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Wirtschaftspolitik V38D

Total questions: 22

Worksheet time: 44mins

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1.

Die Bundesregierung diskutiert verschiedene Maßnahmen, mit denen die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter gesenkt werden kann. Prüfen Sie, welche Maßnahme mit der Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland nicht vereinbar ist!

a)

Die Bundesregierung will durch bessere Ausstattungen der Arbeitsagenturen mit Personal und Sachmitteln die Zahl der Arbeitsvermittlungen erhöhen.

b)

Die Bundesregierung will durch ein verbessertes Qualifizierungsangebot für Arbeitslose deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

c)

Die Bundesregierung versucht in Gesprächen mit Arbeitgebern, diese zu verstärkten Investitionen in die berufliche Bildung zu bewegen.

d)

Die Bundesregierung legt für die Tarifverhandlungen 2020 fest, dass Löhne und Gehälter maximal um 1 % steigen dürfen.

e)

Die Bundesregierung senkt die Sozialversicherungsbeiträge, um die Kosten für Arbeit zu reduzieren.

2.

Das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht, das sogenannte „Magische Viereck“, wird in § 1 des Gesetzes zu Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft beschrieben. Mit welcher Messgröße lässt sich das Ziel "Stabilität des Preisniveaus" überprüfen?

a)

Veränderung des Verbraucherpreisindex

b)

Veränderung des Warenkorbs

c)

Exportüberschuss

d)

Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts

3.

Es gibt Unterschiede zwischen dem nominalen und dem realen Bruttoinlandsprodukt. Stellen Sie fest, welche Aussage auf das reale Bruttoinlandsprodukt eines Landes zutrifft!

a)

Es ist in jeder Rechnungsperiode größer als das nominale Bruttoinlandsprodukt.

b)

Es unterscheidet sich vom nominalen Bruttoinlandsprodukt durch die Preisbereinigung.

c)

Es entspricht dem realen Volkseinkommen eines Jahres.

d)

Es unterscheidet sich nicht vom nominalen Bruttoinlandsprodukt.

e)

Es werden die jährlichen nominalen Importe aber nicht die Exporte erfasst.

4.

Stellen Sie fest, in welchem Fall eine idealtypische Kombination von Indikatoren angegeben ist, welche die Konjunkturphase „Expansion“ beschreibt!

a)

Steigender Absatz, abnehmende Kapazitätsauslastung, hohe Zinsen

b)

Sinkende Produktion, stagnierende Investitionen, starke Inflation

c)

Hohe Lagerbestände, hohe Zinsen, hohe Arbeitslosenquote

d)

Niedriges Preisniveau, zunehmende Sparneigung, sinkendes Steueraufkommen

e)

Zunehmender Auftragseingang, Rückgang der Arbeitslosigkeit, steigende Investitionen

5.

Im Rahmen der staatlichen Wirtschaftspolitik soll versucht werden, die Inflation zu dämpfen. Prüfen Sie, welche staatlichen Maßnahmen geeignet ist, dieses Ziel zu erreichen!

a)

Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten

b)

Gewährung von Investitionszulagen

c)

Erhöhung der Einkommensteuersätze

d)

Aufnahme zusätzlicher staatlicher Kredite

e)

Verminderung der Körperschaftsteuersätze

6.

Man unterscheidet quantitatives und qualitatives Wirtschaftswachstum. Prüfen Sie, welche Maßnahme nicht auf qualitatives Wachstum abzielt!

a)

Förderung der Erschließung und Ausbeutung von knappen Rohstoffvorkommen zur Maximierung der Bruttoinlandsprodukts

b)

Förderung von ökologisch nachhaltigen Produktionsformen durch staatliche Förderprogramme

c)

Förderung von erneuerbaren Energieträgern durch Erhöhung der Abschreibungssätze und durch Subventionen

d)

Förderung der nachhaltigen Entwicklung rohstoffschonender und energiesparender Produktionsmethoden

e)

Förderung der energetischen Sanierung von Häusern durch staatliches Zuschüsse

7.

In der Bundesrepublik Deutschland herrscht in bestimmten Branchen ein Fachkräftemangel. Eine Ursache für den Fachkräftemangel liegt in der demographischen Entwicklung. Stellen Sie fest, welche Maßnahme geeignet ist, einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken!

a)

Das Renteneintrittsalter für abhängig Beschäftigte wird gesenkt

b)

Die Zuwanderungsquoten für ausländische Fachkräfte werden gesenkt

c)

Die Qualifizierung und Umschulung von Arbeitslosen wird eingeschränkt

d)

Die wöchentliche Arbeitszeit von abhängig Beschäftigten wird gesenkt

e)

Das Angebot an Ganztagsschulen wird erhöht, um mehr Eltern eine Erwerbstätigkeit zu ermöglichen

8.

Stellen Sie fest, was ein Merkmal der Wirtschaftsordnung in der Bundesrepublik Deutschland ist!

a)

In der Sozialen Marktwirtschaft lässt der Staat der Wirtschaft völlig freie Hand

b)

Der Staat legt mit Hilfe von Produktionsplänen vollständig die Art und die Anzahl der zu fertigenden Produkte fest

c)

Der Staat verbietet Aussperrungen im Rahmen von Tarifverhandlungen vollständig

d)

Die Produktionsmittel sind vollständig im Eigentum des Staates

e)

Die Interessen der Konsumenten werden zum Teil durch staatliche Gesetze und Verordnungen geschützt

9.

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke nutzen. Stellen Sie fest, welcher Vorgang für die Steigerung des Verbraucherpreisindex unerlässlich sein kann!

a)

Bei unveränderter Gütermenge steigt die nachfragewirksame Geldmenge um 6 %

b)

Der Außenwert des Euro stabilisiert sich auf hohem Niveau

c)

Die Einschätzung der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung durch die privaten Haushalte führt zu einer Erhöhung der Sparquote

d)

Die Bundesregierung verfolgt einen konsequenten Sparkurs

e)

Die Löhne steigen relativ geringer als die Produktivität

10.

Das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft („Stabilitätsgesetz“) fordert als ein wirtschaftspolitisches Ziel, außenwirtschaftliches Gleichgewicht zu erreichen. Stellen Sie fest, welche Aussage zum außenwirtschaftlichen Gleichgewicht zutrifft!

a)

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht ergibt sich zwangsläufig automatisch, wenn eine Volkswirtschaft mehr exportiert als importiert

b)

Zwischen dem Ziele des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts und dem Ziel eines hohen Beschäftigungsstands kann es zu einem Zielkonflikt kommen

c)

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht entsteht immer dann, wenn in einer Volkswirtschaft ein Handelsbilanzüberschuss vorliegt

d)

Die Europäische Zentralbank stellt durch ihre Währungspolitik sicher, dass alle Staaten des Euro-Währungsgebiets stets das Ziel des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts erreichen

e)

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht wird durch Wechselkurse, die sich auf Märkten bilden, automatisch erreicht

11.

Ein wirtschaftspolitisches Ziel des Staates ist es, für eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung zu sorgen. Die Bundesregierung erwägt deshalb verschiedene Maßnahmen, die durch Umverteilung des Einkommens zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage von wirtschaftlich schwachen Haushalten beitragen können. Stellen Sie fest, welche Maßnahme nicht geeignet ist, das angestrebte Ziel zu erreichen!

a)

Einführung einer Vermögenssteuer für Wohlhabende bei gleichzeitiger Erhöhung der Bausparprämie für Arbeitnehmer, deren Einkommen eine bestimmte Höhe nicht überschreitet

b)

Erhöhung des Spitzensteuersatzes und des Grundfreibetrags

c)

Staatliche Förderung zur Finanzierung der Ausbildung von Kindern einkommensschwacher Familien

d)

Senkung des Spitzensteuersatzes bei gleichzeitiger Abschaffung des Kindergeldes

e)

Förderung der individuellen Daseinsvorsorge von Haushalten mit unterdurchschnittlichem Einkommen durch steuerliche Begünstigung von deren Sparguthaben

12.

Das Bruttoinlandsprodukt eines Landes beträgt 3.026,6 Geldeinheiten. Die Arbeitnehmerentgelte betragen im gleichen Zeitraum 1.542,8 Geldeinheiten und die Unternehmens- und Vermögenseinkommen 722,3 Geldeinheiten. Ermitteln Sie die Lohnquote in Prozent (mit einer Nachkommastelle)!

(a)  

13.

Die Bundesregierung hat die wirtschaftliche Situation so „angekurbelt“, dass die Inlandsnachfrage schneller als das Angebot steigt und die Produktionskapazitäten der Industrie sich der vollen Auslastung nähern. Stellen Sie fest, für welches in § 1 des Gesetzes zu Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft („Stabilitätsgesetz“) genannte und bisher erreichte Ziel in unmittelbarer Folge einer solchen Situation negative Auswirkungen zu erwarten sind!

a)

Finanzmarktstabilität

b)

Gerechte Einkommensverteilung

c)

Stabilität des Preisniveaus

d)

Umweltschutz

e)

Hoher Beschäftigungsstand

14.

Durch staatliche Konjunkturpolitik soll Konjunkturschwankungen entgegengewirkt werden. Prüfen Sie, welche Maßnahme konjunkturbelebend wirkt!

a)

Starke Erhöhung der Einkommenssteuer

b)

Starke Erhöhung der kreditfinanzierten öffentlichen Ausgaben

c)

Senkung der Abschreibungssätze

d)

Starke Erhöhung der staatlich gewährten Sparanreize für private Haushalte

e)

Senkung der staatlichen Subventionen für energiesparende Maßnahmen

15.

Aus der Verwendungsrechnung des Bruttoinlandsprodukts der Bundesrepublik Deutschland liegen für ein Quartal die folgenden Zahlen vor:

Private Konsumausgaben: 475 Mrd. €

Staatlichen Konsumausgaben: 124 Mrd. €

Bruttoinvestitionen: 103 Mrd. €

Export: 185 Mrd. €

Import: 162 Mrd. €

Ermitteln Sie das Bruttoinlandsprodukt für dieses Quartal in Mrd. €!

(a)  

16.

Ihnen liegt der folgende Gesetzestext vor: „§ 1: Bund und Länder haben bei ihren wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen die Erfordernisse des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten. Die Maßnahmen sind so zu treffen, dass sie im Rahmen der marktwirtschaftlichen Ordnung gleichzeitig zur Stabilität des Preisniveaus, zu einem hohen Beschäftigungsstand und außenwirtschaftlichen Gleichgewicht bei stetigem und angemessenen Wirtschaftswachstum beitragen.“

Geben Sie an, aus welcher Rechtsquelle dieses Gesetzestext stammt!

a)

Aus dem Grundgesetz

b)

Aus dem Handelsgesetzbuch

c)

Aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

d)

Aus dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen

e)

Aus dem Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft

17.

Die Bundesregierung möchte das Ziel „stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum“ fördern. Geben Sie dafür eine geeignete Maßnahme an!

a)

Erhöhung des Solidaritätszuschlags

b)

Erhöhung des Umsatzsteuerregelsatzes

c)

Erhöhung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung

d)

Erhöhung der LKW-Maut

e)

Erhöhung staatlicher Investitionen in den Bau und die Sanierung von Autobahnen

18.

Konjunkturindikatoren sollen den Konjunkturverlauf sichtbar machen und Konjunkturprognosen ermöglichen. Stellen Sie fest, welcher Indikator ein Frühindikator ist!

a)

Steuereinnahmen des Staates

b)

Entwicklung der Löhne

c)

Zahl der Insolvenzen

d)

Entwicklung der Auftragseingänge in wichtigen Industriezweigen

e)

Arbeitslosenquote

19.

Stellen Sie fest, welche Leistung im deutschen Bruttoinlandsprodukt erfasst wird.

a)

Kindererziehung durch Eltern

b)

Reparaturen am Eigentum durch den Eigentümer

c)

Preisgeld eines deutschen Golfspielers, das er im Ausland erzielt

d)

Versorgung eines Pflegebedürftigen in dessen Kölner Wohnung durch einen Pflegedienst aus Bonn

e)

Zubereitung eines Abendessens durch einen berufstätigen Mann für seine Kinder

20.

Stellen Sie fest, wodurch eine Rezession ausgelöst werden kann!

a)

Ein zu großer Teil des verfügbaren Einkommens wird für Konsumausgaben verbraucht. Es wird zu wenig gespart.

b)

Die Nachfrage geht aufgrund negativer Arbeitsmarktaussichten zurück. Dadurch ist die Nachfrage nach Krediten geringer als die Summe der Ersparnisse.

c)

Durch eine kurzfristige Nachfrageerhöhung kommt es zu einer Angebotslücke. Die Preise steigen.

d)

Die Produktionskapazitäten sind voll ausgelastet, die Produzenten investieren bei niedrigen Zinsen.

e)

Neue Technologien führen zu niedrigeren Preisen. Die Güternachfrage nimmt dadurch zu.

21.

Prüfen Sie, welche Beschreibung der Konjunkturindikatoren für die Konjunkturphase „Expansion/Aufschwung“ idealtypisch ist!

a)

Zunehmende Kapazitätsauslastung und Rückgang der Arbeitslosigkeit

b)

Fehlende Investitionen und sinkendes Zinsniveau

c)

Steigende Güterpreise und sinkende Investitionsneigung

d)

Steigendes Zinsniveau und sinkende Gewinnerwartungen

e)

Zunehmend überfüllte Lager und erhöhte Produktion

22.

Prüfen Sie, welche Feststellung zum Wirtschaftswachstum zutrifft!

a)

Qualitatives Wirtschaftswachstum kann zum Beispiel durch neue Produkte und Produktionsverfahren erreicht werden, welche die Umwelt weniger belasten und gleichzeitig den Wert der produzierten Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft erhöhen.

b)

Qualitatives Wirtschaftswachstum wird am nominalen Bruttoinlandsprodukt einer Volkswirtschaft gemessen.

c)

Qualitatives Wirtschaftswachstum wird allein durch mehr Güter und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft hergestellt wurden, erreicht. Die Art der Güter und Dienstleistungen spielt dabei keine Rolle.

d)

Qualitatives Wirtschaftswachstum liegt immer dann vor, wenn die nominale Zunahme des Bruttoinlandsproduktes größer als die Inflationsrate ist.

e)

Quantitatives Wirtschaftswachstum wird immer dann erreicht, wenn der private Konsum einer Volkswirtschaft um 2 % wächst.