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P40-199 - Aktuell

Total questions: 72

Worksheet time: 4hrs 32mins

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1.
  1. 1. Welche Begriffe sind dem Bürgerlichen Recht zuzuordnen?

a)

Unerlaubte Handlung

b)

Bewacherregister

c)

Besitzdiener

d)

Gewaltmonopol

e)

Exekutive

2.

Was ist im Strafrecht, das zum öffentlichen Recht zählt, geregelt?

a)

Die Anwendung von Besitzschutzrechten

b)

Die Schuldunfähigkeit des Kindes

c)

Die Stellung eines Strafantrages

d)

Die Pflicht zum Schadenersatz

e)

Der Angriffsnotstand

3.

Was sind hoheitliche Rechte?

a)

Die Kontrolle eines Rucksacks bei einem Stadionbesucher durch eine Wachperson. Die Kontrolle erfolgt auf Einwilligung des Betroffenen.

b)

Die Sicherstellung und Beschlagnahme von Beweismitteln beim Beschuldigten durch den Staatsanwalt

c)

Die Befragung eines auf frischer Tat betroffenen Täters auf freiwilliger Basis durch eine Wachperson z.B. nach einem Ladendiebstahl

d)

Die Durchsuchung der Wohnung eines Tatverdächtigen zum Zwecke seiner Ergreifung durch Polizeibeamte

4.

Weiche grundsätzlichen Aussagen zum Bundes- und Landesrecht in der Bundesrepublik Deutschland sind richtig?

a)

Das Bundesrecht bricht das Landesrecht

b)

Das Landesrecht umfasst z.B. das Polizeirecht

c)

Das Bundesrecht und das Landesrecht sind gleichgestellt

d)

Das Bundesrecht betrifft nur das Straf- und Gewerberecht

5.

Was sind im Sinne von §34a GewO keine Bewachungstätigkeiten?

a)

Aufklärungs- und Ermittlungstätigkeiten

b)

Revier- und Streifendienste

c)

Schutz vor Ladendieben

d)

Einlasskontrollen in ein Stadion durch Angestellte eines Fußballvereins

6.

Für welche Bewachungstätigkeiten benötigen Wachpersonen die Bescheinigung über das Unterrichtungsverfahren gemäß §3 4a GewO?

a)

Bewachung von zugangsgeschützten Großveranstaltungen

b)

Personenschutz, unabhängig von öffentlichen oder nicht- öffentlichen Verkehrsraum

c)

Kontrollgänge auf U-Bahnhöfen und in S-Bahnen in Empfangshallen von Flughäfen

d)

Einsatz als sogenannte Wellenbrecher vor der Bühne zum Schutz der Musiker

7.

Welche Behörde kann gemäß GewO dem Bewachungsgewerbetreibenden die Beschäftigung einer Wachperson mit Bewachungsaufgaben untersagen, wenn die Wachperson nicht die für ihre Tätigkeit erforderliche Zuverlässigkeit besitzt?

a)

Die nach Landesrecht zuständige Behörde

b)

Die Bundesagentur für Arbeit

c)

Die Staatsanwaltschaft

d)

Die Verwaltungs- und Berufsgenossenschaft

8.

Wann besitzt in der Regel eine Wachperson gemäß §34a GewO nicht die erforderliche Zuverlässigkeit?

a)

Wenn sie wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen rechtskräftig verurteilt wurde

b)

Wenn sie Mitglied in einer verfassungswidrigen Partei war und seit Beendigung der Mitgliedschaft zehn Jahre noch nicht verstrichen sind

c)

Wenn sie Mitglied in einer zugelassenen politischen Partei ist und aktiv die Verfolgung der politischen Ziele unterstützt

9.

Gemäß DS-GVO ist die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten grundsätzlich verboten?

a)

Gewerkschaftszugehörigkeit

b)

Name, Vorname, Geburtsdatum

c)

Gesundheitsdaten

d)

Anschrift des Arbeitnehmers

10.

Unter welchen Voraussetzungen ist gemäß DS-GVO und BDSG die Videoüberwachung zulässig?

a)

Wenn am Ort der Videoüberwachung für betroffene Personen an einer Zugänglichen Stelle Informationen zur Verfügung stehen, u.a. der Name und Kontaktdaten der für die Videoüberwachung verantwortlichen Person bekannt gemacht werden

b)

Wenn die Videoüberwachung ausschließlich auf umfriedeten Betriebsgelände zum Schutz vor Diebstahl stattfindet

c)

Wenn die Videoüberwachung z.B. der Wahrnehmung des Hausrechts dient und keine schutzwürdigen Interessen der Betroffenen überwiegen

d)

Wenn zur schnellen und eindeutigen Identifizierung natürlicher Personen Gesichtserkennungssoftware eingesetzt wird

11.

Wann müssen gemäß DS-GVO personenbezogene Daten grundsätzlich gelöscht werden?

a)

Wenn es der Betroffene ausdrücklich verlangt

b)

Wenn sie unrechtmäßig verarbeitet wurden

c)

Wenn ihre Speicherung länger als sechs Monate andauert

d)

Wenn sie verarbeitet werden sollen, um Direktwerbung zu betreiben und der Betroffene dagegen widerspricht

12.

Welche Aussagen zum Begriff „personenbezogene Daten" sind gemäß DS-GVO richtig?

a)

Personenbezogene Daten umfassen alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare Person beziehen

b)

Personenbezogene Daten sind unter anderem Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse z.B. Baupläne einer Maschine

c)

Personenbezogene Daten sind auch E-Mail-Adressen, wenn die Angaben in der Adresse die Identifikation natürlicher Personen ermöglichen

d)

Personenbezogene Daten sind z.B. Firmenname und Gesellschaftsformen eines Unternehmens

13.
  1. 13. A wurde sein Roller gestohlen. Einige Tage später begegnet er auf der Straße dem ihn Unbekannten D, der gerade mit dessen Roller wegfahren will. Was darf A gemäß §229 BGB, allgemeine Selbsthilfe, tun?

a)

Er darf dem D den Roller abnehmen und wieder in seinen Besitz nehmen. A darf dabei den Widerstand des D brechen

b)

Er darf D nach einem Ausweis durchsuchen, wenn D seine Personalien nicht Freiwillig nennen will

c)

Er darf D festnehmen, wenn D seine Personalien nicht nennen will und versucht unerkannt zu entkommen

d)

Er darf gegen D nichts unternehmen, weil er D nicht auf frischer Tat betroffen hat

14.

Wer ist Eigentümer gemäß BGB?

a)

Jemand, der einen deutschen Reisepass besitzt

b)

Jemand, der ein Fahrzeug gestohlen hat

c)

Jemand, der nach Bezahlung vom Verkäufer ein Handy erhalten hat

d)

Jemand, der Geschäftsräume gemietet hat

15.

Welche Aussagen zum Schikaneverbot gemäß BGB sind richtig?

a)

Schikane kann einen Schadensersatzanspruch auslösen

b)

Schikane liegt nur dann vor, wenn der Täter Vermögensvortelle damit erzielt

c)

Gegen Schikane ist Notwehr zulässig

d)

Schikane liegt vor, wenn der Arbeitgeber dem ordnungsgemäß gekündigten Mitarbeiter Hausverbot erteilt

16.

Welche der Aussagen zur Notwehr gemäß BGB sind richtig?

a)

Die Notwehr erfordert eine Abwägung der betroffenen Rechtsgüter

b)

Ein Angriff ist rechtswidrig, wenn er im Widerspruch zur Rechtsordnung steht

c)

Die Notwehr ist ein Rechtfertigungsgrund. Ein Schadensersatzanspruch kann Entfallen

d)

Der Angriff eines herrenlosen Tieres kann durch Notwehr abgewehrt werden

17.

Wer handelt unerlaubt gemäß §823 BGB?

a)

Wer durch eine Notwehrhandlung die Gesundheit eines anderen beschädigt

b)

Wer schuldhaft Rechte oder Rechtsgüter anderer widerrechtlich verletzt

c)

Wer durch eine Notwehrhandlung Sachen eines anderen beschädigt

d)

Wer im Rahmen der allgemeinen Selbsthilfe den Verpflichteten festnimmt

18.

Ist eine Person, die widerrechtlich das Eigentum einer anderen Person beeinträchtigt hat, gemäß BGB zum Schadensersatz verpflichtet?

a)

Nein, sie ist nicht zum Schadensersatz verpflichtet, wenn eine Haftpflichtversicherung den Schaden bezahlt

b)

Nein, sie ist nicht zum Schadensersatz verpflichtet, wenn sie als Wachperson gehandelt hat

c)

Nein, sie ist nicht zum Schadensersatz verpflichtet, wenn sie zur Tatzeit sechs Jahre alt ist

d)

Ja, sie ist zum Schadensersatz verpflichtet, z.B. in Form der Erstattung von Reparaturkosten

19.

Welche Aussagen zu Ansprüchen sind gemäß BGB richtig?

a)

Ansprüche entstehen ausschließlich durch Vertragsabschlüsse zwischen Privatpersonen

b)

Ansprüche wie Schadensersatzansprüche können nach einer unerlaubten Handlung entstehen

c)

Ansprüche beinhalten das Recht, von einem anderen ein Tun oder Unterlassen zu verlangen

d)

Ansprüche können nur gegen Dritte entstehen, z.B. gegen den Arbeitgeber. Ausgeschlossen sind Ansprüche gegen Familienmitglieder

20.
  1. 20. Ein Kunde beschädigt in einem Warenhaus aus Versehen ein teures Gerät und versucht zu entkommen. Der Ladendetektiv sieht den Vorfall. Er kennt den Kunden persönlich. Welche Aussage ist gemäß BGB richtig?

a)

Der Ladendetektiv ist verpflichtet, den Kunden festzunehmen, um das Diebesgut sicherzustellen

b)

Der Ladendetektiv ist verpflichtet, den Vorfall dem Warenhausbetreiber zu melden. Dieser kann den Kunden auf Schadensersatz verklagen

c)

Der Ladendetektiv darf den Kunden festnehmen, wenn erkennbar ist, dass die Polizei nicht rechtzeitig eintreffen wird

d)

Der Ladendetektiv darf den Kunden festnehmen, um ihn später der Polizei zu übergeben

21.

Welche Aussagen zum Besitzer bzw. Besitzdiener sind gemäß BGB richtig?

a)

Der Besitzer übt die tatsächliche Gewalt über eine Sache aus

b)

Der Besitzdiener muss mit der ihm übergebenen Sache gemäß den Weisungen des Besitzers umgehen

c)

Der Besitzer hat an einer Sache dieselben Rechte wie der Eigentümer

d)

Der Besitzerdiener hat im Vergleich zum Besitzer keine Selbsthilferechte

22.

Welche Aussage zur Verteidigungshandlung bei der Notwehr ist richtig?

a)

Der Angegriffene muss in allen Notwehrsituationen auf die Verteidigungshandlung verzichten, wenn er dem Angriff ausweichen kann

b)

Der Angegriffene darf den Angriff sofort beenden. Deshalb ist es z.B. nicht Erforderlich, den Einsatz einer Schusswaffe anzudrohen

c)

Der Angegriffene darf sich erst dann verteidigen, wenn es ihm nicht möglich ist, fremde Hilfe zu holen

d)

Der Angegriffene darf die Verteidigungshandlung nur gegen den Angreifer und dessen Rechtsgüter richten

23.

Welche Aussagen zum Verteidigungsnotstand gemäß §228 BGB sind richtig?

a)

Die Notstandslage setzt voraus, dass durch eine fremde Sache die Gefahr einer Rechtsgutverletzung besteht

b)

Die Notstandshandlung setzt voraus, dass der Notstandshandelnde eine fremde Sache an sich nimmt, um mit dieser die drohende Gefahr abzuwenden

c)

Die Notstandshandlung setzt einen Abwehrwillen voraus, und sie muss zur Abwehr der Gefahr erforderlich sein

d)

Die Notstandshandlung setzt voraus, dass die Gefahr ausschließlich für eigene Rechtsgüter droht, z.B. für das Eigentum

24.

Wann liegt Verbotene Eigenmacht gemäß § 858 BGB vor?

a)

Bei einem widerrechtlichen Angriff auf Leib und Leben

b)

Beim unbefugten Betreten eines Firmengeländes

c)

Bei einer unbefugten Wegnahme von Firmeneigentum

d)

Beim Löschen eines Feuers mit einem Feuerlöscher, der einem Unbeteiligten gehört

25.

Welche Aussagen zur Beleidigung gemäß § 185 StGB sind richtig?

a)

Die Beleidigung ist ein Antragsdelikt

b)

Bei der Beleidigung ist der Versuch strafbar

c)

Eine Beleidigung liegt vor, wenn der Täter vorsätzlich und rechtswidrig die Ehre eines anderen verletzt

d)

Eine Beleidigung kann nur mit Worten begangen werden

26.

In welchem Fall liegt unterlassene Hilfeleistung gemäß § 323c StGB vor?

a)

Eine Person hat einen Krampfanfall und droht zu ersticken. Eine andere Person geht tatenlos vorbei, obwohl sie ohne eigene Gefährdung hätte helfen können

b)

Eine Nichtschwimmerin sieht an einem einsamen Badesee eine Person ertrinken. Sie ruft per Handy Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei

c)

Zwei Personen prügeln sich auf der Straße. Ein Passant greift nicht ein, da er befürchten muss, dass er angegriffen wird. Er verständigt die Polizei

d)

Eine Person hört Hilferufe aus einem brennenden Haus. Da das Risiko, bei einem Rettungsversuch ums Leben zu kommen, sehr hoch ist, informiert die Person sofort die Feuerwehr

27.

Wer begeht Hausfriedensbruch gemäß §123 StGB?

a)

Wer widerrechtlich in eine fremde Wohnung eindringt

b)

Wer in ein Kaufhaus geht, sich die Waren ansieht, aber nichts kauft

c)

Wer unbefugt in einem Geschäftsraum bleibt und sich nicht auf die Aufforderung eines Berechtigten entfernt

d)

Wer ein nicht befriedetes Privatgelände betritt, z.B. eine Wiese

28.

Wann liegt eine strafbare Sachbeschädigung gemäß § 303 StGB vor?

a)

Ein Kunde beschädigt bei der Eröffnungsfeier eines Einkaufzentrums aus Unachtsamkeit eine teure Haushaltsmaschine

b)

Ein Spaziergänger verletzt grundlos einen fremden Hund, den ein anderer Spaziergänger frei laufen lässt

c)

A vernichtet im Auftrag seines Chefs einen Ordner mit nicht mehr benötigten Geschäftsunterlagen

d)

B reißt aus Verärgerung über die Abmahnung einer Gehaltserhöhung den Außenspiegel an einem fremden Auto ab

29.

Bei welchen Delikten kann die fahrlässige Begehung strafbar sein?

a)

Bei Körperverletzungsdelikten

b)

Bei Beleidigungsdelikten

c)

Bei Waffendelikten

d)

Bei Eigentums- und Vermögensdelikten

30.
  1. 30. Wer begeht eine strafbare Freiheitsberaubung gemäß § 239 StGB?

a)

Wer einen Menschen gegen dessen Willen an einen Baum ankettet

b)

Wer einen Menschen bei Begehung eines Diebstahls gemäß § 127 Abs. 1 stopp vorläufig festnimmt

c)

Wer unbefugt alle Ausgänge eines Gebäudes blockiert, sodass niemand nach Hause gehen kann

d)

Wer einen Menschen in einem Raum einsperrt, der sich im Erdgeschoss befindet und mit leicht zu öffnenden Fenstern ausgestattet ist

31.

Welche Aussage zum Vergehen ist gemäß StGB richtig?

a)

Vergehen sind ausschließlich mit Geldstrafen bedroht

b)

Vergehen sind im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe unter einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bedroht

c)

Vergehen sind mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe ab einem Jahr bedroht

d)

Vergehen sind mit Geldbuße oder Freiheitsstrafe unter einem Jahr bedroht

32.

Wann begeht die Wachperson S eine Amtsanmaßung gemäß § 132 StGB?

a)

S kassiert auf dem Kundenparkplatz eines Einkaufzentrums Bußgelder wegen Nichteinhaltung der Parkplatzordnung. Bei dem Kundenparkplatz handelt es sich um eine tatsächlich-öffentliche Verkehrsfläche

b)

S stellt sich demonstrativ neben einen Bettler, der im Eingangsbereich eines Kaufhauses die Kunden anbettelt. Daraufhin geht der Bettler weg

c)

S gibt sich als Aufsichtsperson der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft aus und kontrolliert in einem Unternehmen die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften

d)

Nach einen Unfall in einer Einkaufsstraße unternimmt keiner der Passanten etwas. S fordert daraufhin einen der Passanten auf, aus dem nahe gelegenen Geschäft die Polizei und den Notarzt zu verständigen

33.

33. Türsteher S beobachtet einen Gast, der im offensichtlich berauschten Zustand mit seinem Pkw heimfahren will. S nimmt dem Gast den Autoschlüssel ab und unterbindet so die bevorstehende Trunkenheitsfahrt.

War die Vorgehensweise von S gerechtfertigt?

a)

S muss sich darauf beschränken, die Polizei zu verständigen

b)

Nein, weil der Gast für sein Verhalten allein verantwortlich ist

c)

Ja, S kann sich auf den Rechtfertigenden Notstand gemäß § 34 StGB berufen

d)

Ja, S durfte im Rahm der vorläufigen Festnahme nach § 127 Abs. 1 StPO die strafbare Trunkenheitsfahrt unterbinden

34.

34. Türsteher S verweigert dem leicht alkoholisierten Gast G den Zutritt zur Diskothek. Daraufhin schlägt G den S mit einem Schlagring nieder. S erleidet am Kinn eine Platzwunde. Hat sich G strafbar gemacht?

a)

Ja, wegen des Führens einer nach dem WaffenG verbotene Waffe

b)

Ja, wegen fahrlässiger Körperverletzung gemäß §§ 223,229 StGB

c)

Ja, wegen versuchten Hausfriedensbruch gemäß § 123 StGB

d)

Ja, wegen gefährlicher Körperverletzung gemäß §§ 223,224 StGB

35.

Welche Aussagen zu den Unterlassungsdelikten sind richtig?

a)

Der gesetzliche Tatbestand eines echten Unterlassungsdeliktes beschreibt eine Gebotsnorm

b)

Der gesetzliche Tatbestand eines echten Unterlassungsdeliktes beschreibt eine Verbotsnorm

c)

Das unechte Unterlassungsdelikt kann nur von einer Person begangen werden, die eine Garantenstellung innehat

d)

Das unechte Unterlassungsdelikt kann nur von einer Person begangen werden, bei der sich die Garantenstellung aus einem Gesetz ergibt

36.

Wann ist die vorläufige Festnahme gemäß § 127 Abs. 1 StPO zulässig?

a)

Ladendetektiv S beobachtet einen ihm Unbekannten, der gerade eine Fensterscheibe des von ihm bewachten Objektes einschlagen will. S kann die Tat durch rasches Eingreifen verhindern und nimmt den Flüchtenden nach kurzer Verfolgung fest

b)

Person K zeigt dem Ladendetektiv S den Kunden B, dem versehentlich eine Vase heruntergefallen ist. Die Scherben hat B mit den Füßen unter das Regal geschoben. B will sich entfernen. S nimmt B vorläufig fest

c)

Ladendetektiv S sieht, wie der ihm persönlich bekannte A auf dem Kundenparkplatz an Kraftfahrzeugen Radioantennen abbricht. Als sich A entfernen will, nimmt S den A vorläufig fest

d)

Eine Wachperson erkennt einen flüchtigen, auf einem Fahndungsplakat mit Haftbefehl gesuchten Straftäter und nimmt diesen vorläufig fest

37.

Welche Aussagen zum Verbandbuch sind richtig?

a)

Im Verbandbuch muss notiert werden, an wen Schmerzmittel und Verbandsmaterial ausgegeben wurde

b)

Im Verbandbuch müssen Erste-Hilfe-Leistungen, die während des Dienstes erfolgen, eingetragen werden

c)

Im Verbandbuch muss die Krankmeldung eines Mitarbeiters zum Dienstbeginn eingetragen werden

d)

Die im Verbandbuch eingetragenen Erste-Hilfe-Leistungen müssen fünf Jahre lang aufbewahrt und vertraulich behandelt werden

38.

Was sind andere berauschende Mittel?

a)

Medikamente, die die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen

b)

Koffein- und Nikotinhaltige Genussmittel

c)

Energydrinks

d)

Betäubungsmittel

39.

Was muss gemäß der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23, Wach- und Sicherungsdienste, beachtet werden, wenn das Wach- und Sicherungspersonal bei Dunkelheit eingesetzt wird?

a)

Das Wach- und Sicherungspersonal muss sich privat mit leistungsfähigen Taschenlampen ausrüsten

b)

Der Bewachungsgewerbetreibende muss für das Wach- und Sicherungspersonal mit leistungsfähigen Handleuchten ausrüsten

c)

Das Wach- und Sicherungspersonal muss funktionsfähige Ersatzleuchten Mitführen

d)

Das Wach- und Sicherungspersonal soll in erreichbarer Nähe auf Ersatzlampen und Ersatzbatterien Zugriff haben

40.
  1. 40. Wofür sind gemäß Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23, Wach- und Sicherungsdienste besondere Befähigungsnachweise für Wach- und Sicherungstätigkeiten erforderlich?

a)

Für das Führen von Diensthunden

b)

Für das Begleiten von Besuchern

c)

Für das Durchführen von Eingangskontrollen

d)

Für das Führen von Schusswaffen

41.

Welche Aussagen zur Ausrüstung sind gemäß der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23, Wach- und Sicherungsdienste, richtig?

a)

Sie muss immer auf dem neuesten technischen Stand sein

b)

Sie muss sich in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden

c)

Sie muss vor Witterungseinflüssen schützen und wasserabweisend sein

d)

Sie darf die Bewegungsfreiheit nicht mehr als nach den Umständen

42.

Gemäß der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23, Wach und Sicherungsdienste, müssen Schusswaffen mindestens einmal jährlich durch Sachkundige auf Handhabungssicherheit überprüft werden. Wer ist zur Prüfung der Handhabungssicherheit befugt?

a)

Nur wer Im Besitz des "Kleinen Waffenscheins" ist

b)

Nur wer die Ausbildung zum Büchsenmacher erfolgreich beendet hat

c)

Nur wer die Sachkunde nach § 34a GewO abgelegt hat

d)

Nur wer aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse über die jeweilige Schusswaffe hat

43.

Was muss bei der Haltung von Diensthunden gemäß der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23, Wach- und Sicherungsdienste, beachtet werden?

a)

Die Zwinger der Diensthunde müssen ständig bewacht werden

b)

Die Einzelhaltung aller Diensthunde muss gewährleistet sein

c)

Die Reinigung der Zwinger ist nur zulässig, wenn die Hunde einen Beißkorb tragen

d)

Das Verbotszeichen "Zutritt für Unbefugte verboten" muss an den Zwingern angebracht sein

44.

Welche Aussagen sind gemäß der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 1, Grundsätze der Prävention, richtig?

a)

Das Betreten von Räumen und der Aufenthalt darin Ist zu verbieten, wenn dadurch eine Gefahr für die Sicherheit und die Gesundheit entsteht

b)

Die Beschäftigten müssen auch solche Weisungen des Unternehmens beachten, die die Gesundheit gefährden

c)

Der Unternehmer muss dafür sorgen, dass jede Erste-Hilfe-Leistung der zuständigen Berufsgenossenschaft gemeldet wird

d)

Der Unternehmer muss dafür sorgen, dass den Beschäftigten die für ihren Arbeitsbereich geltenden Unfallverhütungsvorschriften in verständlicher Weise vermittelt wird

45.

Ist es möglich, mit einem Waffenschein erlaubnispflichtige Munition zu Erwerben?

a)

Nein, der Waffenschein umfasst den nur die Erlaubnis zum Führen von Waffen

b)

Ja, der Waffenschein erlaubt den Erwerb von Munition für die Schusswaffe, die in ihm eingetragen sind

c)

Nein, die Munition kann nur mittels eines Munitionserwerbsscheins oder einer entsprechend gesiegelten Waffenbesitzkarte erworben werden

d)

Ja, wenn die Erlaubnis zum Erwerb von Munition im Waffenschein eingetragen ist

46.

Was ist gemäß WaffG anzeigepflichtig?

a)

Wenn eine Person durch Waffengebrauch verletzt wurde

b)

Wenn der Waffenschein verloren wurde

c)

Wenn eine erlaubnispflichtige Waffe gefunden wurde

d)

Wenn eine erlaubnispflichtige Waffe beschädigt wurde

47.

Welche Aussagen zu Anscheinswaffen sind gemäß WaffG richtig?

a)

Anscheinswaffen dürfen im Bewachungsgewerbe zur Abschreckung potenzieller Täter geführt werden

b)

Der Transport von Anscheinswaffen ist nur in einem verschlossenen Behältnis zulässig, z.B. vom Waffengeschäft zur eigenen Wohnung

c)

Anscheinswaffen dürfen geführt werden, wenn es der Auftraggeber zur zur Erfüllung eines Bewachungsauftrages verlangt

d)

Anscheinswaffen sind auch unbrauchbar gemachte Schusswaffen mit dem Aussehen von Feuerwaffen

48.
  1. 48. Welche Aussagen zum "Kleinen Waffenschein" gemäß WaffG sind richtig?

a)

Er wird befristet erteilt

b)

Er wird unbefristet erteilt

c)

Er wird nur mit Beschränkungen erteilt

d)

Er gilt nur für Schreckschuss, Reizgas- und Signalwaffen mit PTB- Zeichen im Kreis

49.

Was bedeutet "Deeskalation"?

a)

Konzentration auf den Konflikt

b)

Stufenweise Entspannung einer Konfliktsituation

c)

Gewaltsame Beseitigung einer Konfliktsituation

d)

Den Grund der Eskalation fortbestehen lassen

50.

Was lässt sich beim Gesprächspartner durch aktives Zuhören erreichen?

a)

Distanz

b)

Vertrauen

c)

Zurückhaltung

d)

Offenheit

51.

Ein Mitarbeiter ist unentschuldigt mehrfach zu spät zum Dienst erschienen. Was ist beim Mitarbeitergespräch zu beachten?

a)

Mit dem Mitarbeiter ist ein Vertrauensgespräch zu führen

b)

Der Mitarbeiter ist vor den anderen Kollegen zu kritisieren

c)

Die Kritik ist emotional vorzubringen

d)

Die Eigenverantwortung des Mitarbeiters ist zu fördern

52.

Was kann der Sender tun, um sicherzustellen, dass er vom Empfänger richtig Verstanden wurde?

a)

Sich wichtige Aussagen und Hinweise vom Empfänger wiederholen lassen

b)

Sehr laut sprechen, damit er verstanden wird und sicher sein kann, dass die Botschaft beim Empfänger angekommen ist

c)

Dem Angesprochenen Verständnisfragen stellen und ihn bitten, diese zu beantworten

d)

Sehr leise sprechen, damit andere nicht mithören können und der Empfänger erkennt, dass nur er angesprochen wird

53.

Welche ist eine Suggestivfrage?

a)

"Würden Sie mit Ihrer großen Erfahrung neue Kollegen in ihre Arbeit einweisen?"

b)

"Es macht Ihnen doch sicherlich nichts aus, Überstunden zu machen?"

c)

"Was für Erfahrungen haben Sie mit der Tabellenkalkulation?"

d)

"Möchten Sie lieber in der Früh- oder in der Nachtschicht arbeiten?"

54.

Wann kann beim Umgang mit Gruppen aus unterschiedlichen Kulturen die Situation eskalieren?

a)

Wenn ein Gesprächspartner ungeduldig wird, weil seine Informationen nicht sofort verstanden werden

b)

Wenn die Beteiligten miteinander reden und Interesse an einer Lösung zeigen

c)

Wenn sich mehrere Personen gegen eine Minderheit verbünden

d)

Wenn durch verbale und nonverbale Kommunikation versucht wird, die Situation zu beruhigen

55.

Wodurch kann falsches Verhalten von Wachpersonen gegenüber Menschen mit Behinderung ausgelöst werden?

a)

Angst vor Unbekannten und Fehlern

b)

Angst vor Versprechern

c)

Angst vor Ansteckung

d)

Angst vor körperliche Anstrengung

56.

Welche Formulierung lassen ein Kritikgespräch eher negativ verlaufen?

a)

"Ich weiß das besser! Was verstehen Sie denn schon davon?"

b)

"Ich verstehe Ihre Argumente. Jedoch möchte ich alle gleich behandeln. Deshalb sind Ausnahmen heute nicht möglich."

c)

"Verstehen Sie bitte meine Position und Aufgabe. Sämtliche Sicherheitsmaßnahmen kommen auch Ihnen zugute

d)

"Sie sind selbst schuld, wenn ich jetzt Ihr Fehlverhalten eine Meldung machen muss!"

57.

Jugendliche lehnen häufig festgefügte Vorschriften und Ordnungsregeln ab. Wie sollte deshalb mit Jugendlichen kommuniziert werden?

a)

Die Jugendlichen auch bei Ordnungskonflikten respektieren

b)

Die Jugendlichen mit Strenge zur Ordnung rufen

c)

Die Jugendlichen vorurteilsfrei und ohne Vorhaltungen ansprechen

d)

Den Jugendlichen klarmachen, dass ihre Meinung nicht zählt

58.

Eine Großveranstaltung soll gesichert werden. Welche Schwerpunkte sollte die Einweisung in den Dienst beinhalten?

a)

Die Verhaltensgrundsätze im Umgang mit Menschenmengen

b)

Die Übertragung von hoheitlichen Befugnissen

c)

Die Überprüfung von Flucht- und Rettungswegen vor und während der Veranstaltung

d)

Die Bekanntgabe von Pausenzeiten

59.

Wann liegt eine offene Aggression vor?

a)

Wenn jemand eine Person absichtlich ohne Grund ohrfeigt

b)

Wenn jemand aus Unachtsamkeit stolpert und dabei eine Vase zerbricht

c)

Wenn jemand eine Person beschimpft und beleidigt

d)

Wenn jemand beim Einparken versehentlich ein fremdes Fahrzeug beschädigt

60.

In welchen Situationen handelt es sich um Gruppen?

a)

Wenn acht Personen an einer Haltestelle auf den Bus warten

b)

Wenn vier Wachpersonen in einer Schicht arbeiten und eine von ihnen der Schichtleiter ist

c)

Wenn Tausende von Zuschauern am Straßenrand einem Marathonlauf verfolgen

d)

Wenn eine Fußballmannschaft für ein Meisterschaftsspiel trainiert

61.

In welchen Fällen kann negativer Stress ausgelöst werden?

a)

Wenn routinemäßig eine Tätigkeit mit viel Erfahrung ausgeübt wird

b)

Wenn ein Mitarbeiter bei der Ausübung neuer Tätigkeiten überfordert Ist

c)

Wenn leichte Bürotätigkeiten ohne hohe Anforderung verrichtet werden

d)

Wenn in Räumen bei hohen Temperaturen und Lärm gearbeitet wird

62.

Was kann getan werden, um ein professionelles Telefongespräch zu führen?

a)

Deutlich und klar sprechen, kurze Sätze bilden

b)

Laut und schnell sprechen

c)

Hintergrundgeräusche und Störungen vermeiden

d)

Gleichförmig und eintönig sprechen, Silben verschlucken

63.

Wie können Konflikte mit schutzbedürftigen Personen entstehen?

a)

Wenn sich die schutzbedürftige Person ernst genommen und respektiert fühlt

b)

Wenn Vorurteile das Verhalten der Beteiligten beeinflussen

c)

Wenn vorhandene Ängste das Verhalten der Beteiligten steuern

d)

Wenn bei eigenem Fehlverhalten eine Entschuldigung angeboten wird

64.

Wann kann das Ehr- und Schamgefühl einer Person verletzt werden?

a)

Wenn sich Sicherheitsmitarbeiter bei Taschenkontrollen über Tascheninhalte lustig machen

b)

Wenn eine Person in einem von außen nicht einsehbaren Raum zu einem Arbeitsunfall befragt wird

c)

Wenn ein Arbeitskollege vor anderen mit lauter Stimme bloßgestellt wird

d)

Wenn ein Mitarbeitergespräch unter vier Augen geführt wird

65.

Wozu dienen Drehschleusen in Verbindung mit einem biometrischen Zutrittssystem?

a)

Sie verhindern das Einbringen verbotener Gegenstände

b)

Sie sichern die Durchsetzung der Hausordnung

c)

Sie verhindern, dass unberechtigte Personen Räume mit hohem Risiko z.B. Kassen, betreten

d)

Sie ermöglichen die Identifizierung einer befugten Person und deren Zutritt zu einem Sicherheitsbereich

66.

Was bewirkt die nachträgliche Montage von Sicherheitsfolien auf Glasflächen?

a)

Erhöhung des Widerstandswertes

b)

Verringerung des Verletzungsrisikos durch Splitterschutz

c)

Schallschutz

d)

Wärmeschutz

67.

Durch welche mechanischen Standards kann das Überwinden von Sicherheitszäunen erschwert werden?

a)

Durch eine Bauhöhe von 1,50 m

b)

Durch die Materialgüte, Bauhöhe, Konstruktion und Standfestigkeit

c)

Durch eine lückenlose Videoüberwachung

d)

Durch innen liegende Verbindungselemente

68.

Welche Maßnahmen gehören zum "vorbeugenden betrieblichen Brandschutz?"

a)

Auslösen einer automatischen Löschanlage

b)

Brandursachenermittlung

c)

Erstellen von Fluchtplänen

d)

Durchführen von Löschübungen

69.

Was muss bei einem Entstehungsbrand beachtet werden?

a)

Als erste Maßnahme muss der Brand an eine Hilfe leistende Stelle gemeldet werden, z.B. Feuerwehr

b)

Akten und Unterlagen müssen zuerst geborgen werden

c)

Nach der Meldung ist zu beachten, dass die Menschenrettung vor der Brandbekämpfung steht

d)

Die Brandbekämpfung des Brandes hat Vorrang, denn durch eine erfolgreiche Brandbekämpfung wird die Rettung von Menschen erleichtert

70.

Welchen Löschmitteln ist der Stickeffekt zuzuordnen?

a)

Pulver

b)

Schaum

c)

Wasser

d)

Kohlendioxid

71.

Welche Einrichtung besitzt den höchsten Sicherheits- und Widerstandswert?

a)

Einbaum-Schrankenanlagen

b)

Drehsperre

c)

Rundschiebetür

d)

Personenschleuse

72.
  1. 72. Welchen Zweck dienen Magnetkontakte?

a)

Sie dienen der optischen Verschlussüberwachung von Türen

b)

Sie dienen der Öffnungsüberwachung von Türen und Fenstern

c)

Sie dienen der Scharfschaltung von Einbruchmeldeanlagen

d)

Sie dienen der automatischen Öffnung und Schließung von Eingangstüren