WorksheetsQCM BiWi Deu Klausur
Total questions: 50
Worksheet time: 2hrs 40mins
Welche Begründungen wurden in der Vorlesung Pädagogik der Heterogenität dafür angeführt, dass Kompetenzen im Umgang mit Heterogenität für Sie notwendig sind? Markieren Sie die nicht zutreffende Antwort:
Der Sachverständigenrat (2016) verdeutlicht, dass die Vermittlung von Kompetenzen zur Sprachbildung in allen westlichen Bundesländern der BRD verpflichtend für alle Lehramtsstudierenden ist.
Die HRK und die KMK (2015) fordern eine Lehrerbildung für eine Schule der Vielfalt, d. h. Inklusion soll das Leitbild für die Lehrerbildung sein.
Die Curricularen Standards für das Fach Bildungswissenschaften der KMK von 2014 fordern Kompetenzen im Umgang mit Heterogenität und Vielfalt als Voraussetzungen schulischer Bildung.
Der Umgang mit Inklusion ist eine der zu vermittelnden Kompetenzen im Modulhandbuch des Faches Bildungswissenschaften am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau.
Welches Ziel verfolgt eine „Pädagogik der Heterogenität“ letztlich (im Sinne der Vorlesung)? Markieren Sie die zutreffende Aussage:
Die diskriminierenden Wirkungen im Umgang mit Heterogenität zu reduzieren.
Die didaktischen Fähigkeiten von Lehrkräften im Umgang mit verschiedenen Kategorien von Diversität zu verbessern.
Die Inklusion „behinderter“ Kinder und Jugendlicher in die „Regelschule“ zu unterstützen.
Die Integration von sog. Flüchtlingskindern (als „Seiteneinsteiger“) in die Schule zu fördern.
Heterogenität gilt heute als große Herausforderung für Lehrkräfte an Schulen. Was wird in der Vorlesung unter „Heterogenität“ verstanden? Markieren Sie die nicht zutreffende Aussage:
Sie ist eine dauerhafte Eigenschaft von Personen oder Gruppen in der Schule.
Sie ist abhängig von dem Maßstab, der zur Feststellung in der Schule herangezogen wird.
Sie ist eine Zuschreibung, die durch eine Person oder Gruppe im schulischen Kontext erfolgt.
Sie ist ein als relevant eingestuftes Merkmal in einer sozialen Situation (etwa schulischem Unterricht).
Soziale Kategorisierung ist ein grundlegender Prozess für die Entstehung sozialer Gruppen, auch in Schule und Unterricht. Wie „funktioniert“ der Prozess der sozialen Kategorisierung? Markieren Sie die nicht zutreffende Aussage:
Die Anzahl der Gemeinsamkeiten von Entitäten ist bei dem Prozess wichtig.
Stereotype und Vorurteile spielen bei dem Prozess eine besondere Rolle.
Die Fülle an Umweltreizen und deren individuelle Verarbeitungsmöglichkeiten sind bei dem Prozess hoch relevant.
Die Entwicklung der individuellen Fähigkeit für eine Kategorisierung ist, normalerweise, ab dem Alter von 10 Jahren bei dem Prozess vor allem relevant.
Welchen Einfluss bzw. welche Funktion haben Kategorien, im Sinne der Vorlesung, für den Umgang mit Heterogenität in der Schule? Markieren Sie die zutreffende Aussage:
Die Kategorien bestärken, wenn sie in sozialen Situationen verwendet werden, die Wahrnehmung von sozialen Gruppen.
Die Kategorien liegen in Ihrem Verständnis weitgehend fest und sind sozialen Situationen quasi vorgegeben.
Die Kategorien in sozialen Situationen in einer hierarchischen Struktur zueinander.
Die Kategorien haben in sozialen Situationen die Aufgabe, diese Situationen differenzierter wahrnehmen zu können.
Wie unterscheidet sich die Definition von Migrationshintergrund in der Schulstatistik von der Definition von Migrationshintergrund in der Bevölkerungsstatistik? Markieren Sie die zutreffende Aussage:
In der Schulstatistik werden nicht zugewanderte Deutsche (Schülerinnen) mit abweichender Sprache im häuslichen Umfeld einbezogen.
In der Schulstatistik werden Ausländerinnen der zweiten Generation (Schülerinnen) nicht einbezogen.
In der Schulstatistik werden zugewanderte Deutsche (Schülerinnen) nicht einbezogen.
In der Schulstatistik werden Schülerinnen mit einer zweiten Staatsbürgerschaft neben der deutschen als Ausländerinnen einbezogen.
Wie ist, statistisch, die gegenwärtige Migrationssituation (Anteil mit bzw. ohne Migrationshintergrund an der Bevölkerung) in Deutschland? Markieren Sie die zutreffende Aussage:
Rund drei von vier Personen der Bevölkerung in der BRD haben keinen Migrationshintergrund.
Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund unterscheidet sich zwischen den Bundesländern der BRD um weniger als 20 Prozentpunkte.
Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund ist innerhalb der Bundesländer der BRD relativ einheitlich.
Das Bundesland Berlin hat in der BRD den höchsten Anteil an Personen mit Migrationshintergrund.
Schülerinnen mit Migrationshintergrund, bzw. ausländische Schülerinnen, gelten in Deutschland, statistisch gesehen, als schulisch benachteiligt. Markieren Sie die zutreffende Aussage:
Die statistische Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund bei der Chance, eine Gymnasialempfehlung zu erhalten, erklärt sich im Wesentlichen nicht durch das Merkmal Migrationshintergrund.
Die Anteile der ausländischen Schulabgängerinnen die keinen Schulabschluss erreichen, sind in den verschiedenen Bundesländern annähernd gleich hoch.
Welcher der nachfolgend angeführten Erklärungsansätze für den geringeren Bildungserfolg von Schülerinnen mit Migrationshintergrund gehört nicht zur Ebene der Person (also der Frage der „Ausstattung“ der einzelnen Schülerin oder des einzelnen Schülers)? Markieren Sie die zutreffende Aussage.
Ein früher biographischer Zeitpunkt der Zuwanderung (d. h. Zuwanderung in jungem Alter) aus dem Ausland wird als positiver Einfluss gesehen auf die Chancen, einen besseren Bildungserfolg zu erreichen.
In einigen der teilnehmenden Staaten hatten Schülerinnen mit Migrationshintergrund, nach Kontrolle des sozialen Hintergrunds, bessere PISA-Ergebnisse als diejenigen ohne Migrationshintergrund.
Die schwierige, bzw. fehlende, Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen der Eltern führt zu einer sozialen Unterschichtung der Gesellschaft durch die Gruppe "mit Migrationshintergrund"
Die Motivation von Familien mit Migrationshintergrund, sich für die schulische Bildung ihrer Kinder zu interessieren und zu engagieren, die sog. Bildungsaspiration, gilt als geringer, verglichen mit der Bildungsaspiration von Familien ohne Migrationshintergrund.
Markieren Sie die zutreffende Aussage über einen der zentralen Kritikpunkte an der sprachlichen Bildung (Sprachförderung in den Bildungsinstitutionen in Deutschland:
Eine systematische sprachliche Bildung ist nur dann erfolgreich, wenn sie über mehrere Jahre erfolgt, auch über die institutionellen Übergänge (etwa vom Kindergarten in die Grundschule) hinweg.
Sprachtests und Sprachfördermaßnahmen werden als Teil sprachlicher Bildung schon im Elementarbereich in praktisch allen Bundesländern systematisch durchgeführt.
Der Integrationskurs für die Eltern mit Zuwanderungsgeschichte umfasst auch einen Orientierungskurs, und darum ist die Gesamtstundenzahl, die für deren Sprachförderung verfügbar ist, begrenzt.
Herkunftssprachenunterricht wird in Schulen, z. B. in Rheinland-Pfalz, als Teil von sprachlicher Bildung in zu vielen Sprachen durchgeführt und erfolgt darum zu wenig konzentriert.
Zur Erfassung von Geschlechterdifferenz wird u. a. der Begriff „Gender“ verwendet. Markieren Sie die zutreffende Aussage zum Verständnis von „Gender":
Als „Gender“ bezeichnet man ein soziales Konstrukt, welches historisch und kulturell bedingt ist.
Als „Transgender“ bezeichnet man Personen, die mit ihrem biologischen Geschlecht unzufrieden sind.
Als „Gender“ bezeichnet man die sexuelle Identität im Unterschied zur biologischen Determinierung durch die Geschlechtsmerkmale.
Als „Gender“ bezeichnet man die Übereinstimmung der sexuellen Orientierung mit der gesellschaftlichen Geschlechterrolle.
Markieren Sie die zutreffende Aussage. Eine Benachteiligung wegen des Geschlechts im Bildungswesen in Rheinland-Pfalz liegt vor, weil:
mehr Mädchen als Jungen die Förderschule besuchen.
mehr Jungen als Mädchen die Grundschule besuchen.
mehr Mädchen und junge Frauen als Jungen und junge Männer das Gymnasium besuchen.
der Anteil von Jungen an den Schülerinnen der Integrierten Gesamtschulen etwa genauso groß ist, wie der auf den Grundschulen.
Wie wird bei dem sog. „Pygmalion-Effekt“ die leistungsdifferenzierende Wirkung erklärt, welche die Erwartungen der Versuchsleitung auslösen? Markieren Sie die zutreffende Aussage:
Der Effekt beruht vor allem auf den Wirkungen von gesellschaftlichen Bildern und Einstellungen, z. B. über Geschlechterdifferenzen.
Der Effekt beruht vor allem auf den Einstellungen, Stereotypen, Erwartungen usw. gegenüber spezifischen Gruppen.
Der Effekt beruht vor allem auf der Versuchsleiterwirkung, tritt also im Wesentlichen nur unter kontrollierten Versuchsbedingungen auf.
Der Effekt beruht vor allem auf den internen Faktoren als Wirkungsmechanismus, etwa auf dem Selbstvertrauen der Versuchspersonen.
Wie wird in der Bildungsforschung der „soziale Hintergrund“ als statistisches Merkmal operationalisiert? Markieren Sie die nicht zutreffende Aussage:
Kategorisierung des Berufsstatus' der Eltern, etwa in Form des ISEI.
Kategorisierung des höchsten formalen Bildungsabschlusses der Eltern, etwa in Form des SCED.
Kategorisierung der Berufe der Eltern, etwa in Form der EGP-Klassen.
Kategorisierung des Familienstands der Eltern, etwa in Form der ICFS.
Die Forderung der Realisierung von Chancengleichheit ist einer der ideologischen Grundpfeiler moderner, demokratischer Gesellschaften. Was bedeutet dies für die Bemühungen zur Realisierung von Chancengleichheit im Bildungswesen? Markieren Sie die zutreffende Aussage:
Wenn für verschiedene soziale Gruppen alle Wege im Bildungssystem formal offenstehen, ist dies mit einem liberalen Konzept von Chancengleichheit vereinbar.
Wenn die verschiedenen sozialen Gruppen ihrem Anteil an der Bevölkerung entsprechend an den Bildungsabschlüssen teilhaben, ist dies ein Verstoß gegen ein soziales Konzept von Chancengleichheiten.
Wenn für verschiedene soziale Gruppen ggf. unterschiedliche rechtliche Vorgaben (z. B. Zugang zu Teilen des Bildungssystems) herrschen, kann dies mit einem liberalen Konzept von Chancengleichheit vereinbar sein.
Wenn die verschiedenen sozialen Gruppen nicht ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend in allen Schulformen vertreten sind, kann dies mit einem sozialen Konzept von Chancengleichheit vereinbar sein.
Auf welche Weise hat – nach dem Ansatz von Pierre Bourdieu – das sogenannte „inkorporierte kulturelle Kapital“ einen Einfluss darauf, dass die Chancen für einen Bildungserfolg in verschiedenen Gruppen unterschiedlich sind? Markieren Sie die zutreffende Aussage.
Indem das inkorporierte kulturelle Kapital, etwa in Form von außerschulischen Bildungserfahrungen, förderlich für schulische Bildungsprozesse sein kann.
Indem das inkorporierte kulturelle Kapital für schulische Bildungsprozesse, etwa zur Finanzierung von Nachhilfeunterricht, eingesetzt werden kann.
Indem das inkorporierte kulturelle Kapital, etwa in Form von Büchern, PC, Internetzugang, hilfreich für schulische Bildungsprozesse sein kann.
Indem das inkorporierte kulturelle Kapital, etwa in Form von Schul- und Studienabschlüssen der Eltern, schulische Bildungsprozesse erleichtern kann.
Welchen Einfluss hat der soziale Hintergrund auf die Bildungschancen in der Schule? Markieren Sie die nicht zutreffende Aussage.
Die statistische Chance, ein Studium an einer Universität aufzunehmen – und somit die dafür erforderlichen formalen schulischen Qualifikationen zu erwerben –, korreliert eng mit der formalen Vorbildung des Vaters.
Die statistische Chance, am Ende der Grundschule eine Übergangsempfehlung zum Gymnasium zu erhalten, ist – berücksichtigt man nur Personen mit den gleichen kognitiven Voraussetzungen und den gleichen (gemessenen) kognitiven Kompetenzen – unabhängig vom erhobenen sozialen Hintergrund.
Die statistische Chance, eine Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben, unterscheidet sich zwischen verschiedenen deutschen Bundesländern um mehr als 10 Prozentpunkte.
Die statistische Chance, ein Studium an einer Universität aufzunehmen – und somit die dafür erforderlichen formalen schulischen Qualifikationen zu erwerben –, korreliert eng mit der beruflichen Stellung des Vaters.
Was soll der Satz „Behindert IST man nicht, behindert WIRD man.“ ausdrücken? Markieren Sie die zutreffende Aussage.
Behinderung ist ein medizinisches Phänomen.
Behinderung ist ein rechtlicher Status, z. B. durch die Grundgesetzänderung von 1904.
Behinderung ist eine verwaltungsrechtliche Vorgabe, etwa durch die UN-Behindertenrechtskonvention.
Behinderung ist ein soziales Konstrukt.
Welche der nachfolgenden Aussagen über den quantitativen Umfang von „Behinderung im Schulwesen in Deutschland“, d. h. über den Anteil von so gekennzeichneten Schülerinnen, ist korrekt? Markieren Sie die zutreffende Aussage.
Der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit „Behinderung“ (festgestelltem, sonderpädagogischem Förderbedarf) steigt seit Jahren an.
Der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Merkmalen von Legasthenie liegt bei ca. vierzehn Prozent.
Das Merkmal zur Kennzeichnung mit dem Begriff „Behinderung“ ist im Schulbereich genau definiert. Darum lässt sich die Zahl der „Behinderten“ dort exakt feststellen.
Das Kennzeichen „Schwerbehinderung“ aus dem Sozialrecht ist auch für schulische Zusammenhänge relevant, weil sich der Anteil der Schwerbehinderten gleichmäßig über die Alterspyramide verteilt.
Wie wird auf der Ebene der „Interaktion“ versucht zu erklären, dass der Besuch einer Förderschule auch nachteilige Wirkungen für Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf hat bzw. haben kann? Markieren Sie die nicht zutreffende Aussage.
In einer Förderschule können sich diese Schülerinnen schlechter untereinander austauschen, haben also einen geringeren Grad an Anregungen.
In einer Förderschule werden diese Schülerinnen anders wahrgenommen und anders eingeschätzt als in einer „Regelschule“.
In einer Förderschule ist das Selbstbewusstsein dieser Schüler innen, aufgrund der Zusammensetzung der Klassen, ggf. höher.
In einer Förderschule werden diese Schülerinnen durch den besseren Zuweisungsschlüssel von Lehrkraftstunden an diese Schule intensiver betreut.
Welches der nachfolgenden Merkmale trifft nicht auf Schwerpunktschulen bzw. auf den Besuch in diesen Schulen in Rheinland-Pfalz zu? Markieren Sie die entsprechende Aussage.
Es besteht ein Wahlrecht der Eltern für die Schulform, die ihr Kind mit einem festgestellten, sonderpädagogischen Förderbedarf besuchen soll.
Der Schulträger einer Schwerpunktschule (d. h. der Kreis bzw. die kreisfreie Stadt) entscheidet, wie viele Kinder bzw. Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf dort aufgenommen werden.
Schwerpunktschulen entwickeln eigene Konzepte zur Individualisierung für alle ihre Schülerinnen und Schüler.
Schülerinnen und Schüler können in Schwerpunktschulen im gemeinsamen Unterricht zieldifferent unterrichtet werden, d. h. für sie können, obwohl sie in einer Klasse sind, unterschiedliche Unterrichtsziele gelten, etwa für Abschlüsse.
Leistungsunterschiede der Schülerinnen gelten als das zentrale und legitime Merkmal in der BRD, um im Schulwesen zu differenzieren. Welche der nachfolgenden Aussagen zur Bedeutung von „Leistung“ (im Sinne der Vorlesung) ist zutreffend?
Schülerinnen und Schülern aufgrund von Leistungsunterschieden ungleich zu behandeln, ist gesellschaftlich legitimiert und erwünscht.
Die nachgewiesene individuelle schulische Leistung ist der einzige legitime Faktor für Entscheidungen über den Zugang zu Schulen im differenzierten Schulwesen (sog. weiterführende Schulen).
Nachgewiesene Kompetenzunterschiede (in Form von PISA-, IGLU-Tests) erklären die Unterschiede der Chancen für Übergangsempfehlungen aus der Grundschule in die sog. weiterführenden Schulformen.
Leistungsunterschiede der Schülerinnen und Schüler sind der einzige Faktor für Übergangsempfehlungen aus der Grundschule in sog. weiterführenden Schulen.
Was ist die zentrale, rechtlich bindende Grundlage für die Umsetzung von „Inklusion“ in schulischem Zusammenhang in Rheinland-Pfalz? Markieren Sie die zutreffende Aussage.
Die KMK-Vereinbarung „Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen“ von 2011.
Der Beschluss „Aktionsplan der Landesregierung, Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung“ von 2010.
Das Schulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz in der Fassung von 2014.
Das „Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Konventionen)“ von 2006 (2009).
Was ist der Unterschied zwischen den Strategien bzw. den Modellen „Integration“ und „Inklusion“ für den schulischen Umgang mit Formen von Heterogenität? Markieren Sie die zutreffende Aussage.
Inklusion bedeutet, dass Förderlehrkräfte und andere Lehrkräfte für alle Schülerinnen und Schüler zuständig sind.
Inklusion bedeutet, dass „behinderte“ Kinder in Regelschulen einbezogen werden können.
Integration bedeutet, dem Unterricht den Gedanken der einen Gruppe der Schülerinnen und der Schüler zu geben.
Integration bedeutet, dass zusätzliche Ressourcen (Finanzen, Personal) für das gesamte Schulsystem zur Verfügung gesetzt werden.
Welche Konsequenzen hat die Entwicklung hin zu einer „inklusiven Schule“ für die Kompetenzen, die Lehrkräfte benötigen? Markieren Sie die zutreffende Aussage.
Hinreichende diagnostische Kompetenzen sind erforderlich, um eine begründete Individualisierung von Unterricht zu ermöglichen.
Hinreichende didaktische Kompetenzen erlauben eine Individualisierung von Unterricht als Lösung für das Problem der Unterrichtsgestaltung, welches die unterschiedlichen Voraussetzungen von Schülerinnen und Schülern darstellen.
Hinreichende Kompetenzen für eine „gute Klassenführung“ sind das geeignete Mittel, um inklusiven Unterricht angemessen gestalten zu können.
Individualisierung ist das geeignete didaktische Instrument, um alle Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernerfahrungen optimal zu fördern.
Schulleistungstests lassen sich grob in drei Gruppen einteilen. Welcher der nachfolgenden Begriffe gehört nicht dazu?
Bezugsgruppenorientierte Tests
Kriteriumsorientierte Tests
Informelle Tests
Adaptive Tests
Eine Lehrerin hat in ihrer Klasse Beobachtungsbögen eingesetzt. Die Auswertung wird von ihr und von einem Kollegen gemäß den Instruktionen vorgenommen. Anschließend berechnet sie die Übereinstimmung zwischen ihrer eigenen Auswertung und der Auswertung des Kollegen (r = .75). Welches Gütekriterium wird auf diese Weise beachtet?
Validität
Ökonomie
Ein Teil der Objektivität
Ein Teil der Reliabilität
In den Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts (SESSKO) werden Fähigkeitsselbsteinschätzungen in Abhängigkeit von der …... erlassen. Zu welchen …..... gehört …..... die Schule weniger begabt als früher?
Selbstkonzept – individuell
Selbstkonzept – absolut
Selbstkonzept – kriterial
Selbstkonzept – sozial
Untersuchungen zum soziometrischen Status produzieren immer wieder pädagogisch bedenkliche Befunde. Was ist das Problem?
Der Wahl- bzw. Ablehnungsstatus bleibt über mehrere Schuljahre hinweg sehr stabil.
Die Objektivität der Analysen ist besorgniserregend niedrig.
Die Unterscheidung von Einfluss-, Kommunikations- und Erwartungsstruktur gelingt nur mangelhaft.
Die Zuverlässigkeit des Ablehnungsstatus liegt für das andere Geschlecht höher als für das eigene Geschlecht.
Zur Beobachtungsprotokollierung können verschiedene Verfahren verwendet werden. Welches der nachfolgend aufgeführten gehört nicht dazu?
Informelle Tests
Indexsysteme
Kategoriensysteme
Schätzskalen
Was bezeichnet der Trennschärfekoeffizient einer Aufgabe?
Den Anteil derjenigen Personen, die diese Aufgabe gelöst haben, an der Anzahl der Personen, die diese Aufgabe bearbeitet haben.
Die Korrelation zwischen der Lösung dieser Aufgabe und den restlichen Aufgaben des Tests.
Die Differenz zwischen der erzielten Leistung und der durch Zufall erwartbaren Leistung.
Den Anteil von Aufgaben höheren Schwierigkeitsgrades an der Gesamtzahl der Aufgaben.
Welches der nachfolgenden Begriffspaare kennzeichnet nicht eine Modelldiskussion der Pädagogischen Diagnostik?
Eigenschafts- vs. Verhaltensdiagnostik
Fremd- vs. Selbstdiagnostik
Norm- vs. Kriterienorientierung
Ergebnis- vs. Prozessdiagnostik
Was unterscheidet die unsystematische von der naiven Beobachtung?
Die Quantifizierung der Information
Das Kategoriensystem
Die Fragestellung
Die Möglichkeit der Teilnahme
Die Entwicklung der Pädagogischen Diagnostik lässt immer wieder den pädagogischen oder gesellschaftlich orientierten Aufgabenschwerpunkten erkennen. Welches ist die stärker pädagogisch orientierte Aufgabe?
Verbesserung des Lernens
Erhöhung des Beratungsanteils
Entwicklung von Fördermaßnahmen
Erteilung von Qualifikationen
Atteslander formuliert, dass die synonyme Verwendung von „strukturiert", „geschlossen" und „standardisiert“ für die Klassifikation von mündlichen Befragungen untauglich sei. Worauf genau bezieht sich demnach die Strukturierheit?
Auf die Interviewsituation
Auf die Verwendung von Antwortkategorien
Auf die Anzahl der interessierenden Themen
Auf die Form der Aufzeichnung
Um was für einen Fehler handelt es sich, wenn ein Prüfer sich in einer mündlichen Prüfung vom Sprechtempo beeinflussen lässt?
Zusammenhangsfehler
Reliabilitätsfehler
Maßstabsfehler
Referenzfehler
Welchen Vorteil bieten T-Werte gegenüber Prozentrangwerten?
Sie sind asymmetrisch verteilt.
Sie sind ordinalskaliert.
Sie sind intervallskaliert.
Sie besitzen den leicht zu merkenden Mittelwert von 100.
Welche der folgenden Aussagen zur Reliabilität ist korrekt?
Reliabilität und Validität sind positiv korreliert.
Reliabilität ist Voraussetzung für Objektivität.
Hohe Reliabilität ohne Validität ist nutzlos.
Objektivität ist Voraussetzung für Reliabilität, nicht aber Validität.
Fragebögen sind ein beliebtes Mittel der Datenerhebung, haben jedoch auch Nachteile. Welcher der folgenden Kritikpunkte trifft oft auf Fragebögen zu?
Hohe Kosten
Geringer Rücklauf
Niedrige Objektivität
Niedrige Validität
Wie nennt man Verfahren der Pädagogischen Diagnostik, mit deren Hilfe Ergebnisse geplanter und an Curricula orientierter Lernvorgänge möglichst objektiv, zuverlässig und gültig gemessen werden können?
Prozessanalyse
Portfolios
Schulleistungstests
Lernfähigkeitstests
Welche der nachfolgenden Antworten bezeichnet die sachliche Bezugsnorm zutreffend?
Der Vergleich mit einem inhaltlich definierten Kriterium
Der normative Anspruch möglichst hoher Objektivität
Die Objektivitätsvorgaben der DIN 33430
Die Bezugnahme auf den Normwerten eines Testverfahren
Was kennzeichnet einen Informellen Test?
Fokus auf Lernförderung und individuelle Rückmeldung
Standardisierte Auswertung nach Normtabellen
Hohe Objektivität durch feste Durchführungsregeln
Aufwandsarme Konstruktion
Es gibt mehrere Möglichkeiten, schriftliche Prüfungen (z. B. Aufsätze) zu verbessern. Welche der nachfolgenden Maßnahmen ist keine geeignete Maßnahme?
Unbewertete Probearbeiten schreiben lassen
Mehrere Beurteilerinnen und Beurteiler einsetzen
Musterlösungen nutzen
Kriterienkatalog nutzen
Die meisten diagnostischen Testverfahren sind nach den Regeln der klassischen Testtheorie konstruiert. Daneben, bzw. ergänzend dazu, gibt es eine testtheoretische Alternative. Wie heißt sie?
Konfirmatorische Theorie
Probabilistische Testtheorie
Messfehler-Theorie
Adaptive Testtheorie
Wenn in einem Mathematiktest für deutschsprachige Schüler eine Aufgabe auf Englisch formuliert ist, welches Gütekriterium ist dann verletzt?
Ökonomie
Objektivität
Validität
Reliabilität
Nach Ingenkamp und Lissmann sind in der pädagogischen Beurteilung mehrere Faktoren wirksam. Welche vier Bündel von Determinanten nennen sie?
Beurteilermerkmale, Beurteilungssituation, institutionelle Rahmenbedingungen, Merkmale des Beurteilten
Kompetenzen, Orientierung, Sozial-emotionale Aspekte, Erfahrungen
Erwartung, Handlung, Informationsaufnahme, Urteilsreaktion
Test, Bewertung, Selektion, Evaluation
Ingenkamp und Lissmann nennen Gründe für die Durchführung überregionaler Lernerfolgsmessungen. Was gehört nicht dazu?
Längsschnittforschung
Bildungsplandaten
Rechenschaftspflicht
Fairness
Durch den Bezug auf aktuelle pädagogische Maßnahmen bei einzelnen Lernenden oder einer Gruppe von Lernenden unterscheidet sich Pädagogische Diagnostik von...
Pädagogischer Beratung
Pädagogisch-psychologischer Diagnostik
Evaluation
Pädagogische Forschung
Was haben „Prozentrangskala“ und „Standardnormen“ gemeinsam?
Beide erlauben die Bestimmung der Position einer Person in der Gruppe.
Beide erlauben die Berechnung des arithmetischen Mittelwerts.
Beide setzen eine Normalverteilung voraus.
Beide sind leicht zu berechnen.
Bei der Fußball-WM werden die Leistungen der verschiedenen Mannschaften auf unterschiedlichen Dimensionen erfasst: Anzahl gewonnener Spiele, geschossene Tore etc. Was für ein Skaleniveau weist die Anzahl der gelben Karten auf?
Verhältnisskalenniveau
Nominalskalenniveau
Ordinalskalenniveau
Intervallskalenniveau
