlich denken und so das Verhalten der Einzelnen in ähnlicher Weise prägen. 

b)

Klasse =
Eine Klasse umfasst Gesellschaftsmitglieder, denen ein in etwa gleichem sozialem Status und damit ein gleiches soziales Prestige zugemessen wird.

c)

Schicht =

Die Gesamtheit der Individuen, die sich aufgrund gleicher/ähnlicher ökonomischer Existenzbedingungen in einer vergleichbaren Soziallage befinden.

3.

Durch die soziale Herkunft, die Schichtzugehörigkeit und durch den damit zusammenhängenden Bildungserfolg ergeben sich für Familienmitglieder Vor- und Nachteile. Was spielt nach Baader und Freytag (2017) dabei eine Rolle?

a)
  • Arbeitsbedingungen und Bildungsgrad der Eltern

b)
  • Sprachstile und Mediennutzung

c)
  • Persönlichkeits-entwicklung und Sozialisation

d)
  • ökonomisch-soziale Lebenslage

4.

Laut den Ergebnissen der PISA-Studie entscheidet die soziale Herkunft über den Besuch einer Haupt- oder Realschule, nicht die Leistung. Welche Punkte treffen auf die Ergebnisse der Studie zu?

a)

Je niedriger der Bildungsabschluss der Eltern, umso seltener besuchen die Kinder das Gymnasium.

b)

Jugendliche aus Migrantenfamilien haben fast doppelt so häufig keinen Hauptschulabschluss als Jugendliche aus deutschen Familien. 

c)

Kinder aus der Arbeiterklasse sind stärker von schulischen Belastungen betroffen als die Kinder aus bildungsnahen Schichten.

d)

Lehrkräfte handeln dennoch unabhängig von der sozialen Herkunft.

5.

Die Forderung der Chancengleichheit ist eine wichtige Maxime bildungs- und gesellschaftlicher Initiativen. Trotz häufiger Kritik an der Chancenungleichheit herrscht große Unwissenheit über die genaue Bedeutung des Begriffs.

Welche Ebenen der (Un-)Gleichheit existieren nach Heid (1988)?

a)

Lern-voraussetzungen

b)

Lerngelegenheiten

c)

Lernresultate

d)

Lernmethoden

6.

Nach Rolff (1980, zitiert nach Hurrelmann & Bauer, 2006) vollzieht sich der Sozialisationsprozess zirkelförmig.

Er unterteilt den Zirkel in welche drei Sozialisationsbereiche?

a)

Berufliche Sozialisation

b)

Schulische Sozialisation

c)

Familiale Sozialisation

d)

Sozialisation mit Gleichaltrigen