Search Header Logo
Die Russische Revolution

Die Russische Revolution

Assessment

Presentation

History

12th Grade

Practice Problem

Hard

Created by

Tomas Martin

Used 20+ times

FREE Resource

16 Slides • 16 Questions

1

Die Russische Revolution

Eine Annäherung

media

2

Einleitung

In der folgenden Einheit arbeiten wir uns durch die russische Geschichte von 1917 bis 1928 durch. Die wichtigsten Stichworte dazu sind: Februarrevolution, Doppelherrschaft, Oktoberrevolution, Bürgerkrieg, Kriegskommunismus und Neue Ökonomische Politik.

media

3

Ursachen und Anlass

Als Ursachen verstehen wir länger andauernde, tiefgreifende Probleme. Anlass ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

4

Multiple Select

Ursachen einer Revolution:

1

Hunger wegen Missernte

2

Hunger wegen Armut

3

Willkürliche Regierungsform

4

Militärputsch

5

Multiple Select

Anlass einer Revolution

1

Unterdrückung einer Demonstration

2

Arbeitslosigkeit

3

Attentat

4

Pandemie

6

Multiple Select

Nenne Ursachen der Februarrevolution

1

Autokratie des Zaren

2

Kriegsmüdigkeit

3

russische Winterkälte

4

Unzufriedenheit des Adels mit dem Zaren

7

Multiple Select

Und jetzt die Anlässe

1

Aufstand der Petersburger Garnison

2

Proteste und Demonstrationen der Marktfrauen.

3

Revolte der Parlamentarier

4

Preissteigerungen bei Lebensmitteln

8

Fill in the Blank

Wie wird die Zeit zwischen Februar- und Oktoberrevolution genannt?

9

Die Doppelherrschaft

  • Nach dem Sturz des Zaren bilden sich zwei Regierungen. Einerseits versucht das Parlament, Duma genannt, das Land liberal und bürgerlich zu organisieren. An der Spitze steht die sogenannte Provisorische Regierung. Andererseits bilden sich in vielen Städten, Dörfern und Betrieben Versammlungen, Sowjets genannt, die in einer Art Vollversammlungsdemokratie ihre Probleme lösen wollen. In diesen Sowjets geben meist die Sozialrevolutionäre und teilweise auch Bolschewisten den Ton an.

10

Fill in the Blank

Die Versammlung von Bauern, Arbeitern und Soldaten eines Dorfes oder Quartiers nennt man

11

Politische Akteure: die Sozialrevolutionäre

Schauen wir uns die wichtigsten politischen Akteure an. Bei der Landbevölkerung die grösste Unterstützung erhielten die Sozialrevolutionäre. Diese wollten den Grossgrundbesitz unter den Landarbeitern aufteilen. Obwohl sie den gewerkschaftlichen Forderungen der Arbeiterschaft sehr nahe standen, lehnten sie das Konzept der Diktatur des Proletariates ab. Deshalb bestand ein Gegensatz zu den Bolschewiki.

12

Politische Akteure: Die sozialistische Linke

Diese Bewegung spaltete sich in zwei Parteien auf. Bolschewiki und Menschewiki, wobei beide sich auf Karl Marx bezogen. Während die Bolschewiki auf eine sofortige kommunistische Revolution pochten und die Diktatur des Proletariats unter der Anleitung eine kommunistischen Elite einrichten wollten, befürworteten die Menschewiki eine sozialdemokratische Reformpolitik. Zuerst müsse Russland der Industrialisierung zum Durchbruch verhelfen. Erst danach könne man über die Systemüberwindung reden.

13

Politische Akteure: Lenin

Er ist der unumstrittene Anführer der Bolschewiki und eine der bedeutendsten politischen Figuren des 20. Jahrhunderts.

Da er den Marxismus nicht unmittelbar auf die russischen Verhältnisse anwenden konnte, entwickelte er eine andere Interpretation der Lehre Karl Marx'. Der Kommunismus könne auch im schwächsten Glied der kapitalistischen Ländern eingeführt werden. Die Bauern übernehmen eine Hauptrolle dabei und angeführt werden solle die Revolution durch geschulten kommunistische Berufsrevolutionäre.

media

14

Multiple Select

Lenin veränderte den Marxismus dahingehend, dass

1

die erste kommunistische Revolution in einem Agrarland stattfinden konnte.

2

die Bauern eine entscheidende Rolle spielen mussten.

3

er die Proletarier als unwichtig ansah.

4

er das Bürgertum als Stütze betrachtete.

15

Multiple Select

Das von einer rechten Militärdiktatur regierte konservative Deutsche Kaiserreich war dem Kommunisten Lenin bei dessen Reise nach Russland behilflich.

1

wahr

2

falsch

16

Die Provisorische Regierung

Während sich die linken Kräfte (Sozialrevolutionäre, Bolschewiki, Menschewiki) für die sofortige Beendigung des Krieges einsetzten, zögerte die Regierung in dieser entscheidenden Frage. Sie wollte es sich mit den Alliierten nicht verscherzen.

Die kriegsmüde und zunehmend völlig verarmte Bevölkerung Russlands wurde damit praktisch in die Arme der Bolschewiki getrieben.

media

17

Multiple Choice

Nach der Februarrevolution wollte die Provisorische Regierung

1

die Beteiligung am Weltkrieg beenden.

2

den Grossgrundbesitz unter den Bauern aufteilen.

3

eine liberale, bürgerliche Politik betreiben.

4

die Industrie verstaatlichen.

18

Multiple Choice

Question image

Wer sind diese Männer von links nach rechts?

1

Trotzki, Lenin, Stalin

2

Lenin, Trotzki, Stalin

3

Stalin, Lenin, Trotzki

19

Multiple Select

Question image

Lenins Bolschewiki können sich in der Oktoberrevolution durchsetzen, weil

1

sie in allen Sowjets die Mehrheit stellen.

2

sie Berufsrevolutionäre haben, die die neuralgischen Punkte besetzen.

3

die Mehrheit im Petersburger Sowjet stellen.

4

die Mehrheit der Bevölkerung hinter ihnen steht.

20

Multiple Select

Question image

Lenins Bolschewiki kamen mit einem Putsch an die Macht, akzeptierten die Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung nicht und lösten das Parlament auf. Trotzdem genossen sie in der Bevölkerung einen gewissen Rückhalt, weil

1

sie einen sofortigen Friedensschluss forderten.

2

sie eine Verteilung des Grossgrundbesitzes durchführten.

3

sie Neuwahlen ankündigten.

4

sie auf Hilfe aus dem Ausland zählen konnten.

21

Kommunistische Regierung: Rat der Volkskommissare

In den sogenannten Umsturzdekreten sind die ersten Massnahmen der kommunistischen Regierung enthalten. Diese beinhalten folgendes:

Sofortiger Friedenschluss

Entschädigungslose Enteignung von 150 Mio. ha Land.

Einrichtung der Regierung des Rates der Volkskommissare

media

22

Weitere Verordnungen des Rates

  • Einschränkung der Pressefreiheit

  • Selbstbestimmungsrecht der Nationalitäten

  • Arbeiterkontrolle in den Industriebetrieben

  • Trennung von Kirche und Staat

  • Gründung der Tscheka, einer Geheimpolizei

  • Verstaatlichung der Banken und industriellen Grossbetriebe

  • Gleichstellung der Frau, Scheidungsrecht

23

Warum handelt es sich hier nicht um kommunistische Forderungen?

media

24

Die Sozialdemokratische Partei

  • will mittels Steuerpolitik eine Umverteilung vornehmen, nicht das System umstürzen. Sie ist reformistisch, nicht revolutionär.

media

25

Der Bürgerkrieg

Die Gegner der Revolution (Adel, Bürgertum und westliche Staaten) zetteln einen Bürgerkrieg an, der den neuen Staat fast in den Zusammenbruch treibt. Das schon vom Weltkrieg geschundene Land erfährt dadurch nochmals eine Verschlechterung der Lebensverhältnisse. Die Roten (Bolschewiki) setzen sich gegen die Weissen (Gegner der Revolution) durch.

media

26

Multiple Select

Question image

Die Roten konnten sich durchsetzen, weil

1

sie die besseren Waffen hatten.

2

ihre Kämpfer motiviert waren, die Errungenschaften der Revolution zu verteidigen.

3

Kriegsminister Trotzki den gegnerischen Offizieren überlegen war.

4

die Weissen über viele unmotivierte Soldaten verfügten.

27

Multiple Select

Question image

Kriegskommunismus wurde während des Bürgerkrieges eingeführt und bedeutete,

1

dass die Bauern ihren Überschuss an den Staat abgeben mussten.

2

dass die Industriebetriebe enteignet und den Sowjets übergeben wurden.

3

dass die Landverteilung rückgängig gemacht wurde und die Landarbeiter in Genossenschaften organisiert wurden.

4

dass Sowchosen entstanden.

28

Folgen des Kriegskommunismus

Der Kriegskommunismus führte zum wirtschaftlichen Zusammenbruch weil

> die Bauern nur soviel produzierten wie sie zum Überleben brauchten

> die Arbeiter in den Industriebetrieben zu wenige Kenntnisse hatten

> in den Betrieben zu wenig Arbeitsdisziplin herrschte.

29

Poll

Mit welchen wirtschaftspolitischen Massnahmen würdest du in dieser Situation die Produktion zu erhöhen versuchen?

Steuersenkungen

Zulassung lokaler Bauernmärkte, um Überschuss zu verkaufen.

Rückgabe der Gewerbebetriebe an die ehemaligen Besitzer.

Einführung eines Leistungslohns.

Einführung des Arbeitszwanges.

30

Multiple Select

Bei der Neuen Ökonomischen Politik

1

wurden lokale Bauernmärkte eingeführt.

2

wurden die Industriebetriebe den ehemaligen Besitzern zurück gegeben.

3

wurde die Verstaatlichung der Banken rückgängig gemacht.

4

wurde wieder der Leistungslohn eingeführt.

31

Die NEP

Der Neuen Ökonomischen Politik war ein kurzfristiger Erfolg beschieden. Es wurde ein Wirtschaftswachstum erreicht und die Lebensverhältnisse der Bevölkerung stiegen an. In der Führung der Kommunisten war diese Politik jedoch umstritten, weil sie den verpönten kapitalistischen Geist förderte.

32

Diskutiert zu zweit oder zu viert folgende Fragen

  • Ab welchen Moment der Revolution müssen wir von einer Diktatur reden?

  • Ist die Revolution bis Mitte der 1920er Jahre ein Erfolg?

  • Bist du mit dem Leninismus einverstanden?

  • Die NEP war ein Erfolg. Warum hat Stalin sie abgeschafft?

Die Russische Revolution

Eine Annäherung

media

Show answer

Auto Play

Slide 1 / 32

SLIDE