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WorksheetsPopuläre Thesen zum WS-Erwerb
Total questions: 10
Worksheet time: 46mins
„Pro Unterrichtsstunde dürfen maximal 10 neue Wörter eingeführt werden“
Man kann unendlich viele neue Wörter einführen.
Trifft mehr o. weniger zu.
Falsch, man kann SuS bis 15-18 neue Wörter zumuten.
Es lässt sich keine genaue Richtschnur festlegen.
,,Der Grundwortschatz muss auf jeden Fall gelernt werden''
Ja und der soll die 5'000 einfachsten Wörter umfassen.
Ja und zwar zwischen 2'000-3'000 der alltäglichen Wörter.
Ja, relativ egal wie gross, hauptsache, die Wörter werden frequenzbasiert ausgewählt.
Nein, es soll den einzelnen Lernenden überlassen sein, wie viele sie lernen wollen.
,,Man muss einem Wort bis zu 16-mal begegnen, bis man es kennt"
Dies gilt nur, wenn man das Wort auch aktiv benutzen möchte.
Mit gutem Training reicht nur 1-mal.
Die meisten Menschen benötigen mehrere Anläufe; v.a., um Wörter richtig einzusetzen.
Erwachsene benötigen 16-mal im Schnitt; Kinder und Jugendliche schaffen es schneller.
„Jüngere Lernende lernen Wörter anders als ältere Lernende"
Ja, je jünger, umso besser und schneller lernt man.
Ja, Kinder haben mit geringeren Wortfeldern Kontakt und dies dürfte sich auch auf ihren WS-Aufbau auswirken.
Ja und, wenn jüngere Kinder noch eine 2. Sprache haben, begünstigt es das Erlernen weiterer Sprachen.
Es gibt im Grunde genommen keinen Unterschied.
„Es genügt, wenn SuS mit zweisprachigen Wörterbüchern arbeiten können"
Nein, weil 2-sprachige Wörterbücher den Gesamtwortschatz nicht beinhalten.
Ja, 2-sprachige Wörterbücher sind von grosser Hilfe und geben jegliche Informationen zu Vokabeln, die SuS benötigen.
Nein, weil es SuS zur direkten Übersetzung von einzelnen Wörtern ermuntert.
Ja, solange Nutzende das Nachschlagewerk ordentlich handhaben können und das Nachschlagewerk die verlangten Infos enthält.
„Unbekannte Wörter in einem Text müssen vorentlastet werden"
Ja, aber es lohnt sich, bei unbekanntem Vokabular nicht immer die gleichen Wege zu beschreiten.
Ja und zwar so viele wie möglich, um SuS vom Lesen nicht abzuschrecken.
Nein, sonst werden SuS Lerngelegenheiten beraubt.
Eine Vorentlastung ist schlüssig, jedoch sind Erklärungen am Rand ineffektiv.
„SuS lernen neue Wörter nur, wenn sie dazu gezwungen werden (z.B. durch Tests)"
Dies gilt aber nur ab der Sekundarstufe, denn die Lernmotivation sinkt.
Ja, ein Lernerfolg im Wortschatzbereich lässt sich vor allem durch das Übersetzen memorierter Entsprechungen in der Erstprache (z.B. in Vokabeltests) sichtbar machen.
Vokabellernstrategien zeigten sich in Studien als effizient; über den Effekt von WS-Tests auf die mittel- bis langfristige Behaltensleistung von SuS lässt sich hingegen kaum etwas aussagen.
Nein, wer will, der kann.
„Vokabelhefte (in die L2-Wörter mit Erklärungen eingetragen werden) sind von vorgestern"
Vielleicht. Jedem das Seine. Es gibt auf jeden Fall Alternativen, z.B. Käuflich erwerbbare, verlagsseitig vorgefertigte oder selbst erstelte Vokabelkarten mit Karteikasten, Apps, usw.
Es ist obsolet, aber immerhin die beste Art und Weise.
Wörter aufschreiben ist nicht lernförderlich
„Ein Wortschatz, der nicht gepflegt wird, gerät schnell wieder in Vergessenheit"
Es kommt darauf an, wie der Wortschatz eingeführt wird.
Ja, v.a., wenn keine kontinuierliche WS-Arbeit vorliegt. Wird etwas wiederholt, so reduziert dies die Gefahr des Vergessens.
Nur wenn er vom Lernenden als unnützlich wahrgenomme wird.
„Auswendiglernen ist der beste Weg zum Wortschatzaufbau"
Nein, es ist derzeit nicht mehr angesagt.
Dann wird von einer relativ engen Wahrnehmung vom Wortschatz und dessen Aufbau ausgegangen.
Ja, wer Vokabeln auswendig gelernt hat, der besteht den nächsten Vokabeltest.
Es verhilft auch zu einem Tiefen Verständnis von Wörtern.
